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Dritte Konsultation zwischen Lutheranern und Adventisten
Jongny/Schweiz, 25.06.1997/APD Die dritte Gesprächsrunde zwischen Vertretern der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und des Lutherischen Weltbundes (LWB) fand vom 1. bis 6. Juni 1997 im waadtländischen Jongny (Schweiz) statt. Im Mittelpunkt der Konsultation standen Fragen der Ekklesiologie, der Lehre von der Kirche. Die adventistischen Vertreter trugen Beiträge zu den Themen: "Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und die christliche Welt" und "Das adventistische Verständnis von kirchlicher Autorität" vor. Die lutherischen Gesprächspartner hielten Referate über "Taufe und Abendmahl in lutherischer Tradition und gegenwärtige Lehrgespräche" und "Das Verständnis der Autorität der Kirche in lutherischen Kirchen." Die Teilnehmer konnten bei der Behandlung der Fragen von Taufe und Abendmahl unter anderem auch auf die lutherischen Stellungnahmen und die adventistische Antwort zu den Konvergenzerklärungen über "Taufe, Eucharistie und Amt", dem sogenannten "Lima-Text", zurückgreifen, die bereits 1985/86 erarbeitet wurden.
In einem kurzen Kommuniqué zum Abschluß der Tagung wurde auf die "herzliche Atmosphäre, lebhafte Diskussionen und die beachtlichen Fortschritte auf dem Weg zum besseren gegenseitigen Verständnis" hingewiesen. Der adventistische Theologe William G. Johnsson äußerte gegenüber dem Adventistischen Pressedienst (APD): "Das Luthertum und der Adventismus haben die gleichen, wichtigen Grundsätze, die durch die Reformation ans Tageslicht gebracht wurden, nämlich 'sola scriptura' (allein die Bibel), 'sola gratia' (allein aus Gnaden), 'sola fide' (allein durch den Glauben) und 'solus Christus' (allein Christus). Die Adventisten sehen ihre Aufgabe unter anderem auch darin, das reformatorische Erbe zu bewahren und weiter auszubauen, denn Luther selbst hat die Forderung aufgestellt, die Reformation dürfe nicht stehenbleiben."
Die Gespräche fanden unter dem gemeinsamen Vorsitz der Lutheranerin Faith E. Rohrbough (Kanada) und des adventistischen Theologen Bert B. Beach (USA) statt. Auf adventistischer Seite nahmen außerdem Niels-Erik Andreasen (USA), Teofilo Ferreira (Portugal und USA), Johann Heinz (Österreich), William G. Johnsson (USA), Pardon Mwansa (Sambia und USA), Aulikki Nahkola (Finnland und Großbritannien), Jan Paulsen (USA), George W. Reid (USA), Angel M. Rodriguez (USA) sowie als Beobachter Maurice Verfaillie (Schweiz) teil. Der Lutherische Weltbund war durch Risto Saarinen (Finnland; Institut für ökumenische Forschung in Strassburg), Günther Gassmann (LWB; Deutschland), Erwin Buck (Kanada), Nelson Kilipp (Brasilien), Naohiro Kiyoshige (Japan), Ole Chr. Kvarme (Norwegen), Mariette Razivelo (Madagaskar), Jörg Rothermundt (Deutschland) und Antonia Bossart (LWB) vertreten.
Nach Abschluß der Konsultationsreihe im Jahre 1998 sollen eine gemeinsame Erklärung verabschiedet und eine Sammlung der Konsultationsbeiträge durch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und dem Lutherischen Weltbund veröffentlicht werden. Die nächste und gleichzeitig letzte Konsultation der beiden christlichen Weltgemeinschaften findet auf Einladung der Lutheraner voraussichtlich vom 11. bis 15. Mai 1998 in der Genfersee-Region statt. Das Hauptthema von 1998 wird die Eschatologie, die biblische Lehre vom Abschluß der Heilsgeschichte, sein.
