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Keine Einschränkungen für Adventisten in Rußland
Moskau/Rußland, 12.11.1997/APD Das russische Justizministerium hat auf Anfrage der Euro-Asien-Division, Moskau, der Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, bestätigt, daß sie die Kriterien des veränderten Religionsgesetzes erfülle. Wie der stellvertretende Direktor der Abteilung für Beziehungen zu öffentlichen und religiösen Organisationen, A. I. Kudryavtsev, mitteilte, existiert die Freikirche als Institution bereits seit 110 Jahren auf dem Gebiet der Russischen Föderation. Der Artikel 9 des Religionsgesetzes, der den Nachweis einer mindestens 15jährigen Existenz der jeweiligen Glaubensgemeinschaft in Rußland fordert, beziehe sich nur auf religiöse Einrichtungen, die nicht ihre Zugehörigkeit zu einer im Lande bestehenden religiösen Dachorganisation nachweisen können. Da die adventistische Freikirche eine klar strukturierte Organisation hat und in Rußland wesentlich länger als eineinhalb Jahrzehnte vertreten ist, gebe es für sie vom Gesetz her keine einschränkenden Maßnahmen. In der Russischen Föderation gibt es rund 42 000 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 370 Adventgemeinden.
Pastor Victor Krushenitsky, Moskau, Abteilungsdirektor für Religionsfreiheit der Euro-Asien-Division, zeigte sich über diese Antwort zufrieden: "Wir sind froh, jetzt offiziell zu wissen, daß wir frei weiterarbeiten, ausländische Evangelisten einladen, neue Gemeinden gründen und in Gebieten, wo wir bisher noch nicht vertreten sind, missionarisch tätig sein können. Außerdem bleibt unsere Kirche auch weiterhin als Organisation registriert, die den Militärdienst aus Gewissensgründen ablehnt." Andere Religionsgemeinschaften haben dagegen mit dem veränderten Gesetz Probleme. Laut Zeitungsmeldungen sind lutherischen und pfingstlerischen Gemeinden ihre Zulassung entzogen worden, und der Heilsarmee wurde ihre Versammlungsstätte in St. Petersburg gekündigt.
Während die Russische Orthodoxe Kirche das neugefaßte Religionsgesetz begrüßte und durch ihr Moskauer Patriarchat die Ansicht vertrat, daß niemand dadurch diskriminiert werde, rechnet die römisch-katholische Kirche mit erheblichen Schwierigkeiten. Auch andere Kirchen, wie die Siebenten-Tags-Adventisten, protestierten gegen das von der Duma am 19. September verabschiedete Gesetz. John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), Abteilungsdirektor für Religionsfreiheit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Adventisten, betonte: "Auch wenn wir als Kirche von dem neuen Gesetz nicht betroffen sind, beklagen wir die Verweigerung der Religionsfreiheit für andere. Die Durchführung des Gesetzes kann sehr eng gehandhabt werden, und wir sehen an vielen Stellen die Möglichkeit falscher Auslegungen."
Österreichische Adventisten streben nach staatlicher Anerkennung
Wien/Österreich, 12.11.1997/APD Säumnisbeschwerde hat die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich wegen Nichtbehandlung ihres Antrages auf staatliche Anerkennung beim Verwaltungsgericht Wien eingelegt. Dies bestätigte ein Gerichtssprecher. Laut der adventistischen Schulzeitschrift "bogi" wurde bereits am 21. Dezember 1989 beim zuständigen Bundesministerium für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten der "Rechtsstatus einer gesetzlich anerkannten Kirche oder Religionsgesellschaft", also einer Körperschaft des öffentlichen Rechts, beantragt. Das hierfür geltende Gesetz geht auf das Jahr 1874 zurück, als noch das Kaiserreich bestand. Bisher mußten die Siebenten-Tags-Adventisten sogenannte "Hilfsvereine", wie die "Österreichische Liga Leben und Gesundheit", nach zivilem Recht bilden, um Besitz und Eigentum sowie das Abwickeln von Rechtsgeschäften für die zwar faktisch, aber nicht rechtlich existente Kirche zu ermöglichen. Die staatliche Anerkennung bedeutet unter anderem den Schutz der Exklusivität einer Religionsgemeinschaft, das Recht, innere Angelegenheiten selbst zu regeln, steuerliche Begünstigung und Absetzbarkeit der Mitgliedsbeiträge von den Steuern, einfacheres Genehmigungsverfahren für Privatschulen sowie befristete Sendezeit im Österreichischen Rundfunk (ORF).
