APD


Deutschland


Blindenhörbücherei betreut über 2 000 Sehbehinderte

Darmstadt, 27.04.1998/APD 66 952 Tonbandkassetten hat die Blindenhör-bücherei der "Stimme der Hoffnung", Darmstadt, eine Einrichtung der Sieben-ten-Tags-Adventisten, für 2 037 Sehbehinderte im vergangenen Jahr produ-ziert. Laut Pastor Helmut Kraus, Leiter der Hörbücherei, werden regelmäßig zehn Zeit-schriften und 430 Buchtitel auf Kassette ausgeliehen. Ungeachtet der Zugehö-rigkeit zu einer Kirche oder einem Blinden-verein kann jeder Sehbe-hinderte oder Blinde das Gewünschte kostenlos beziehen. In Zusammenarbeit mit der adventistischen "Stif-tung Blindendienst Basel" ist auch die Zusendung christlicher Literatur in Brail-le-Schrift (Punktschrift) möglich. Gut aufgenommen wurde laut Pastor Kraus die Kassette "Lichtblicke für alle, die immer weniger sehen". Sie wird über Augenärzte an Betroffene weitergegeben und informiert über das vielschichtige Angebot der Blindenhörbücherei.

1997 führte die seit über 30 Jahren bestehende Hörbücherei eine Blindenfreizeit in Braunlage im Harz durch. An ihr nahmen 39 Personen und sieben Betreuer teil. Die nächste Fahrt findet vom 10. bis 24. Juli am Bodensee im katholischen Blindenerholungszentrum Landschlacht/Schweiz statt. Sie ist mit 45 Teilnehmern und acht Betreuern bereits voll ausgebucht. Die Blindenhörbücherei arbeitet mit je einer Voll- und Teilzeitkraft sowie drei ehrenamtlichen Mitarbeitern. Drei Zivildienstleistende kümmern sich um das Kopieren der Kassetten und den Versand, sieben Aushilfskräfte lesen Zeitschriften und Bücher, die digital auf DAT-Kassetten überspielt werden. Das Aufnahmestudio wurde im letzten Jahr komplett modernisiert. Ein Katalog mit allen Angeboten in gedruckter Form, in Brail-le-Schrift, auf Kassette oder Diskette und weitere Informationen sind bei der Blinden-hörbü-cherei der "Stimme der Hoffnung", Am Elfengrund 66, 64297 Darm-stadt, Telefon (06151) 95 44 44, Telefax (06151) 95 44 70, erhältlich. Es kann auch in Punktschrift mit der Hörbücherei korrespondiert werden.



Medizinische Versorgung in neun Fremdsprachen

Berlin, 27.04.1998/APD Erstmals werden in Berlin umfassende medizinische Dienstleistungen in neun Fremdsprachen angeboten. Auf dem Gelände des adventistischen Krankenhauses "Waldfriede" in Zehlendorf, das dem multinationalen Netz gesundheitsfördernder Krankenhäuser der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angehört, wurde eine private Arztpraxis eingerichtet. Sie leistet die medizinische Grundversorgung in den Fachbereichen Gynäkologie, Geburtshilfe, Chirurgie, Handchirurgie, Innere, Allgemeinmedizin, Physio- und Psychotherapie, Anästhesie und Radiologie sowie Gesundheitsförderung. Die Praxis ist in das Zentrum für Gesundheit und Physiotherapie (ZGP) des Krankenhauses integriert.

Das Konzept sieht vor, ausländische Mitbürger und Berlinreisende in deren Muttersprache umfassend und effizient zu versorgen. Durch die Präsenz verschiedener Fachrichtungen "unter einem Dach" sollen Wartezeiten für Patienten und Verzögerungen in der Diagnose und Therapie vermindert werden. Je nach Bedarf kann der niedergelassene Primärarzt die Patienten an zwanzig Ärzte, darunter fünf Chefärzte und Oberärzte, zwei Physiotherapeuten und einen Psychologen sofort und direkt zuweisen. Die Sprachkenntnisse des Teams reichen von Englisch, Spanisch, Russisch und Französisch über Polnisch und Portugiesisch bis Italienisch, Rumänisch und Hebräisch. Weitere Informationen sind unter Telefon (030) 8 18 10-301/302 im ZGP erhältlich.



Adventistisches Bundessängertreffen in Erfurt

Erfurt, 27.04.1998/APD Etwa 350 Teilnehmer werden zum 2. Bundessängertreffen der Siebenten-Tags-Adventisten vom 30. April bis 3. Mai in der Erfurter Lutherkirche erwartet. Nach gemeinsamer Probenarbeit wird am Samstag, dem 2. Mai, um 19.30 Uhr ein Geistliches Chorkonzert mit Werken von Heinrich Schütz, Johann Sebastian Bach und Felix Mendelssohn-Bartholdy unter Mitwirkung eines Blechbläserensembles der Adventgemeinde und des Kammerorchesters der Theologischen Hochschule Friedensau aufgeführt. Ein weiteres Konzert findet am Freitag, dem 1. Mai, um 20 Uhr statt. Auf dem Programm steht das Oratorium "Die letzten Dinge" von Louis Spohr mit dem Landeschor der Adventgemeinden in Sachsen-Anhalt und Thüringen, dem Philharmonischen Orchester Erfurt und den Gesangssolisten Gertrud Günther (Sopran), Annette Reinhold (Alt), Matthias Bleidorn (Tenor) und Hermann Christian Polster (Baß). Das 1. Bundessängertreffen der Adventisten fand 1992 in Nürnberg statt.



