| APD |
| AWW - Advent-Wohlfahrtswerk |
Die Arbeit des Advent-Wohlfahrtswerkes e.V. (AWW) als Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten reicht bis in das Jahr 1897 zurück. Sie hat das Ziel, wirksame Hilfe im Alltag zu leisten. Im letzten Jahr betreuten die Ortsgruppen des AWW in Deutschland über 40 000 bedürftige Menschen. Seit 1928 ist das AWW Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV).
Anschrift: Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Postfach 42 60, 73745 Ostfildern, Telefon (0711) 4 48 19-55/56, Telefax (0711) 4 48 19-60, E-Mail 102555.726@compuserve.com.
Wohlfahrtsbriefmarken mit Wasser- und Windmühlen
Ostfildern b. Stuttgart, 23.10.1997/APD Seit 9. Oktober ist sie zu haben, die neue Wohl-fahrtsbriefmarkenserie zum Thema "Wasser- und Windmühlen" mit den einzelnen Postwertzeichen von 100, 110 und 220 Pfennig. Die 110-Pfennig-Marke hat drei verschiedene Motive. Alle fünf Werte gibt es auch als Ersttagsbrief. Am 6. November erscheinen die beiden Weihnachtsmarken nach Bildern von Lukas Cranach dem Älteren und Albrecht Dürer mit den Wertstufen 100 und 110 Pfennig sowie ein Weihnachtsbriefmarken-Ersttagsbrief. Der 50prozentige Aufschlag - bei der 220-Pfennig-Marke sind es nur 80 Pfennige - finanziert die Kinder- und Jugend-hilfe, unterstützt Alten- und Behindertenbetreuung und leistet Familien- und Gesundheitshilfe. Die Briefmarken sind bei allen Postämtern, Vertriebsstellen der Mitgliederorganisationen der Freien Wohlfahrtspflege sowie beim Advent-Wohlfahrtswerk, Postfach 42 60, 73745 Ostfildern, erhältlich.
| Bibel |
Neuer Generalsekretär für Weltbund der Bibelgesellschaften
Stuttgart, 23.10.1997/APD Der Weltbund der Bibelgesellschaften mit Sitz in Reading/Großbritannien, hat Pfarrer Fergus Macdonald zu seinem neuen Generalsekretär ernannt. Der 61jährige bisherige Generalsekretär der Schottischen Bibelgesellschaft wird zum 1. Mai 1998 John D. Erickson ablösen, der in den Ruhestand geht. Der Weltbund der Bibelgesellschaften ist ein Zusammenschluß von 135 nationalen Bibelgesellschaften in über 200 Ländern. Seine Aufgabe ist die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift.
Neues Computer-Bibelquiz der Österreichischen Bibelgesellschaft
Wien/Österreich, 23.10.1997/APD Über eintausend Fragen aus dem Alten und Neuen Testament umfaßt das Computer-Bibelquiz "WiBiQi" der Österreichischen Bibelgesellschaft. Die Fragen beziehen sich auf alle Bücher der Heiligen Schrift. Das Spiel hat drei Schwierigkeitsgrade, für den "Einsteiger" bis hin zum "Schriftgelehrten". Es kann allein gespielt werden und ist auch in der Gemeinde- und Jugendarbeit sowie im Religionsunterricht einsetzbar. Das Quiz, welches ab Windows 3.1 läuft, hat der Linzer evangelische Pfarrer Wilhelm Todter erstellt. Erhältlich ist es zum Preis von 150 Schilling bei der Österreichischen Bibelgesellschaft, Breite Gasse 8, A-1070 Wien.
Beschlagnahmte Bibeln in Usbekistan freigegeben
Stuttgart, 23.10.1997/APD Acht Monate dauerte es, bis der usbekische Zoll 24 960 beschlagnahmte Neue Testamente freigab. Die staatlichen Stellen lenkten aufgrund internationaler kirchlicher und diplomatischer Proteste ein. Wie die Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, mitteilte, verteidigte die Regierung die Beschlagnahmung mit dem Missionsverbot in dem mehrheitlich islamischen Land. Die dortige Bibelgesellschaft argumentierte dagegen, die Schriften seien für die wenigen einheimischen Christen bestimmt. Das Problem schien nicht das Neue Testament zu sein, als vielmehr die hohe Auflage. Die Regierung hatte sich auch schon gegen fundamentalistische islamische Literaturimporte gewandt.