Der Lutherische Weltbund ist eine Gemeinschaft von 122 Mitgliedskirchen mit etwa 56 Millionen Lutheranern und Lutheranerinnen in 68 Ländern. Die weltweite Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zählt über 25 Millionen Anhänger, davon neun Millionen erwachsene getaufte Mitglieder in 207 Ländern. (3 186 Anschläge)
Siebenten-Tags-Adventisten und römischer Katholizismus
Silver Spring, Maryland/USA, 25.06.1997/APD Die Erklärung "Wie Siebenten-Tags-Adventisten den römischen Katholizismus sehen", hat der Verwaltungsausschuß der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Freikirche, Silver Spring, Maryland/USA, herausgegeben. Danach sind für Adventisten alle Männer und Frauen vor Gott gleich. "Voreingenommenheit und Überheblichkeit lehnen wir ab, unabhängig von Person, Rasse, Nationalität oder Glaubensbekenntnis." Es wird die Freude zum Ausdruck gebracht, "daß es auch in anderen Konfessionen, einschließlich der römisch-katholischen Kirche, aufrichtige Christen gibt". Die Freikirche arbeite einvernehmlich mit allen Organisationen und Körperschaften zusammen, die sich bemühten, menschliches Leid zu lindern und Christus in der Welt zu erhöhen. Siebenten-Tags-Adventisten bemühen sich um eine positive Einstellung zu anderen Glaubensrichtungen. Sie sehen ihre Aufgabe nicht darin, auf die Fehler anderer Konfessionen hinzuweisen, sondern vielmehr das Evangelium von Jesus Christus im Zusammenhang mit seiner baldigen Wiederkunft zu verkündigen. Da die Glaubensüberzeugungen der Freikirche sich auf die biblisch-apostolische Lehre gründen, teilt sie viele wesentliche Lehrauffassungen mit Angehörigen anderer Kirchen.
Was die Beziehung der Adventisten zum römischen Katholizismus betrifft, so spielten dabei die Vergangenheit wie auch die Zukunft eine Rolle. Die geschichtlichen Berichte, wonach die römisch-katholische Kirche Intoleranz bis hin zur Verfolgung Andersgläubiger praktizierte, lassen sich nicht einfach auslöschen oder übersehen. Hinzu komme das römisch-katholische System der Kirchenleitung, etwa das päpstliche Primat, das auf außerbiblischen Lehren beruhe. Das habe in Zeiten enger Verflechtung zwischen Kirche und Staat zu schwerer Mißachtung der religiösen Freiheit geführt. Aufgrund ihrer Auslegung prophetischer Bibeltexte glauben Siebenten-Tags-Adventisten, daß unmittelbar vor Christi Wiederkunft "eine Zeit beispielloser Unruhe" kommen wird, die "dann noch einmal zu weitverbreiteter religiöser Unterdrückung" führt.
Die in der Vergangenheit liegenden Verletzungen christlicher Grundsätze könnten aber nicht einer bestimmten Konfession allein angelastet werden. Auch Protestanten einschließlich der Siebenten-Tags-Adventisten seien nicht frei von Vorurteilen und religiösem Fanatismus gewesen. Adventisten wollen mit anderen fair umgehen. Sie sind sich zwar weiterhin der historischen Tatsachen bewußt und halten auch an ihrer Sicht, wie Ereignisse der Endzeit einzuordnen seien, fest, würden jedoch gleichzeitig "eine Reihe positiver Veränderungen im neueren Katholizismus" erkennen. Sie sind "der festen Überzeugung, daß viele römisch-katholische Christen unsere Brüder und Schwestern in Christus" seien.