Siebenten-Tags-Adventisten gründeten die ersten österreichischen Gemeinden 1908 in Wien und 1909 in Graz. Sie hatten es schwer, Fuß zu fassen. Öffentliche Versammlungen und Vorträge mußten bei der Polizei angemeldet werden. An den Saaltüren war der Vermerk "nur für geladenen Gäste" anzubringen. Lag keine behördliche Genehmigung vor, verwehrte ein "Wachmann" den Zutritt zum Saal. Immer wieder wurden Gottesdienste durch Polizeibeamte aufgelöst. Erst 1909 gelang es der Adventgemeinde Wien, die rechtliche Anerkennung für die Bildung eines Vereins zu erlangen, der sich jedoch nur "Leseverein Mehr Licht" nennen durfte. Die Begriffe "Advent" oder "Adventisten" als Namensbestandteil wurden untersagt. Ein Bittgesuch an Kaiser Franz-Josef I. im Frühjahr 1914, "die volle Religionsausübung mit gemeinschaftlichem Gottesdienst allergnädigst zu gestatten", wurde nicht beantwortet. Erst 1919 gewährte ein Gesetz die Religions- und Gewissensfreiheit, so daß auch die Adventisten ihre Gottesdienste ohne polizeiliche Störungen feiern konnten. Zur Zeit haben sie in der Alpenrepublik 3 476 erwachsene getaufte Mitglieder in 45 Kirchengemeinden.
Zu den in Österreich anerkannten Kirchen und Religionsgesellschaften zählen neben der Katholischen und Evangelischen Kirche die Alt-katholische, Griechisch-orientalische, Armenisch-apostolische, Syrisch-orthodoxe und die Methodistenkirche. Als Sondergemeinschaften besitzen die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) und die Neuapostolische Kirche Körperschaftsrechte, die auch der Israelitischen Kultusgemeinde, der Buddhistischen Religionsgesellschaft und der Islamischen Glaubensgemeinschaft zuerkannt worden sind. Nicht anerkannt sind dagegen außer den Siebenten-Tags-Adventisten unter anderem die Anglikanische Kirche, die Bulgarisch-, Griechisch-, Koptisch-, Rumänisch-, Russisch- und Serbisch-orthodoxe Kirche, die Baptisten und die Heilsarmee. Wie das Unterrichtsministerium auf Anfrage bestätigte, haben mehr als 10 Kirchen und Religionsgesellschaften einen Anerkennungsantrag gestellt.
Gegenwärtig bemühen sich politische Parteien, Ministerien und Kirchen um eine generelle Neufassung des über einhundert Jahre alten Religionsrechts in Österreich. Denkbar wäre laut Unterrichtsministerin Elisabeth Gehrer eine Zwischenstufe auf dem Weg der Anerkennung. Religionsgemeinschaften könnten durch Anzeige beim Kultusamt die Rechtspersönlichkeit einer "Religiösen Bekenntnisgemeinschaft" erhalten. Dies wäre mehr als ein Verein, hätte aber nicht den Stellenwert einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Dieser Status sollte erst nach einem Beobachtungszeitraum von 15 Jahren möglich sein. Außerdem müßte die zu anerkennende Kirche oder Religionsgesellschaft eine Mindestgröße von zwei Promille der Bevölkerung haben. Der Vorschlag wird von Parteien und Interessengruppen diskutiert.