Nach der Bibel leben
Silver Spring, Maryland/USA, 23.10.1997/APD "Die Bibel und keine menschliche Meinung ist Grundlage der Botschaft der Siebenten-Tags-Adventisten", sagte Pastor Robert S. Folkenberg, Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) vor 300 adventistischen Kirchenleitern aus aller Welt in Silver Spring, Maryland/USA. Er wandte sich dagegen, die Heilige Schrift dem menschlichen Vorstellungsvermögen anzupassen. Dies gelte beispielsweise auch für den Schöpfungsbericht. "Ungeachtet mancher Lehrmeinungen glauben wir nach wie vor an eine buchstäbliche Schöpfung in wirklich sieben Tagen mit dem Sabbat als Gedenktag." "Vielleicht wird die Bibel aber auch deswegen kritisiert, weil wir nicht nach ihr gelebt haben", gab Folkenberg zu bedenken. "Wir studieren sie, diskutieren sie, legen sie aus, sprechen über sie, predigen aus ihr, bekämpfen uns gegenseitig mit ihr, zitieren sie, lesen sie, lernen sie auswendig, aber wir praktizieren nicht das, was sie uns sagt."
| Rundfunk / Fernsehen |
"Stimme der Hoffnung" mit neuen Sendezeiten
Darmstadt, 23.10.1997/APD Erhebliche Änderungen nimmt die adventistische "Stimme der Hoffnung", Darmstadt, ab 26. Oktober an ihrem Kurzwellen-Sendeplan vor. Die deutschsprachigen Programme aus dem slowakischen Rimavska Sobota (5940 kHz) kommen dann täglich von 8 bis 8.30 und 16.30 bis 17 Uhr (MEZ). Sie werden jedoch von jeweils 60 auf 30 Minuten halbiert. Ebenfalls nur noch jeweils halbstündig sendet Adventist World Radio (AWR) "Stimme der Hoffnungs"-Programme von 10 bis 10.30 und 13 bis 13.30 Uhr pro Tag über die italienische Kurzwellenstation in Forli (5940 kHz). Der Sendeplan ist auch im Internet unter http://www.stimme-der-hoffnung.de abrufbar.
Baugenehmigung für adventistischen Kurzwellensender in Italien erteilt
Binfield/Großbritannien, 23.10.1997/APD Die Behörden der norditalienischen Region Emilia Romagna mit Sitz in Bologna haben durch eine Bebauungsplanänderung Adventist World Radio (AWR) einen Schritt näher zu einem eigenen leistungsfähigen Kurzwellensender gebracht. Das AWR gehörende 54 Hektar große Gelände in der Nähe von Argenta, zwischen Ferrara und Ravenna gelegen, das bisher nur landwirtschaftlich genutzt werden durfte, kann jetzt auch für "besondere Zwecke" Verwendung finden. Wenn innerhalb von 60 Tagen gegen diesen Beschluß kein Widerspruch aus der Bevölkerung erfolgt, ist er rechtskräftig. AWR-Präsident Don Jacobsen (Silver Spring, Maryland/USA) ist optimistisch, daß im Frühjahr nächsten Jahres mit den Bauarbeiten begonnen werden kann. Bereits 1989 wurden die Siebenten-Tags-Adventisten bei der italienischen Regierung vorstellig, nichtkommerziellen Kurzwellenfunk zu erlauben. Am 4. Oktober 1995 beschloß das Parlament ein Gesetz, das die Vergabe von Kurzwellenlizenzen in Italien regelt. Am 1. Oktober 1996 erteilte das Post- und Telekommunikations-Ministerium Adventist World Radio eine Lizenz. Seit 1985 hat die adventistische Rundfunkmission im norditalienischen Forli lediglich einen kleinen Kurzwellensender mit 2,5 Kilowatt Leistung. 1990 rief die Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten weltweit ihre Gemeinden zu Spenden für einen leistungsfähigeren Sender auf. Die geplante Anlage soll Programme in über 30 Sprachen ausstrahlen und vor allem islamische und hinduistische Länder von Marokko im Westen bis nach Pakistan und Indien im Osten erreichen.
