APD
Deutschland
Adventistisches Schulzentrum mit 648 Schülern
Darmstadt, 23.09.1997/APD 648 Schülerinnen und Schüler besuchen im neuen Schuljahr das adventistische Schulzentrum Marienhöhe/Darmstadt. Damit erhöhte sich die Schülerzahl gegenüber dem Vorjahr leicht um 18, so Geschäftsführer Peter Hertwig. Neben 551 Gymnasiasten und Kollegiaten sind 91 an der Realschule eingeschrieben. Dazu kommen sechs ausländische Schüler, die den Deutschkurs belegt haben. Das Schuljahrsmotto lautet diesmal "Vertrauen ist besser!" In einer Zeit des Mißtrauens, der Resignation und Angst gelte es Zeichen zu setzen, so Hertwig.
Nur 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler stammen aus adventistischen Familien. 80 wohnen im Internat. An der Bildungsstätte unterrichten 57 Lehrkräfte, wovon 39 zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehören. 15 Angestellte sind in den Internaten tätig, 13 in der Verwaltung sowie 12 in der Küche und bei der Instandhaltung. Die Marienhöhe erfreut sich laut Hertwig "nach wie vor der Wertschätzung durch die Darmstädter Bevölkerung".
Neue adventistische Bekenntnisschule in Bruchsal
Ostfildern, 23.09.1997/APD Eine neue Grundschule haben die Siebenten-Tags-Adventisten in Bruchsal eröffnet. Die "Adventistische Bekenntnisschule" hat zur Zeit sieben Schüler, die von der Pädagogin Bettina Kobialka unterrichtet werden. Die Einrichtung ist im Zentrum der Adventgemeinde, Stadtgrabenstraße 31, untergebracht. Weitere adventistische Grundschulen gibt es in Solingen, Gießen und München. Bildungsstätten der Freikirche sind auch das Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, mit Gymnasium, Kolleg und Realschule sowie 648 Schülern und die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg mit 216 Studenten. Weltweit unterhalten die Siebenten-Tags-Adventisten mit 5 533 Schulen und Hochschulen das zweitgrößte kirchliche Bildungswerk.
100 Jahre Adventgemeinde Bremen
Bremen, 23.09.1997/APD "Die Politik muß eine christliche Basis haben, um aus dem Chaos zu führen das viele Menschen für die Zukunft erwarten", sagte Bausenator Dr. Bernt Schulte (CDU) in seinem Grußwort während des Festakts zur 100-Jahr-Feier der Bremer Adventgemeinde. Der frühere Bürgermeister Hans Koschnik gratulierte der Jubilarin zu "100 Jahre Evangeliumsverkündigung in Bremen". Sie wurde am 6. März 1897 von 15 Adventisten gegründet. 1905 hatte sie bereits 50, 1920 200 und 1942 300 Mitglieder. Am 10. Februar 1951 konnten die Bremer Adventisten ihr eigenes Gemeindezentrum am Osterdeich mit derzeit 270 Glieder und über 80 Kinder beziehen. Eine weitere Adventgemeinde mit 70 Mitgliedern gibt es in Bremen-Vegesack. Die Bremer Adventisten traten immer wieder mit sozialen Aktionen an die Öffentlichkeit. Letztes Jahr verkauften sie Brot für Bosnien zum Bau eines Kindergartens in Mostar. Der Festgottesdienst wurde von Radio Bremen übertragen.
100 Jahre Adventgemeinde Halle
Halle, 23.09.1997/APD Mit einem Festgottesdienst beging die Adventgemeinde Halle ihr einhundertjähriges Jubiläum. Durch öffentliche Bibelvorträge fanden sich 1897 die ersten Gemeindeglieder. Sie wurden damals noch in der Saale getauft. Erst 1917 bekam die Adventgemeinde mit inzwischen 70 Gliedern einen eigenen Pastor. Durch den Bombenangriff auf Halle am 31. März 1945 verlor sie ihren Gemeindesaal. Nach dem 2. Weltkrieg fanden die Gottesdienste in der Friedenskirche der Baptisten statt. Erst im Juni 1956 konnte die Adventgemeinde wieder eigene Räumlichkeiten in der Kleinen Märkerstraße 3 beziehen. Heute hat sie etwa 100 Mitglieder.
