APD
Bibel bleibt Mangelware in China
Basel/Schweiz, 23.09.1997/APD Die meisten chinesischen Christen werden nach Angaben des Religionsstatistikers Dr. David B. Barrett nie eine Bibel besitzen. Seinen Untersuchungen zufolge gibt es in der Volksrepublik China schätzungsweise zwischen 40 Millionen und 60 Millionen Christen, von denen höchstens 20 Millionen eine eigene Bibel besitzen. Vor allem wachse durch Bekehrungen die Zahl der Mitglieder der christlichen Kirchen bis zum Jahr 2000 voraussichtlich auf über 90 Millionen. Demgegenüber, so meldet die evangelische Nachrichtenagentur "idea" (Wetzlar), würden jährlich nur rund 3,5 Millionen neue Bibeln verbreitet, so daß die Zahl der "bibellosen Christen" von gegenwärtig 20 bis 40 Millionen auf 53 Millionen steige.
Vom Bibelmangel seien die staatlich nicht registrierten Hauskirchen besonders betroffen. Die größte Gruppe beschäftige rund 8 000 Evangelisten und 200 Missionare und verzeichne etwa 500 000 Eintritte pro Jahr. Von der offiziellen Bibeldruckerei der "Amity-Stiftung" in Nanjing (Nanking), die im März 1997 die Herstellung der fünfzehnmillionsten Bibel meldete, erhielten die nicht anerkannten Hauskirchen kaum Bibeln. Sie würden dazu von anderen Druckereien und aus dem Ausland nur unzureichend versorgt werden.
"Das Neue Testament in Bildern der National Gallery London"; "Das Alte Testament in Bildern berühmter Galerien"; Reihe: Biblische Geschichte im Spiegel der Kunst, Band 1 u. 2, Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart, 1997, Farbeinband mit Schutzumschlag, jeweils 45 Seiten, je 29,80 DM, ISBN 3-438-04428-5 und ISBN 3-438-04429-3.
Beide Bände enthalten je 17 herrliche Bilder von großen Meistern zu Ereignissen im Alten und Neuen Testament. Beispielsweise die Erschaffung der Welt von Raffael, der Turmbau zu Babel von Pieter Breughel, dem Älteren, Daniel in der Löwengrube von Rubens, Belsazars Gastmahl von Rembrandt, der Fischzug des Petrus von Rubens, Jesus in Gethsemane von Bellini oder der auferstandene Christus mit Maria Magdalena von Tizian. Die Gemälde zeigen, wie intensiv sich die Künstler mit der Bibel befaßten, um deren Aussagen aus dem Blickwinkel ihrer Zeit darzustellen. Zu jeder aufgezeigten Geschichte ist der Bibeltext in der klassischen Übersetzung von Martin Luther zu finden. Die beiden Bände sind nicht nur zum Verschenken gedacht, sie eignen sich auch sehr gut, um durch Bild und Text selbst über biblische Geschehnisse nachzusinnen. Holger Teubert
Quentin J. Schultze, "Internet-Surfkompaß für Christen", R. Brockhaus Verlag, Wuppertal, 1997, Paperback, 174 Seiten, 29,80 DM, ISBN 3-417-36027-7.
Wann gehen die Frommen ins Netz?, fragt der Autor zu Beginn. Doch was haben Christen überhaupt im Internet zu suchen?, werden manche zurückfragen. Dort gibt es ja doch nur Pornographie und Hetzpropaganda! Deshalb beantwortet Quentin J. Schultze zunächst einmal 15 häufig gestellte Fragen zu dieser Thematik. Dabei gelingt es ihm, das Computerkauderwelsch gerade für Laien verständlich zu machen. In den weiteren Kapiteln wird ganz praktisch erläutert, wie man zu einem Internet-Anschluß kommt, im Internet bestimmte Informationsquellen findet und dort seine eigenen Web-Seiten unterbringt. Der Autor erläutert, welchen Nutzen christliche Laien, Pastoren, Kirchengemeinden, christliche Werke und Denominationen von diesem Medium haben. Er befaßt sich aber auch kritisch und zugleich hilfreich mit dem Thema Internet und Familie. Das Buch bietet Einsteigern einen Grundkurs zum Thema Internet. Doch auch Fortgeschrittene können die eine oder andere Anregung erhalten. Holger Teubert
| © APD | Geändert am: 01.10.1997 |
URL dieser Seite:
http://adventisten.de/apd/september/0904.html
Webmaster Martin Haase, Köln, Mitglied im st@online
e. V.