Adventistisches Gemeindezentrum in Montenegro zerstört
Nikši_/Jugoslawien, 12.11.1997/APD Ein sich noch im Bau befindliches und von ihren Mitgliedern selbst errichtetes Gemeindezentrum der Siebenten-Tags-Adventisten wurde durch einen Brandanschlag in Nikši_ in der jugoslawischen Teilrepublik Montenegro zerstört. Angeführt von einem örtlichen orthodoxen Priester vergriff sich eine wütende Menge an dem Gebäude, während sich die Gemeindeglieder in einem gemieteten Raum zum Gottesdienst versammelten. Außer dem Haus wurde auch alles Baumaterial in Brand gesetzt. Der Priester hatte die Adventisten mit Sekten in den Vereinigten Staaten, der Schweiz und Japan in Verbindung gebracht und so die Menschen aufgehetzt. Dem widersprach Radomir Acimic, Pressesprecher der Siebenten-Tags-Adventisten in Montenegro: "Unser Glaube ist christlich und beruht auf der Bibel. Was gegen uns vorgebracht wurde, sind Gerüchte und Verleumdungen." Die Kirchenleitung hat das Religionsministerium und die Polizei um einen Gottesdienstraum gebeten, "denn wir haben die Genehmigung, ein Gemeindezentrum zu errichten". Adventisten gibt es bereits seit Anfang dieses Jahrhunderts im heutigen Restjugoslawien. Die evangelische Freikirche zählt dort 7 300 erwachsene getaufte Mitglieder in 190 Adventgemeinden.
Stellungnahme Schweizer Adventisten zur Mischehe
Zürich/Schweiz, 12.11.1997/APD Die Deutschschweizer Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten hat eine Stellungnahme mit dem Titel "Die konfessionsverschiedene Ehe - Einordnung und Bewertung" verabschiedet. Sie behandelt die vier Bereiche "Der biblische Hintergrund", "Das adventistische Eheverständnis", "Möglichkeiten der Meinungsbildung in Familie, Jugendarbeit und Ehevorbereitung" und "Handlungsrahmen des Predigers". Zur Stellungnahme gehören als Anhang die Kapitel "Die konfessionsverschiedene Ehe im Lichte der Bibel", "Texte des Gemeindehandbuches in der Fassung von 1995 zur konfessionsverschiedenen Ehe", "Hinweise von Ellen G. White zur Frage der Mischehe und der Eheschließung mit einem nichtadventistischen Partner" und "Ein konfessionskundlicher Vergleich (Römisch-katholische Kirche, Evangelische Landeskirchen und Evangelisch-methodistische Kirche)".
Von konfessionsverschiedenen Eheschließungen wird demnach abgeraten. In der Praxis habe sich jedoch gezeigt, daß es Situationen von Heiratswilligen unterschiedlicher Konfession gebe, bei denen eine generelle Ablehnung der kirchlichen Trauung nicht angebracht erscheine. Zum Umgang mit solchen Ausnahmen bietet die Stellungnahme laut Kirchenleitung einen verbindlichen Handlungsrahmen. Sie sieht unter anderem vor, daß der wegen einer solchen Trauung angefragte Pastor das Anliegen in einem Seelsorgerat mit Vorgesetzten und Kollegen bespricht. Die Stellungnahme erhielten alle Prediger und Gemeindeleiter. Heiratswillige unterschiedlicher Konfession oder deren Eltern und Verwandte können das Papier beim Pastor, Gemeindeleiter oder bei der Deutschschweizerischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten beziehen.
Adventisten diskutieren über Sexualität
Silver Spring, Maryland/USA, 12.11.1997/APD Über das Thema "Christen und Sexualität" diskutierten adventistische Kirchenleiter und Experten Ende Oktober in Silver Spring, Maryland/USA, am Sitz ihrer Generalkonferenz (Weltkirchenleitung). "Wir müssen in unseren Gemeinden die geistliche Komponente der Sexualität, die unser Leben bestimmen sollte, deutlich machen, anstatt falsche Vorstellungen über Sex zu haben", sagte Leo Ranzolin, Vorsitzender einer 32köpfigen Arbeitsgruppe. "Wir wollen unseren Mitgliedern bewußt machen, daß die Sexualität eine wunderbare Gabe Gottes ist, die wir genießen dürfen." Die Kommission wurde mit der Vorbereitung einer offiziellen Stellungnahme der Freikirche zur Sexualität beauftragt.