75 Jahre Krankenpflegeschule "Waldfriede"
Berlin, 23.09.1997/APD 75 Jahre alt wurde die Krankenpflegeschule "Waldfriede" des gleichnamigen adventistischen Krankenhauses in Berlin-Zehlendorf. In einer Feierstunde berichtete Verwaltungsdirektor Edwin Scharfschwerdt, daß die Siebenten-Tags-Adventisten bereits 1901 ein Sanatorium für 30 Patienten in Friedensau bei Magdeburg eröffneten. Im gleichen Jahr fand dort auch der erste Krankenpflegekurs statt. Das war die Geburtsstunde der Friedensauer Schwesternschaft, dem Berufsverband adventistischer Krankenschwestern. Im April 1920 gründete die Freikirche ihr Berliner Krankenhaus "Waldfriede" mit zunächst 39 Betten. Um auch die Genehmigung für eine Krankenpflegeschule zu erhalten, waren mindestens 100 Betten vorgeschrieben. Die Aufstockung erfolgte innerhalb von zwei Jahren, so daß am 1. Oktober 1922 der erste Kurs mit fünf Schülerinnen und einem Schüler beginnen konnte. Bis heute haben dort über 1 000 Auszubildende das Krankenpflegeexamen erfolgreich abgelegt. Während der Feierstunde wurden elf neue Krankenschwestern und zwei Pfleger des Ausbildungsjahrganges 1994 bis 1997 willkommen geheißen. Die Krankenpflegeschule hat heute 80 Ausbildungsplätze.
Das 230-Betten-Akutkrankenhaus "Waldfriede" umfaßt neben der Krankenpflegeschule ein Gesundheitszentrum und eine Sozialstation. Es wurde im letzten Jahr von der Weltgesundheitsorganisation in das "Netz gesundheitsfördernde Krankenhäuser" aufgenommen. Außerdem ist es Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg. "Waldfriede" gehört zum "Adventist Health Systems" der Freikirche, die weltweit 157 Krankenhäuser und 349 Kliniken mit 3 675 Ärzten und 15 439 Krankenschwestern sowie Pflegern unterhält.
Adventgemeinde Potsdam betreut Tschernobylkinder
Potsdam, 23.09.1997/APD 32 Kinder waren mit sechs Betreuern aus der Region des strahlenverseuchten Tschernobyl im August vier Wochen lang Gast der Adventgemeinde Potsdam. Sie verlebten ihre Ferien in der adventistischen Tagungsstätte "Wachtelburg" bei Werder an der Havel.
Deutsche Baptisten: biblischer "Zehnten" nicht mehr hoch im Kurs
Kassel, 23.09.1997/APD Die weithin als bibeltreu geltenden Mitglieder des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) in Deutschland geben zur Finanzierung ihrer Gemeinden nicht mehr den biblischen "Zehnten" ihres Einkommens. Das ergab kürzlich eine Umfrage der baptistischen Zeitschrift "Die Gemeinde" (Kassel) unter den Gemeindekassierern. Statt dessen habe sich ein Monatsbeitrag von etwa fünf Prozent des Nettoeinkommens eingebürgert. Rentner sind am freigebigsten. Sie spenden durchschnittlich 110 Mark im Monat, gefolgt von den 30- bis 65jährigen, die monatlich 100 Mark auf das Gemeindekonto überweisen. Am knauserigsten sei die jüngere Generation unter 30 Jahren. Sie geben im Durchschnitt 29 Mark. Die 88 000 Mitglieder zählende größte deutsche Freikirche erhebt keine Kirchensteuern, sondern finanziert alle Ausgaben über Spenden und Mitgliederbeiträge.
| © APD | Geändert am: 01.10.1997 |
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