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26 Millionen Mark für Baumaßnahmen in Ostdeutschland
Hannover, 17.12.1998/APD Seit 1992 hat die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten über 26 Millionen Mark für Neu- und Umbaumaßnahmen sowie die Instandhaltung von Gemeindezentren und Wohnungen in den neuen Bundesländern ausgegeben. Dies geht aus einem Rechenschaftsbericht der Grundstücksverwal-tung des Norddeutschen Verbandes der evangelischen Freikirche hervor. Neue Gemeindezentren entstanden 1993 in Freiberg/Sachsen, 1994 in Mittweida, Stralsund und Wurzen, 1995 in Greifswald, 1996 in Zeitz, Eberswalde-Finow, Luckenwalde und Fürstenwalde, 1997 in Thalheim und Kamenz, 1998 in Dresden-West und Quedlinburg. Im nächsten Jahr werden das neue Gemeindezentrum in Chemnitz und der Umbau in Wittenberge fertiggestellt.
Neuer Regierungspräsident von Magdeburg ein Adventist
Magdeburg, 17.12.1998/APD Neuer Regierungspräsident von Magdeburg ist Gerhard Miesterfeld (SPD). Der 44jährige bisherige Landrat des Landkreises Stendal tritt die Nachfolge von Wolfgang Böhm (FDP) an, der nach Halle wechselte, um dort die gleiche Funktion zu übernehmen. Miesterfeld wurde 1954 in Freiberg/Sachsen geboren. Nach dem Abitur mit Berufsausbildung zum Agrotech-niker studierte er von 1974 bis 1979 in Friedensau bei Magdeburg am Theologi-schen Seminar der Siebenten-Tags-Adventisten. Anschließend war er als ad-ventistischer Pastor in Bad Muskau in der Lausitz und später in Zeitz tätig. 1984 ging er zur Diakonischen Einrichtung Wilhelmshof bei Stendal, wo er als Heimvater für geistig Behinderte arbeitete. 1990 wurde Miesterfeld zum stell-vertretenden Landrat und 1994 zum Landrat von Stendal gewählt. Der SPD-Poli-tiker ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Für den früheren Pastor gehört die morgendliche Lektüre der Bibel zum festen Tagesablauf. Miesterfeld ist Mitglied der adventistischen Gemeinde Stendal.
Evangelische Kirche verlor mehr Mitglieder als die Freikirchen
Wetzlar, 17.12.1998/APD Vom Mitgliederschwund sind die evangelischen Freikirchen weniger stark betroffen als die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Nach Angaben des Informationsdienstes der Evangelischen Allianz (idea) ging die evangelische Kirche von 1985 bis 1997 um 9,3 Prozent von 30,2 Mil-lionen auf 27,4 Millionen zurück. Die fünf größten Freikirchen büßten zu-sammen nur 2,3 Prozent ein. Der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (Baptisten- und Brüdergemeinden), die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK), die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK), die Gemein-schaft der Siebenten-Tags-Adventisten und der Bund Freier evangelischer Gemeinden (FeG) haben insgesamt rund 232 000 Mitglieder. Zwei Freikirchen verzeichneten Zuwachs. Der FeG wuchs um 21,6 Prozent auf 31 000 Mitglieder, die Adventisten um 3,2 Prozent von 34 381 auf 35 479. Die SELK ging um 4,2 Prozent auf 39 200 zurück, und der Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden verlor 2,4 Prozent (87 300). Den stärksten Rückgang mit 17,2 Prozent ver-zeichneten die Methodisten, die gegenwärtig 39 100 Mitglieder ohne "Kirchenangehörige" zählen. Der Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden wurde nicht berücksichtigt, da für ihn keine Zahlen für 1985 und 1997 vorliegen. Seine Mitgliederzahl stieg von 1990 bis 1996 vor allem aufgrund von Zusammen-schlüssen und Gemeindeaufnahmen von 20 078 auf 29 509, was einem Zuwachs von 47 Prozent entspricht.
Vereinigung Evangelischer Freikirchen nimmt "Gemeinde Gottes" auf
Bad Blankenburg, 17.12.1998/APD Das Präsidium der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat während seiner Sitzung in Bad Blankenburg den "Frei-kirchlichen Bund der Gemeinde Gottes" (Fritzlar) als Gastmitglied aufgenom-men. Zu dieser der Heiligungsbewegung des 19. Jahrhunderts entstammenden Freikirche gehören in Deutschland 35 Gemeinden mit rund 3 500 Gottesdienst-besuchern. Sie führt aus Glaubensgründen keine Mitgliederlisten und prakti-ziert als Besonderheit die Fußwaschung beim Abendmahl. Die gleichnamige pfingstkirchlich geprägte "Gemeinde Gottes" mit Sitz in Urbach ist Beobachter in der VEF. Nicht entschieden wurde der Antrag der "Gemeinde der Christen - Ecclesia" auf Gaststatus in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen. Die rund 3 000 Mitglieder zählende Freikirche steht auch mit dem Bund Freikirchlicher Pfingstgemeinden (BFP) in Verhandlungen über eine Mitgliedschaft. Sollte dort eine Aufnahme erfolgen, wären die Ecclesia-Gemeinden automatisch über den BFP Gastmitglied in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen. Zur VEF gehören jetzt elf Freikirchen mit rund 250 000 Mitgliedern, darunter auch die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten als Gastkirche.
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