Lutheraner und Adventisten besprachen weiteren Fortgang ihres Dialogs
Silver Spring, Maryland/USA, 12.11.1997/APD Drei lutherische und vier adventistische Theologinnen und Theologen trafen sich Ende Oktober am Sitz der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA, um unter anderem Einzelheiten wegen eines Abschlußberichts zur internationalen Konsultation der beiden christlichen Weltgemeinschaften zu erörtern. Der Dialog begann im November 1994 in Darmstadt, wo Lutheraner und Adventisten ihre jeweilige Konfession vorstellten und ihren Umgang mit der Bibel erläuterten. Die nächste Begegnung fand im Juni 1996 in Toronto/Kanada zum Thema "Soteriologie", die Lehre vom Erlösungswerk Christi, statt. Im Mittelpunkt der Konsultation im Juni diesen Jahres im Schweizerischen Jongny standen Fragen der Ekklesiologie, der Lehre von der Kirche. Die nächste und gleichzeitig letzte Gesprächsreihe findet auf Einladung der Lutheraner voraussichtlich vom 11. bis 15. Mai 1998 in der Genfersee-Region statt. Das Hauptthema von 1998 wird die Eschatologie, die biblische Lehre vom Abschluß der Heilsgeschichte, sein. Wie Sven Oppegard, Genf, Assistierender Generalsekretär für ökumenische Angelegenheiten im Lutherischen Weltbund (LWB) betonte, "haben diese Gespräche zu einem echten gegenseitigen Verständnis und Respekt beider Seiten geführt". John Graz, Silver Spring/USA, Direktor für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Generalkonferenz, würdigte den "konstruktiven Geist" der Lutheraner und deren "positive Beziehung zu unserer Kirche". Ziel der Konsultation ist es, zu einem besseren gegenseitigen Verständnis zu gelangen, falsche Klischeevorstellungen abzubauen, die jeweiligen Glaubensgrundlagen klarzulegen und tatsächliche wie vermeintliche Spannungspunkte zu verringern.
80 Jahre Finnischer Ökumenischer Rat
Helsinki/Finnland, 12.11.1997/APD Sein 80jähriges Bestehen feierte Ende Oktober der Finnische Ökumenische Rat in der Kathedrale von Helsinki. Er ist damit eine der ältesten ökumenischen Körperschaften der Welt. 1917 gegründet, gehören ihm heute elf Mitgliedskirchen, einschließlich der Katholiken, Lutheraner und Orthodoxen, an. Den Beobachterstatus haben 19 Kirchen und christliche Organisationen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Der Vorsitzende des Ökumenischen Rates ist derzeit Erzbischof Johannes von der Orthodoxen Kirche, sein Generalsekretär Pastor Jan Edström von der schwedisch sprechenden Baptistenkirche.
Ratzinger für Entschuldigung der Kirche wegen Ketzerverbrennungen
Freiburg/Schweiz, 12.11.1997/APD Ein "Mea culpa" der Kirche für die "Ketzerverbrennungen" früherer Jahrhunderte, etwa von Giordano Bruno oder Savonarola hält der deutsche Kurienkardinal Joseph Ratzinger für notwendig. "Es handelt sich dabei meiner Ansicht nach um eine Schuld, über die man nachdenken und die zu einem Eingeständnis führen müßte", sagte der Präfekt der römischen Glaubenskongregation laut Katholischer Internationaler Presseagentur (KIPA) in einem Rundfunkinterview in Bologna. "Die Kirche darf keine Märtyrer machen, sondern muß eine Kirche der Märtyrer sein", fügte er hinzu. Er sei unsicher, ob er die geeignete Person sei, hier um Vergebung zu bitten; aber die Kirche müsse "immer tolerant" sein und der Versuchung widerstehen, sich praktisch in einen Staat zu verwandeln, der seine Feinde verfolge. Papst Johannes Paul II. hatte im Hinblick auf das Jahr 2000 die Kirche zu einer Gewissenserforschung über Fehler und Versäumnisse der Vergangenheit aufgerufen. Wissenschaftler arbeiten zu diesem Zweck bestimmte historische Themen wie die Inquisition und den Antisemitismus erneut auf.
