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Buchrezensionen


John Simmons, "Who is Who der Wissenschaften. Von Archimedes bis Hawking, von Gauss bis Lorenz", Bettendorf, München u. Essen, 1997, gebunden, 599 Seiten, 58,00 DM, ISBN 3-88498-115-3.

Daß der Begründer der modernen Naturwissenschaften, Isaac Newton (1642-1727), zu gewalttätigen Zornesausbrüchen neigte, ist wohl kaum bekannt. Geläufiger sind da schon die Experimente mit Graugänsen des Verhaltensforschers Konrad Lorenz (1903-1989). Andererseits wissen meist nur Fachleute, daß Emil Kraepeling (1856-1926) ein führender Wissenschaftler auf dem Gebiet der Psychiatrie war. In dem Buch werden 100 Gelehrte der unterschiedlichsten Fachgebiete, deren Einfluß überall zu spüren und in unserer Welt nicht mehr wegzudenken ist, vorgestellt. Albert Einstein ist genauso zu finden wie beispielsweise der Chemiker Justus Liebig oder der Streßforscher und Arzt Hans Selye. Leider kann nur eine kleine Auswahl ihrer Leistungen dargestellt werden. Dabei gingen die Wissenschaftler recht unterschiedlich vor. Der Chemiker August Kekulé verabscheute Laborarbeit, aber eines Abends hatte er einen Traum, aus dem die gesamte organische Chemie hervorging. Enrico Fermi, der den ersten Atomreaktor schuf, war glücklich, wenn er sich die Hände schmutzig machen durfte. Sein Freund Leo Szilard wollte damit nicht behelligt werden und zog es vor, mit anderen herumzusitzen und über Nuklearphysik zu diskutieren. Stephan Hawking betrachtete die Sterne nur ungern durch das Teleskop, trotzdem gehörte er zu den einflußreichsten Kosmologen seiner Generation. Die hier ausgewählten Wissenschaftler, auch Frauen befinden sich darunter, zeichneten sich dadurch aus, daß sie Neues in der Natur entdeckten, aber nicht die Natur zu anderen Zwecken manipulierten. Die allgemein verständlichen Kurzbiographien bieten dem Leser die Möglichkeit, die Entwicklung der Wissenschaften zu verstehen. Überraschend ist vielleicht, daß die meisten sich nicht aus eigener Kraft hocharbeiten mußten. Sie stammten oft aus aufstrebenden Familien oder einem intellektuellen Elternhaus. Nur wenige, wie Michael Faraday, kamen aus ärmlichen Verhältnissen.

Holger Teubert


Rainer Lange u. Marianne Ohmann (Hrsg.), "Fachlexikon Öffentlichkeitsarbeit - Von Abonnementzeitung bis Zusatznutzen", Verlag Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik, Frankfurt am Main, 1997, Paperback, 191 Seiten, 24,80 DM, ISBN 3-921-766-99-0.

Das übersichtliche Lexikon enthält die wichtigsten Fachausdrücke aus dem Bereich der Öffentlichkeitsarbeit mit verständlichen Erklärungen, die bis in den Computer-Bereich gehen. Dazu gehören auch Begriffe aus Werbung, Marketing und Verkaufsförderung. Der 2. Teil der Broschüre bietet unter anderem detaillierte Planungshilfen zur Vorbereitung und Durchführung von PR-Kampagnen, Werbemaßnahmen, Pressekonferenzen und Spendenaktionen an. Literaturempfehlungen erhöhen den Informationswert der Neuerscheinung, die nicht nur für Anfänger geeignet ist.

Dr. Wolfgang Tulaszewski



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© APD Geändert am: 17.12.1997

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