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 Deutschland

63 Absolventen an der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 05.08.1997/APD 63 Kandidaten beendeten erfolgreich ihr Studium an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg. Dr. Horst Rolly, Dekan für den Fachbereich Christliches Sozialwesen, überreichte 52 frischgebackenen Diplom-Sozialarbeitern ihre Urkunden. Der Dekan des Fachbereichs Theologie, Dr. Johann Gerhardt, verabschiedete sechs neue Diplom-Theologen und einen "Magister Artium". Professor Dr. Wolfgang Kabus gratulierte vier Studentinnen zum bestandenen Musikpropädeutikum. In einer Feierstunde betonte Dekan Rolly, daß gerade wegen der sich weiter verschlechternden sozialen Rahmenbedingungen in unserer Gesellschaft "die Ausbildung zum christlichen Sozialarbeiter bedeutsam ist. Christliches Sozialwesen und Theologie sind in ihrer Zielrichtung auf den Menschen ausgerichtet: Helfen und Heilen nach adventistisch geprägten Glaubensinhalten." Die Hochschule könne dazu internationale Betätigungsfelder vermitteln, da sie durch ihr Institut für Entwicklungszusammenarbeit eigenständige Projekte beispielsweise in Indien und Tansania betreut.

50 Jahre Wiederbeginn in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 05.08.1997/APD Eine Gedenkfeier zum Wiederbeginn vor 50 Jahren fand an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg statt. Wie Dr. Manfred Böttcher, Studienanfänger im Jahre 1947 und späterer Rektor der Bildungsstätte, berichtete, wurden 1943 die Hauptgebäude in Friedensau von der deutschen Wehrmacht als Kriegslazarett in Beschlag genommen. Als 1945 russische Truppen in den kleinen Ort einrückten, beschlagnahmten auch sie das Gelände zwecks Einrichtung eines Lazaretts. Ein Ende der russischen Besatzung sei damals nicht abzusehen gewesen und es habe auch keinerlei Hoffnung auf eine baldige Rückgabe der Gebäude bestanden. Laut Böttcher gibt es bis heute keine Erklärung dafür, daß Oberst Tulpanow, Leiter der seinerzeit zuständigen Kulturabteilung in Berlin-Karlshorst, nach zweijähriger Besatzung nicht nur Friedensau zurückgab, sondern auch die Genehmigung zur Wiederaufnahme des Schulbetriebes erteilte. Kürzlich freigegebene Dokumente der sowjetischen Militärregierung in Ostdeutschland belegen eindeutig, daß diese Genehmigung im krassen Gegensatz zu den Richtlinien gewesen sei, die damals für die Politik der Behörden in der sowjetischen Besatzungszone gegenüber den Kirchen festgelegt waren. Einige kirchliche Einrichtungen wurden von sowjetischen Dienststellen erst nach der Wiedervereinigung zurückgegeben. So konnte am 1. Juli 1947 Friedensau als erste kirchliche Ausbildungsstätte in der damaligen sowjetischen Besatzungszone den Lehrbetrieb mit vier Dozenten und 18 Studenten in den notdürftig hergerichteten Räumen der Alten Schule wiederaufnehmen. Prorektor Professor Wolfgang Kabus zog eine Bilanz der vergangenen 50 Jahre bis zur staatlichen Anerkennung als Hochschule. Von den einstigen 18 Studenten nahmen 13 an der Gedenkfeier teil.

Erfolgreicher Abschluß am adventistischen Schulzentrum Marienhöhe

Darmstadt, 05.08.1997/APD 61 von 63 Gymnasiasten des adventistischen Schulzentrums Marienhöhe, Darmstadt, legten das Abitur ab und 23 von 25 bestanden die sogenannte "Mittlere Reife". Von den 631 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums und der Realschule stammen nur 166 aus adventistischen Familien. Sie werden von 57 Lehrkräften unterrichtet, wovon 39 zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehören.

Adventistisches Missionscamp bei Magdeburg

Friedensau bei Magdeburg, 05.08.1997/APD Ihr 4. Missionscamp führt die Freikirche der deutschen Siebenten-Tags-Adventisten vom 26. bis 31. August in Friedensau bei Magdeburg durch. In 20 Workshops geht es um Themen, wie "Gewinnung neuer Mitarbeiter", "Kommunikation in Familie, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft", "Mit säkularen Menschen die Bibel lesen", "Missionarische Gottesdienste, die Spaß machen", "Bedürfnisorientierte Hauskreise", "Entwicklung einer Gemeindeneugründungsstrategie", "Einladung zum Frauenfrühstück", "Die moslemischen Nachbarn erreichen", "Ortsgemeinde und Auslandsmission", "Sozial-Marketing", "Soziale Arbeit und Hilfe in Krisengebieten der Erde". Die über 500 Dauerteilnehmer übernachten vorwiegend in Zelten und Wohnwagen. Ein 1 000-Personen-Zelt steht für Gottesdienste und Vorträge zur Verfügung.

APD-INFORMATIONEN im Internet

Ostfildern bei Stuttgart, 05.08.1997/APD Die APD-INFORMATIONEN sind jetzt im Internet unter der Homepage http://adventisten.de/apd zu finden.

112,6 Millionen Mark an "Brot für die Welt"

Stuttgart, 05.08.1997/APD 112,6 Millionen Mark an Spenden ergab die 38. Aktion "Brot für die Welt". Das sind 1,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Das Ergebnis sei ein Beweis gegen die angebliche Spendenmüdigkeit der Deutschen, so der Direktor von "Brot für die Welt", Hans-Otto Hahn. Seine Organisation erhalte mehr Einzelspenden als in den vergangenen Jahren. Lediglich deren Höhe nehme ab. Viele Menschen wollten Entwicklungsarbeit fördern, aber sie könnten es nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit.

Kirchenklausel begrüßt

Bonn, 05.08.1997/APD Die Deutsche Bischofskonferenz der römisch-katholischen Kirche hat die Einfügung einer Kirchenklausel durch den Europarat in das Vertragswerk von Maastricht begrüßt. In einer eigenen "Erklärung zur Schlußakte" wird die Europäische Union demnach verpflichtet, den Status der Kirchen nicht nur zu achten, sondern auch unangetastet zu lassen. Damit seien die Kirchen erstmals als Rechtssubjekte anerkannt. Allerdings bleibe die Verabschiedung der "Erklärung" hinter den Erwartungen zurück. Die Kirchen hatten sich für einen entsprechenden Artikel im Unionsvertrag eingesetzt. Die Kirchenklausel sei wegen der immer schneller fortschreitenden Entwicklung des Gemeinschaftsrechts zu einer eigenständigen Rechtsordnung notwendig geworden. Sie könne als erster rechtlicher Schritt der Europäischen Union gesehen werden, mit den Kirchen in ein konstruktives Verhältnis zu kommen, das auf die Vielfalt der staatskirchenrechtlichen Traditionen und Identitäten der einzelnen Mitgliedstaaten im Interesse eines europäischen Gemeinwohls die gebotene Rücksicht nimmt. Zuvor hatte auch die Evangelische Kirche in Deutschland die Kirchenklausel gut geheißen.

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© APD Geändert am: 01.08.1997

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