US-Senatsausschuß hört Adventisten an
Washington, D. C./USA, 12.11.1997/APD Der Ausschuß für Arbeit des US-Senats befaßte sich Ende Oktober mit einer Gesetzesvorlage, die Arbeitnehmern ermöglichen soll, ihre religiösen Ruhetage zu feiern. Als Betroffener wurde der Siebenten-Tags-Adventist Aston Beadle, ein ehemaliger Polizeibeamter, angehört, der schilderte, wie er wegen seiner Weigerung am Samstag, dem biblischen Sabbat, zu arbeiten, entlassen wurde. Sein Angebot, statt dessen am Sonntag Dienst zu leisten, änderte an der Kündigung nichts. Er bat den Senatsausschuß die Annahme der Gesetzesvorlage zu befürworten, auch wenn solch ein Gesetz für ihn zu spät komme, da er sich inzwischen beruflich anders orientieren mußte.
Erfolgreiche Fernsehevangelisation in Peru
Lima/Peru, 12.11.1997/APD 5 000 Menschen schlossen sich nach einer Fernsehevangelisation in Peru den Siebenten-Tags-Adventisten an. Die Freikirche mietete bei einer landesweit zu empfangenden Gesellschaft Sendezeiten und ließ ab Mitte August acht Wochen lang jeden Morgen um 6.30 Uhr das Bibelseminar eines einheimischen Pastors ausstrahlen. Örtliche Adventgemeinden richteten zahlreiche Gesprächsgruppen ein, um das Gesehene zu vertiefen. Etwa 200 000 Menschen forderten das Seminarmaterial an. Der Vorsteher der peruanischen Adventisten, Pastor Raul Gomez (Lima), rechnet damit, daß sich bis Jahresende weitere 10 000 Seminarteilnehmer der Freikirche anschließen. Die Sendekosten betrugen pro Woche 6 800 Mark. In Peru gibt es 370 000 Siebenten-Tags-Adventisten in etwa 1 100 Gemeinden.
2 700 neue Kirchen in Afrika
Silver Spring, Maryland/USA, 12.11.1997/APD Über 2 700 Kirchen, die mehr als einer Million Menschen Platz bieten, bauten die Siebenten-Tags-Adventisten seit 1994 in Afrika. Einheimischen Christen errichteten die Gebäude und stellten auch Grundstück und Baumaterial zur Verfügung. Nur die Wellblechdächer, von denen jedes rund 2 400 Mark kostete, mußten importiert werden. Dafür spendeten Adventisten aus aller Welt. Durch die rapide Zunahme der evangelischen Freikirche werden in Afrika 3 270 weitere Kirchen und 604 neue Schulen benötigt. Etwa 30 Prozent der weltweit 9,5 Millionen Adventisten leben auf dem Schwarzen Kontinent.
Wahlen in Uganda wegen Adventisten verlegt
Kampala/Uganda, 12.11.1997/APD Auf Bitte der Siebenten-Tags-Adventisten fanden die Gemeinde- und Landratswahlen in 45 000 Dörfern, 5 000 Städten, 900 Bezirken und 170 Landkreisen Ugandas nicht an den beiden ersten Samstagen im November statt, sondern wurden auf Donnerstag, den 6. und 13. November verlegt. Die evangelische Freikirche feiert den biblischen Sabbat (Samstag), so daß sich ihre Mitglieder nicht an den Wahlen beteiligen wollten. In Uganda leben zwar nur 100 000 erwachsene getaufte Adventisten, doch betrachtet sich etwa eine Million Menschen dieser Freikirche zugehörig. Von den 18 Millionen Einwohnern waren neun Millionen wahlberechtigt.
Größte adventistische Universität 50 Jahre alt
Seoul/Südkorea, 12.11.1997/APD Das 50jährige Jubiläum feierte die Sahmyook Universität als größte der weltweit 87 Hochschulen der Siebenten-Tags-Adventisten. Sie wurde ursprünglich 1917 im heutigen Nordkorea als theologisches Seminar gegründet und befindet sich seit 1947 in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. An ihr sind 3 600 Studenten eingeschrieben, die unter anderem Theologie, Religionspädagogik, Pharmazeutik und Chemie belegt haben.
Bibelvorträge per Satellit von Brasilien in die USA
Silver Spring, Maryland/USA, 12.11.1997/APD Die Bibelvorträge des adventistischen Evangelisten Alejandro Bullon vom 8. bis 15. November in Rio de Janeiro/Brasilien werden per Satellit in über 500 lateinamerikanische Gemeinden der Siebenten-Tags-Adventisten in den USA übertragen.
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