Fernseh- und Radioprogramme weltweit über Satellit
Silver Spring, Maryland/USA, 23.10.1997/APD Die Siebenten-Tags-Adventisten planen im Jahre 1999 24 Stunden am Tag Fernsehsendungen simultan in etwa 40 Sprachen über ein Satellitensystem weltweit ausstrahlen zu können, sagte Generalkonferenz-Präsident Robert S. Folkenberg (Silver Spring, Maryland/USA), der oberste Repräsentant der Freikirche. Dabei soll es sich um evangelistische Programme, Gesundheitssendungen und Schulungen für Gemeindeglieder handeln. Bereits im April diesen Jahres hatte die Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) "Adventist Global Communication Network" (AGCN) gegründet, das für die interkontinentale Nutzung von Satelliten zuständig ist, hierfür die technischen Voraussetzungen schafft und den Gebrauch des Internets koordiniert. Das Satellitensystem soll auch zur weltweiten Übertragung von Radioprogrammen genutzt werden.
| Buchrezensionen |
Helmut Obst, "Die Neuapostolische Kirche - die exklusive Endzeitkirche?", Reihe Apologetische Themen (R.A.T), Band 8, Friedrich Bahn Verlag, Neukirchen-Vluyn, 1996, Paperback, 208 Seiten, 29,80 DM, ISBN 3-7615-4945-8.
Die Neuapostolische Kirche hat sich im 20. Jahrhundert aus kleinsten Anfängen heraus fast über die ganze Welt verbreitet. Sie gehört zu den am schnellsten wachsenden christlichen Gemeinschaften. Ihre Alternativbotschaft an die Weltchristenheit lautet: Das Apostelamt ist nichts Einmalig-Vergangenes. Es gibt heute wieder Apostel. Sie allein garantieren die Existenz der wahren Kirche Jesu Christi. Wo keine Apostel sind, gibt es auch keine Kirche. Der Verfasser fragt nach den Gründen des Erfolges der Neuapostolen. Er versucht aber auch Antwort auf die Fragen zu finden: Wie ist auf den offensichtlichen Erfolg der neuapostolischen Botschaft zu reagieren, und welche Defizite in Glaube, Lehre und Leben signalisiert die Neuapostolische Kirche der Weltchristenheit? Holger Teubert
Professor Obst untersucht sehr ausführlich die Geschichte, Lehre, Ethik und Mission der Neuapostolischen Kirche, die ihre Wurzeln in den Katholisch-Apostolischen Gemeinden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts hat. Diese beriefen in England bis 1835 zwölf Apostel. Sie waren davon überzeugt, daß Jesus Christus noch zu ihren Lebzeiten wiederkommen werde. Doch eine Krise trat ein, als 1855 drei Apostel starben. Die noch verbliebenen gestanden ihren Irrtum ein und weigerten sich Nachfolger zu berufen. Als 1860 nur noch sieben Apostel am Leben waren, kam es zu einer Spaltung, als der deutsche "Engelprophet" Heinrich Geyer neue Apostel berief. Friedrich Krebs wurde durch Einführung des "Stammapostelamtes" zu Pfingsten 1897 zum eigentlichen Gründer der Neuapostolischen Kirche. Unter seinem Nachfolger Hermann Niehaus († 1932) erfolgte der Durchbruch der Bewegung in die breitere Öffentlichkeit. Der weitere Stammapostel Johann Gottfried Bischoff verkündete 1951 im Alter von 80 Jahren, daß er die Wiederkunft Christi noch erleben werde. Diese Prophezeiung führte nicht nur zu Spaltungen, sie erwies sich auch als falsch, denn Bischoff starb 1960, ohne daß Christus gekommen wäre. Doch die Neuapostolen überstanden diese Krise ohne große Einbrüche. Der Nachfolger Ernst Streckeisen († 1978) verlegte den Sitz der Gemeinschaft in die Schweiz. Unter Stammapostel Hans Urwyler († 1994) erlebte die Neuapostolische Kirche ein rasantes Wachstum. Der jetzige Stammapostel Richard Fehr konnte dieses Wachstum sogar noch auf heute weltweit über acht Millionen Mitglieder steigern.
Der Verfasser beantwortet die Frage, warum die Neuapostolen jahrzehntelang am Rande des öffentlichen Interesses standen, obwohl sie sich ständig vergrößerten, nun aber plötzlich Kritik erfahren. Der neuapostolischen Lehre setzt Obst die Botschaft von der Rechtfertigung allein aus dem Glauben und von der Freiheit eines Christenmenschen entgegen. Wir haben hier ein sachliches, faires und allgemein verständlich geschriebenes Werk vor uns, das Positives anerkennt, aber auch deutlich macht, wo die Neuapostolische Kirche eben nicht in der Lage ist, auf kritische Fragen eine biblisch begründete Antwort zu geben.
| © APD | Geändert am: 22.10.1997 |
URL dieser Seite:
http://adventisten.de/oktober/aww.html
Webmaster Jan Prieser, St. Augustin, Mitglied im st@online
e. V.