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Deutschland


32 Absolventen an der Theologischen Hochschule Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 29.07.1998/APD 32 Kandidaten beendeten erfolgreich ihr Studium an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg. Der Dekan des Fachbereichs Theologie, Dr. Johann Gerhardt, verabschiedete neun neue Diplom-Theologen und einen "Magister Theologiae". "Menschen sein, an denen sich andere orientieren können", so lautete sein Rat an die angehenden Pastoren und Pastorinnen bei der Graduierungsfeier. Einer von ihnen, Alberto Mambranca, kehrt in sein Heimatland Mosambik zurück, um dort als Theologiedozent zu arbeiten. Professor Dr. Winfried Noack, Prodekan im Fachbereich Christliches Sozialwesen, überreichte fünfmal die Urkunden des Diplom-Sozialarbeiters. Er wünschte den Diplomanden viel Mut, für die Schwachen einzutreten. Gerade in einer Gesellschaft, die besonders in der Sozialgesetzgebung von Verordnungen und Bestimmungen geprägt sei, dürfe der Aspekt der Menschlichkeit und Wärme nicht verlorengehen. Das Institut für Kirchenmusik unter Leitung von Professor Wolfgang Kabus konnte zwei Studenten mit entsprechenden Abschlüssen entlassen. Eine von ihnen ist Suzana Anderson aus Tansania, die die in Friedensau erworbenen musikalischen Kenntnisse in ihrer Heimat weitergeben wird. 15 adventistische Pastoren und Pastorinnen aus fast allen Bundesländern hatten in den letzten vier Jahren neben ihrer Arbeit ein Aufbaustudium absolviert und bekamen vom Rektor der Hochschule, Professor Dr. Udo Worschech, ebenfalls ihre Urkunden als Diplom-Theologen überreicht.

Die Festrede hielt der frühere Kirchenpräsident der Evangelischen Landeskirche Anhalts, Dr. Eberhard Natho (Halle). Er hob die Bedeutung der Friedensauer Ausbildungsstätte für das Land Sachsen-Anhalt hervor, die im nächsten Jahr ihr 100jähriges Bestehen feiert: "Friedensau ist ein besonderer Ort." Natho ermutigte die Absolventen: "Gehen Sie an Ihrem zukünftigen Wirkungsort auf die Menschen zu, geben Sie Auskunft über Ihren Glauben, wo Sie auch sind."

Während der Graduierungsfeier wurde Karin Straube, seit 17 Jahren Dozentin für Deutsch, in den Ruhestand verabschiedet. Ausländische Studenten erlernen vor ihrem eigentlichen Studium in Friedensau in einem Jahr die deutsche Sprache. Dabei werden sie trotz unterschiedlicher Muttersprache, wie beispielsweise Englisch, Russisch, Portugiesisch, Rumänisch oder Bulgarisch, gemeinsam unterrichtet. Nach dem Schlüssel ihres Erfolges gefragt und wie sie sich im Unterricht mit den einzelnen verständigen konnte, antwortete Straube: "Ich habe einfach die Sprache meiner Schüler gelernt."



Friedensau unterstützt private Hochschule für Rußlanddeutsche

Friedensau bei Magdeburg, 29.07.1998/APD Das Russisch-Deutsche Haus in Nowosibirsk (Sibirien) plant unter Leitung von Alexander A. Winter, Vorsitzender des Autonomierates der Rußlanddeutschen, und in Zusammenarbeit mit Professor Dr. Eugen E. Kazakow von der dortigen Universität den Aufbau einer staatlich anerkannten privaten Hochschule für Rußlanddeutsche. Dies wäre die erste derartige Institution in der Russischen Föderation. Sie soll die beruflichen Chancen der russischen und rußlanddeutschen Studenten in Sibirien durch international anerkannte Abschlüsse verbessern. Zum Aufbau des Curriculums (Lehrplans) wandte sich Professor Kazakow an die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg um Hilfe. Die adventistische Bildungsstätte könne aufgrund ihres speziellen Studienangebotes, ihres familiären und zugleich internationalen Gepräges passende Hilfestellung leisten. Auch mit anderen deutschen Universitäten werde der Kontakt gesucht. Erste Planungsgespräche führte kürzlich Dr. Daniel Heinz, Dozent in Friedensau, mit Winter und Kazakow in Nowosibirsk. Der Lehrbetrieb könnte bereits im Herbst diesen Jahres beginnen. Professor Dr. Udo Worschech, Rektor der Theologischen Hochschule Friedensau, wird bei dieser Gelegenheit einen Intensivkurs zum Thema "Bibel und Archäologie" halten. Die Stadtverwaltung von Nowosibirsk stellt für den Hochschulbetrieb die Räumlichkeiten zur Verfügung. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland bemüht sich derzeit um eine Kücheneinrichtung, damit die Studenten der Hochschule in einer kleinen Mensa kostengünstig verpflegt werden können.



Erfolgreicher Abschluß am adventistischen Schulzentrum Marienhöhe

Darmstadt, 29.07.1998/APD 70 von 71 Gymnasiasten des adventistischen Schulzentrums Marienhöhe, Darmstadt, legten das Abitur ab und 24 erreichten den Realschulabschluß. Von den 625 Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums und der Realschule stammen nur 156 aus adventistischen Familien. Sie werden von 57 Lehrkräften unterrichtet, wovon 39 zur Freikirche der Sie-benten-Tags-Adventisten gehören. Informationen über das Schulzentrum gibt es auch unter http://www.marienhoehe.de im Internet.