Laut dem Kommunikationsdirektor der Generalkonferenz, Ray Dabrowski, gibt es keinen konkreten Anlaß, diese Erklärung zum jetzigen Zeitpunkt herauszugeben. Allerdings hätten in der Vergangenheit immer wieder einmal Anfragen zu diesem und anderen Themen die Weltkirchenleitung erreicht. Deshalb habe die Kommunikationsabteilung im letzten Jahr den Sammelband "Stellungnahmen, Richtlinien und andere Dokumente" ("Statements, Guidelines & other Documents") veröffentlicht, der Erklärungen verschiedener Gremien der Generalkonferenz seit 1980 enthält. Hierbei geht es unter anderem um Themen wie AIDS, Frieden, Gewalt in der Familie, Klimaveränderung, Mission, Rassismus oder Religionsfreiheit. Wie Dabrowski im Vorwort zum Sammelband erläutert, werden die Erklärungen unterschieden in "Positionsdarlegungen" ("Position statements"), "Richtlinien" ("Guidelines") und "andere Dokumente" ("other Documents"). Zum letzteren gehört beispielsweise die Stellungnahme der Freikirche zur ökumenischen Bewegung. Nach Ansicht von Dabrowski sind die im Sammelband enthaltenen Dokumente in ihrer Aussage nicht als abgeschlossen zu betrachten, "sondern sie stellen das Nachdenken einer Bewegung dar, die sensibel gegenüber ihrer Berufung und der Menschen ist, um zu wissen, 'wie ihr einem jeden antworten sollt' (Kolosser 4,6)". Die Wichtigkeit dieser Dokumente könne wie folgt zusammengefaßt werden: "Taten sprechen eine deutlichere Sprache, als die Worte."
Auch die Zusammensetzung der adventistischen Entscheidungsgremien ist verschieden. Erklärungen können vom Generalkonferenzpräsidenten, vom Verwaltungs-, Exekutiv- und Vollausschuß sowie von der Vollversammlung der Generalkonferenz herausgegeben werden. Während der Verwaltungsausschuß nur bestimmte Administratoren der Weltkirchenleitung in Silver Spring/USA umfaßt, gehören zum Exekutivausschuß, der jeweils im Frühjahr tagt, auch die Vertreter der Divisionen, der adventistischen Kirchenleitungen auf kontinentaler Ebene. Der Vollausschuß mit seiner jährlichen Herbstsitzung umfaßt darüber hinaus auch die Vorsteher der Verbände, die die Kirchenleiter auf nationaler Ebene sind. Das höchste Organ der Siebenten-Tags-Adventisten ist die nur alle fünf Jahre stattfindende Generalkonferenz-Vollversammlung mit 2 000 Delegierten aus aller Welt. Sie hat das Recht, bei Bedarf Entscheidungen der anderen Gremien zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern. Siebenten-Tags-Adventisten erkennen nur die Heilige Schrift als alleinige Grundlage ihres Glaubens an. Dennoch haben sie Glaubensaussagen formuliert, um darzulegen, wie die Freikirche die biblische Lehre versteht und bekennt. Die für Adventisten in aller Welt verbindlichen "Glaubensüberzeugungen" können jedoch nur während einer Vollversammlung formuliert und gegebenenfalls auch geändert werden. (4 932 Anschläge)
Studienkommission zum Thema "Ehescheidung und Wiederverheiratung"
Silver Spring, Maryland/USA, 25.06.1997/APD Eine aus 20 Mitgliedern bestehende Studienkommission zum Thema "Ehescheidung und Wiederverheiratung" setzte die Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten ein. Sie hat die Aufgabe, die entsprechenden biblischen Grundsätze zu überprüfen, wobei sie sich dem in der Heiligen Schrift aufgezeigten Ideal der Ehe verpflichtet weiß. Sie untersucht außerdem die Gründe für das Vorkommen von Ehescheidungen bei Adventisten, soll Wege aufzeigen, wie die Freikirche sich um ihre Mitglieder und Familien, die sich in zerrütteten Verhältnissen befinden, kümmern kann und in Umrissen darlegen, welche vorbeugenden Hilfen künftig angeboten werden könnten. Laut Generalkonferenzpräsident Robert S. Folkenberg, Silver Spring, Maryland/USA, gibt es zum Thema Ehe/Schei-dung/Wiederverheiratung zwar "deutliche Positionen in der Bibel", aber unter Adventisten in aller Welt davon abweichende Handhabungen und unterschiedliche Grade der Ablehnung dieser Handhabungen. "Was zu tun bleibt ist, einen Kurs zu verfolgen, der biblisch begründet und sorgfältig durchdacht ist."
