Wien/Österreich, 29.03.2015/APD   Laut dem zweitätigen Besuchsprogramm von Papst Franziskus, vom 21. bis 22. Juni im Piemont, wird er in Turin/Italien als erster Papst eine Kirche der Waldenser besuchen, heißt es in einer Medienmitteilung von Kathpress.

Demnach trifft Franziskus als erstes am Montagmorgen, dem zweiten Tag seiner Reise, im evangelischen Gotteshaus in der Turiner Innenstadt für 90 Minuten mit waldensischen Würdenträgern zusammen und betet mit ihnen gemeinsam das Vaterunser. „Das ist eine Geste der Brüderlichkeit in einer neuen ökumenischen Phase”, sagte Eugenio Bernardini, Moderator der Waldenserkirche.

Die protestantische Glaubensgemeinschaft, deren geografisches Zentrum in den Cottischen Alpen, den sogenannten Waldenser Tälern, westlich von Turin liegt, geht zurück auf eine Gründung des Lyoner Kaufmanns Petrus Valdes (1140-1206). Im Mittelalter wurden die Waldenser von der römisch-katholischen Kirche als Häretiker verfolgt.

Laut Angaben des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) ist die Waldenserkirche vor allem in Italien sowie in Argentinien und Uruguay vertreten und soll heute weltweit etwa 25.000 Mitglieder haben. Davon sollen laut der Waldenserkirche in Deutschland allein 21.000 in Italien leben, wo die Waldenser seit 1979 mit den Methodisten eine gemeinsame Kirche bilden, die Chiesa Evangelica Valdese (Englisch: Union of the Methodist and Waldensian Churches).

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