Adventistisches Missionscamp bei Magdeburg

Friedensau bei Magdeburg, 29.07.1998/APD Ihr 5. Missionscamp führt die Freikirche der deutschen Siebenten-Tags-Adventisten vom 4. bis 9. August in Friedensau bei Magdeburg durch. In 19 Workshops geht es um Themen, wie "Missionarische Chancen im Internet", "Kommunikation in Familie, am Arbeitsplatz und in der Gesellschaft", "Bedürfnisorientierte Hauskreise und Aktionsgruppen", "Mit säkularen Menschen die Bibel lesen", "Missionarische Gottesdienste, die Spaß machen", "Kinderdiakonie und Religionsunterricht", "Jugendarbeit", "Gesprächskreise und Begegnungstage für Frauen", "Europa im Wandel", "Ortsgemeinde und Weltmission", "Soziale Arbeit und Hilfe in Krisengebieten der Erde". Die über 700 Dauerteilnehmer übernachten vorwiegend in Zelten und Wohnwagen. Ein 1 100-Personen-Zelt steht für Gottesdienste und Vorträge zur Verfügung.



Kein ausländerfeindlicher Wahlkampf

Frankfurt/Main, 29.07.1998/APD Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) zu der neben der evangelischen und römisch-katholischen Kirche weitere 16 Kirchen, darunter auch die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, als Mitglieder oder Gäste gehören, hat in einem offenen Brief an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages und die in ihm vertretenen Parteien ihre Sorge über die zunehmende Ausländerfeindlichkeit zum Ausdruck gebracht. Die Politiker werden aufgefordert, "der Versuchung zu widerstehen, die Fragen der ausländischen Mitmenschen in negativer Weise zum Thema ihres Wahlkampfes zu machen". Zwar müßten die Sorgen der Menschen ernst genommen und Ängste abgebaut werden, doch sollte Raum für das Gespräch zwischen den verschiedenen Standpunkten bleiben. Die Parteien sollten trotz politischer Sachzwänge, Opportunität und Eigeninteressen "Anwälte der Menschlichkeit" sein. Die ACK erinnerte an ihr im Juni 1997 veröffentlichtes "Gemeinsames Wort zu den Herausforderungen durch Migration und Flucht". Darin wird betont, daß der Einsatz für Menschenwürde, Menschenrechte, Gerechtigkeit und Solidarität zum Selbstverständnis der Kirchen gehöre, da Gott auf seiten der Schwachen und Hilfsbedürftigen stehe. Die schwindende Bereitschaft zu einem menschlichen Umgang mit ausländischen Mitbürgern, Flüchtlingen und Asylsuchende, sowie die wachsende Gewaltbereitschaft gegen sie, mißachte jedoch die Menschenwürde und Gleichberechtigung.



Nordkorea braucht weiterhin Hilfe

Stuttgart, 29.07.1998/APD "Die Lage in unserem Land ist nach wie vor außerordentlich ernst, viele hungern. Insbesondere Kinder und alte Menschen leiden sehr unter der gegenwärtig schwierigen Versorgungslage mit Nahrungsmitteln", sagte Jong Yun Hyong, nordkoreanischer Botschaftsrat in Wien, anläßlich eines Besuches bei der Katastrophenhilfe des Diakonisches Werkes der Evangelischen Kirche in Stuttgart. Seit 1994 wird Nordkorea von Naturkatastrophen, wie Hagelschlägen, Überschwemmungen und Dürre heimgesucht, was zur Zerstörung von Ackerland und zu gravierenden Ernteverlusten führte. Jong versicherte, daß Vertreter von Hilfsorganisationen die Möglichkeit hätten, sich im Land einen eigenen Eindruck von der schwierigen Lage zu verschaffen. Die Katastrophenhilfe des Diakonischen Werkes hat zusammen mit anderen evangelischen Hilfswerken in Europa und den USA bis heute Getreide, Salz, Plastikplanen, Babynahrung, Medikamente und Düngemittel im Gesamtwert von 8,5 Millionen Mark nach Nordkorea gebracht. Auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten engagiert sich für die Hungernden. Ihre Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA stellte dem kommunistischen Land bisher Hilfsgüter im Gesamtwert von 7,7 Millionen Mark zur Verfügung.



Freikirchliche Bank fördert missionarische Arbeit

Bad Homburg, 29.07.1998/APD Mit Krediten in Höhe von 30,1 Millionen Mark hat die Spar- und Kreditbank Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (SKB) in Bad Homburg im vergangenen Jahr die missionarische Arbeit von 72 Gemeinden der Freikirche unterstützt. Die Gelder wurden vor allem für den Bau und Umbau von Gemeindezentren bewilligt, sagte SKB-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Klotz bei der Generalversammlung der Bank in Friedrichsdorf. Neue Gemeindezentren stünden dabei immer auch für neue Möglichkeiten der Missionsarbeit. Insgesamt erhöhte sich der Ausleihungsstand bei den Krediten um 14,6 Prozent auf 95,8 Millionen Mark. Klotz erläuterte, daß für die Gemeinden der Freikirche das Geld zum Bauen mit einem derzeitigen Zinssatz von fünf Prozent noch nie so günstig gewesen sei. Allerdings können nur Gemeinden und Werke der Freikirche Kredite bei der SKB bekommen. Sparen ist dagegen für jedermann möglich. Die Spareinlagen stiegen um 6,3 Prozent auf 145,2 Millionen Mark. Bei einer Bilanzsumme von 187,2 Millionen Mark erwirtschaftete die Bank im letzten Jahr einen Gewinn von rund 995 000 Mark.



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© APD Geändert am: 31.08.98