Die Kommission soll im September 1998 dem Verwaltungsausschuß der Generalkonferenz einen vorläufigen und zum 30. April 1999 einen abschließenden Bericht vorlegen. Würde das Studienergebnis zu Empfehlungen führen, bestimmte Richtlinien im "Gemeindehandbuch" der Siebenten-Tags-Adventisten zu ändern, kann darüber nur die im Jahre 2000 in Toronto/Kanada tagende Generalkonfe-renz-Vollversammlung entscheiden. Bisher ist laut "Gemeindehandbuch" die Wiederverheiratung eines geschiedenen Adventisten nur bei Ehebruch, Tod oder erneuter Heirat des früheren Partners beziehungsweise Partnerin möglich. Liegen diese Voraussetzungen nicht vor, müsse der oder die Betreffende aus der Freikirche ausgeschlossen werden. Jedoch halten sich nicht alle adventistischen Ortsgemeinden an diese Richtlinie. (1 737 Anschläge)
Rumäniens Staatspräsident ruft Religionsgemeinschaften zur Toleranz auf
Bukarest/Rumänien, 25.06.1997/APD Zu mehr Toleranz und gegenseitigem Respekt hat der rumänische Staatspräsident Emil Constantinescu die Religionsgemeinschaften in seinem Land aufgerufen. Bei einem Empfang für Vertreter von 14 Konfessionen einschließlich Orthodoxe, griechische und römische Katholiken, Reformierte, Siebenten-Tags-Adventisten, Baptisten, Pfingstler, Juden und Moslems sagte das Staatsoberhaupt: "Jede Kirche und jede Religionsgemeinschaft hat das Recht, aufgrund ihrer Berufung zu versuchen, die anderen zum eigenen Bekenntnis zu bekehren. Dieses Recht sollte respektiert und geschützt werden; doch nicht, wenn es durch aggressive Handlungen und respektlosen Proselytismus ausgeübt wird. Die einzige Waffe des Glaubens ist und sollte das Wort sein." Pastor Adrian Bocaneanu, Vorsteher der rumänischen Adventisten, bezeichnete die Erklärung des Präsidenten als sehr hilfreich. "Die Rumänische Orthodoxe Kirche hat jetzt ihre Priester in jeder Schule, jedem Krankenhaus, jedem Gefängnis und beim Militär. Sie übt einen großen Einfluß aus und versucht andere Kirchen, wie die unsere, von jeglicher Einflußmöglichkeit auszuschließen. Nun setzt sich der Staat für eine ausgewogene Position ein." Seit dem Sturz des Diktators Ceausescu im Jahre 1990 haben die Konflikte zwischen den Kirchen zugenommen. Besonders die Minderheiten werden bekämpft. Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in Rumänien 1 050 Kirchengemeinden mit fast 70 000 Mitgliedern. Sie sind seit 1870 dort vertreten. (1 364 Anschläge)
Albanische Flüchtlinge betreut
Rom/Italien, 25.06.1997/APD 470 albanische Flüchtlinge, darunter 238 Kinder unter zwölf Jahren, betreut derzeit das Wohlfahrtswerk der Siebenten-Tags-Adventisten (OSA) in einem Lager bei Cassano Murge in Süditalien. (213 Anschläge)
Adventisten ziehen Entwicklungshelfer aus Sierra Leone ab
Freetown/Sierra Leone, 25.06.1997/APD Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat ihre drei ausländischen Entwicklungshelfer samt Familien wegen der Machtkämpfe im westafrikanischen Staat Sierra Leone in das Nachbarland Guinea-Conakry in Sicherheit gebracht. Die Mitarbeiter betreuten ein Flüchtlingslager außerhalb der Hauptstadt Freetown. Seit 1905 sind die Adventisten in Sierra Leone vertreten. Sie zählen dort 11 130 erwachsene getaufte Mitglieder, von denen sich viele wegen der instabilen politischen Verhältnisse auf der Flucht befinden. (535 Anschläge)
100 Jahre adventistisches College in Australien
Cooranbong/Australien, 25.06.1997/APD Das einhundertjährige Jubiläum feiert das 130 Kilometer nördlich von Sydney gelegene Avondale College der Siebenten-Tags-Adventisten. An der 1897 gegründeten Hochschule sind etwa 700 Studenten in den Fächern Betriebswirtschaft, Krankenpflege, Pädagogik und Theologie eingeschrieben. (328 Anschläge)
