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Deutschland


"Waldfriede" jetzt Lehrkrankenhaus

Berlin, 31.08.1998/APD Das adventistische Krankenhaus "Waldfriede" in Berlin-Zehlendorf ist seit August Akademisches Lehrkrankenhaus der Freien Universität Berlin. Es beteiligt sich in Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Benjamin Franklin an der praktischen Ausbildung von Studenten im letzten Jahr ihres Medizinstudiums durch Bereitstellung von Ausbildungsplätzen in den Fachabteilungen Anästhesie, Gynäkologie, Geburtshilfe und der Inneren Medizin. Das Universitätsklinikum erteilte den an der Ausbildung beteiligten Ärztinnen und Ärzten den Lehrauftrag für ihr jeweiliges Fachgebiet.

Das 230-Betten-Akutkrankenhaus "Waldfriede" wurde 1920 gegründet. Es versorgt jährlich 5 500 Patienten stationär und 3 500 ambulant. Es umfaßt neben einer Krankenpflegeschule ein Gesundheitszentrum und eine Sozialstation. "Waldfriede" gehört zum "Netz gesundheitsfördernder Krankenhäuser" der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es ist Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg und Teil des "Adventist Health Systems" der weltweiten Freikirche, die insgesamt 161 Krankenhäuser und 313 Kliniken mit 3 675 Ärzten, 62 361 Krankenschwestern, Pflegern und sonstigem Personal unterhält.



Leitungswechsel auf der Marienhöhe

Darmstadt, 31.08.1998/APD Einen Führungswechsel gab es am adventistischen Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt. Der Leiter des Gymnasiums und der Realschule, Dr. Lothar E. Träder, trat in den Ruhestand; Ulrike Pelczar übernahm seine Nachfolge. Träder war dort 44 Jahre Lehrer für Deutsch, Geschichte und Religion und die letzten sieben Jahre Schulleiter. Er lehrte auch Homiletik (Predigtlehre) und Kirchengeschichte am Theologischen Seminar Marienhöhe, das 1994 aufgelöst wurde. Seitdem werden adventistische Pastoren in Deutschland nur noch an der Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg ausgebildet. Ulrike Pelczar unterrichtet seit zwölf Jahren Deutsch und Geschichte am Schulzentrum Marienhöhe. Im letzten Schuljahr besuchten 625 Schülerinnen und Schüler die adventistische Bildungsstätte, deren Lehrkörper 57 Pädagogen umfaßt. Laut Geschäftsführer Peter Hertwig lassen die Neuanmeldungen für 1998/99 auf eine stabile Schülerzahl schließen.



"OnLine mit Gott"

Ostfildern bei Stuttgart, 31.08.1998/APD Zur weltweiten Satellitenübertragung "OnLine mit Gott - Die Freundschaft hält" laden die Siebenten-Tags-Adventisten ab Samstag, 10. Oktober, an 365 Orten im deutschsprachigen Raum ein. Pastor Dwight K. Nelson, Seelsorger der Pioneer Memorial Church in Berrien Springs, Michigan, USA, spricht bis 15. November fünfmal in der Woche Fragen an, die an der Schwelle zu einem neuen Jahrtausend gestellt werden. Gegenwartsnahe Antworten findet er dabei in der Bibel. Die von Pastor Nelson vor 3 000 Zuhörern auf dem Campus der Andrews Universität in Michigan gehaltenen Vorträge werden simultan ins Deutsche sowie 40 weitere Sprachen übersetzt und per Satellit weltweit an etwa 6 000 Orte übertragen.



Ein Leben für Waisenkinder

Bad Aibling, 31.08.1998/APD Das Lebenswerk von Erna Krüger würdigte in einem Festgottesdienst in der oberbayerischen Adventgemeinde Bad Aibling Dr. Enrique Becerra, Silver Spring, Maryland/USA, stellvertretender Direktor für Ausbildung der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten. Die heute 91jährige leitete über 40 Jahre ein Waisenhaus in Kairo. Die ausgebildete Krankenschwester kam 1932 mit ihrem Mann, dem adventistischen Missionar Emil Gustav Krüger, nach Ägypten. Nach zwei Jahren starb dort ihr Mann und wenig später auch ihr erst sechs Monate alter Sohn. Erna Krüger blieb in Ägypten, wo sie zunächst als Krankenschwester in Privathaushalten tätig war. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm sie in Kairo die Leitung des von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten 1946 gegründeten Waisenhauses. Nach ihren Aussagen war es in einer von Männern dominierten Welt nicht einfach, anfangs 17 und später über 40 Waisenkinder "über die Runden" zu bringen. Nach dem Sechstagekrieg (1967) kamen weitere elternlose Kinder hinzu. Als dem Waisenhaus eine Grundschule angegliedert wurde, durfte Erna Krüger erleben, daß es sich bei den Lehrern überwiegend um ehemalige Heimbewohner handelte. Viele "ihrer" Kinder wurden Krankenschwestern, Lehrerinnen, Lehrer, Dolmetscher, Verwaltungsbeamte oder Pastoren. 1980 erhielt Erna Krüger das Bundesverdienstkreuz. Bis zu ihrem 80. Lebensjahr stand sie dem Waisenhaus vor. Als sie sich 1988 entschloß, von Kairo nach Bad Aibling in das adventistische Altenheim "Haus Wittelsbach" umzuziehen, gründete sie zum Abschied mit ihren Ersparnissen noch eine Mädchenschule in Ägypten. Nach wie vor steht sie mit vielen ihrer ehemaligen Waisenkinder, die heute in den verschiedensten Teilen der Welt leben, in Verbindung.





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© APD Geändert am: 31.08.98