Herausforderung durch Sekten nicht unterschätzen

Berlin, 27.04.1998/APD Die Mitgliederentwicklung der traditionellen Sekten und Sondergemeinschaften stagniert in Deutschland weitgehend. Dagegen haben die "esoterischen und alternativ-religiösen Strömungen des Zeitgeistes" wachsenden Zulauf. Dies berichtet die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Berlin, in der April-Ausgabe ihrer Zeitschrift "Materialdienst". Die Stagnation sollte jedoch laut EZW nicht dazu verführen, die Herausforderungen des christlichen Glaubens durch die traditionellen Sondergemeinschaften zu unterschätzen. Die Zahlen befänden sich immer noch auf hohem Niveau. So hätten die beiden größten in Deutschland vertretenen Sekten, die Neuapostolische Kirche mit 400 000 und die Zeugen Jehovas mit 166 000, zusammen fast so viele Mitglieder wie die CDU (636 000). Vergleicht man dagegen das immerhin im Bundestag mit Fraktionsstatus vertretene Bündnis 90/Die Grünen (49 000 Mitglieder) mit den Zeugen Jehovas, kommen rein rechnerisch auf einen Grünen drei bis vier "Zeugen". Einen leichten Mitgliederanstieg verzeichnen laut EZW die Mormonen (36 000), die Christengemeinschaft (10 000), die Internationale Gesellschaft für Krishna-Bewußtsein ISKCON (5 000) und die Gralsbewegung (2 900).

Im "Materialdienst" sind auch die Freikirchen zu finden, deren Mitgliederzahlen jedoch deutlich unter denen der beiden größten Sekten liegen. Die größte Freikirche ist der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden) mit etwa 87 000 Mitgliedern. Es folgen in der Aufstellung der EZW die Evangelisch-methodistische Kirche (66 000), die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (40 000), die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten (35 500), die Herrnhuter Brüdergemeine (7 200) und die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden (6 500). Veröffentlichungen der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) sind auch im Internet unter der Adresse http://www.ekd.de/ezw/ftexte/index.html zu finden.



Ehe und Familie Thema der "Woche für das Leben"

Bonn/Hannover, 27.04.1998/APD "Worauf du dich verlassen kannst: miteinander leben in Ehe und Familie". Unter diesem Motto stehen vom 10. bis 16. Mai die diesjährigen Veranstaltungen der "Woche des Lebens". Diese Aktion zum Schutz menschlichen Lebens findet seit 1994 in der gemeinsamen Trägerschaft der katholischen Deutschen Bischofskonferenz und des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) statt. Mit der "Woche für das Leben" 1998 werben die Kirchen für das verbindliche Miteinander in Ehe und Familie und fordern "energische politische Schritte zur Förderung der Familie". Vor allem sollten junge Menschen erkennen, wie sinnvoll ein Leben in verbindlichen Beziehungen und mit Kindern sei.



"Brot für die Welt" läßt Minen räumen

Stuttgart, 27.04.1998/APD 36,4 Millionen Mark stellt die Aktion "Brot für die Welt" für 52 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika zur Verfügung. In Uganda erhalten beispielsweise Behinderte eine Berufsausbildung, um ihren Lebensunterhalt bestreiten zu können. In Senegal soll ein landwirtschaftliches Zentrum entstehen, in dem in vier Gruppen behinderte und nichtbehinderte Jugendliche Kenntnisse in Tierhaltung und Gemüseanbau erwerben, aber auch Vermarktungsstrategien erlernen. In Argentinien unterstützt "Brot für die Welt" eine kirchliche Menschenrechtsorganisation. Ein Minenräumprojekt in Angola wird mit einer Million Mark gefördert. Dort wurden bisher über 70 000 Menschen durch Minen getötet oder verstümmelt, in der Mehrzahl Frauen und Kinder beim Bestellen der Felder oder beim Brennholzsammeln. Bestandteil des Projekts ist nicht nur die Ausbildung und Ausrüstung eines Räumungsteams, das vor allem aus örtlichen Mitarbeitern besteht. Großen Wert wird auch auf die Information der Bevölkerung über Vorsichtsmaßnahmen und Verhaltensregeln bei Unfällen gelegt. Die sorgfältige Entminung in der angolanischen Provinz Moxico ist die Voraussetzung dafür, daß etwa 68 000 Menschen wieder sicheren Zugang zu ihren Feldern und Dörfern erhalten und 7 000 Flüchtlinge in ihre Heimat zurückkehren können.





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© APD Geändert am: 27.04.98