Mit Internet Evangelisierung auch in "verbotenen Zonen"
Rom/Italien, 25.06.1997/APD Bei einer vom "Opus Dei" in Rom getragenen Studientagung zum Thema "Die Kommunikation der Kirche: Methoden, Werte und Professionalität" betonte der Präsident des Päpstlichen Medienrates, Erzbischof John P. Foley, das Internet könne ein Mittel zur Verbreitung der christlichen Botschaft in Ländern sein, in denen die Verkündigung des Evangeliums bisher verboten war. Es ermögliche die Evangelisierung auch in totalitär regierten Staaten oder in gewissen islamischen Ländern, die keinerlei öffentliche Glaubensverkündigung zuließen. Die Internet-Benutzer könnten unkontrolliert von staatlichen Behörden auf die im Netz angebotenen Seiten zugreifen, so daß Zensurmöglichkeiten gegen die christliche Botschaft wirkungslos würden. Ein weiterer Vorteil ist nach den Worten des Erzbischofs, daß hier die "authentische Lehre der katholischen Kirche" angeboten werde. Daher sei es wichtig, daß der Vatikanstaat im Internet genauso wie andere souveräne Staaten eine eigene "state-domain" habe: Die "User" könnten sicher sein, daß Internet-Adressen mit dem Endkürzel ".va" tatsächlich vatikanische Adressen sind, betonte Foley. Er räumte ein, daß das Internet auch zahlreiche Möglichkeiten zum Mißbrauch biete. Es sei jedoch ein an sich neutrales Werkzeug, das zum Guten wie zum Bösen eingesetzt werden könne. (1 198 Anschläge)
Georgische Orthodoxe Kirche verläßt ÖRK und KEK
Genf/Schweiz, 25.06.1997/APD Der Heilige Synod der Georgischen Orthodoxen Kirche beschloß, aus dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) und der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), beide mit Sitz in Genf, auszutreten. Laut ÖRK habe die Kirchenleitung den Schritt damit begründet, daß in beiden Organisationen den orthodoxen Kirchen zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt werde. Außerdem sei "eine negative Einstellung zur ökumenischen Bewegung" innerhalb der Georgisch Orthodoxen Kirche aufgekommen, die sie zu spalten drohe. Der Generalsekretär des ÖRK, Dr. Konrad Raiser, bezeichnete den Austrittsbeschluß in einem Brief an Patriarch Elia II. als "eine sehr ernste Entwicklung, die jedoch keine außerordentliche Situation darstellt. In vielen anderen Kirchen aus dem gesamten Spektrum der christlichen Traditionen ist es zu ähnlichen Konflikten gekommen". Raiser bekräftigte, daß der ÖRK bereit sei, auf die kritischen Stimmen seiner Mitgliedskirchen zu hören, und versicherte, daß keinerlei Absicht bestehe, den ÖRK in irgendeine Art von Kirche zu verwandeln. Das Oberhaupt der Georgischen Orthodoxen Kirche, Patriarch Elia II., hatte noch im vergangenen Jahr Genf und Deutschland besucht. Die Kirche war 1962 in den ÖRK als Mitglied aufgenommen worden. Ihr Patriarch gehörte dem ÖRK selbst fünf Jahre als Präsident an. (1 174 Anschläge)
ÖRK verschiebt Termin für Vollversammlung
Genf/Schweiz, 25.06.1997/APD Die Achte Vollversammlung des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), die ursprünglich für den September nächsten Jahres an der Universität von Simbabwe in Harare vorgesehen war, findet dort vom 3. bis 14. Dezember 1998 statt. Die Hochschule hatte dem ÖRK mitgeteilt, daß ihr Campus nicht mehr zur vereinbarten Zeit zur Verfügung gestellt werden könne. Der Grund dafür sei eine neue Subventionspolitik der Regierung, die eine drastische Kürzung der Beihilfen für Studenten vorsehe. Dadurch wurde die Universität zu einer Neuregelung des akademischen Jahres gezwungen, das jetzt bereits im August beginnt. (579 Anschläge)
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