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Deutschland


50 Jahre "Stimme der Hoffnung"

Darmstadt, 04.06.1998/APD Als ältester privater Rundfunkanbieter Deutschlands begeht am 6. Juni die "Stimme der Hoffnung" in Darmstadt ihr 50jähriges Jubiläum mit einem Gottesdienst und einer Festveranstaltung in der Adventgemeinde Marienhöhe. Erstmals in der Geschichte des Medienzentrums der Siebenten-Tags-Adventisten wird das Jubiläum via Satellit in Bild und Ton in rund 150 deutsche Adventgemeinden übertragen.

1948 begannen die Gründer mit amerikanischer Unterstützung religiöse Sendungen für die Deutschen über Radio Luxemburg auszustrahlen. Mangels eines geeigneten Studios wurden sie in Paris aufgezeichnet. Seit 1959 produziert die "Stimme der Hoffnung" in Darmstadt. Heute gehören Radiosendungen für verschiedenste Zielgruppen, die über Satellit, Kurzwelle und UKW zu hören sind, sowie die Erstellung einer Programmzeitschrift zum redaktionellen Alltag. Seit 1971 werden sie durch Audio-Kassetten, später auch durch CD's und seit Anfang der 90er Jahre durch Video-Produktionen und -Synchronisationen ergänzt.

Zwei Einrichtungen der "Stimme der Hoffnung" sind seelsorgerlicher Natur. Eine besondere Hilfe für Sehbehinderte ist die "Blindenhörbücherei". Zehn Zeitschriften und 430 Buchtitel können auf Kassette kostenlos ausgeliehen werden. Davon machen über 2 000 Menschen Gebrauch, denen im letzten Jahr fast 67 000 Tonbandkassetten per Post zugesandt wurden. Das "Internationale Bibelstudien-Institut" bietet verschiedene Fernkurse an. Jährlich werden bis zu 10 000 Lehrbriefe bearbeitet und zahlreiche persönliche Fragen beantwortet.

Heute verfügt die "Stimme der Hoffnung" in Darmstadt über 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu kommen fünf Zivildienstleistende und weitere Honorarkräfte sowie ehrenamtliche Helfer. Die Angebote des Medienzentrums sind auch im Internet unter http://www.stimme-der-hoffnung.de zu finden. Weitere Auskunft gibt es bei der "Stimme der Hoffnung", Am Elfengrund 66, 64297 Darmstadt, Telefon (06151) 95 44-0, Telefax (06151) 95 44-70.



Deutsche Adventisten spendeten letztes Jahr 85,4 Millionen Mark

Ostfildern bei Stuttgart, 23.04.1996/APD 85,4 Millionen Mark spendeten die 35 500 deutschen Adventisten 1997 für den Unterhalt ihrer Freikirche. Davon waren 7,5 Millionen Mark für die Außenmission bestimmt. 11,7 Millionen Mark verblieben bei den Ortsgemeinden. Laut Wolfgang Gunka, Schatzmeister des Süddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten, Ostfildern, blieb das Spenden-aufkommen im Vergleich zum Vorjahr mit 85,6 Millionen Mark fast unverändert. Jeder Adventist gab in den neuen Bundesländern 1997 durchschnittlich 1 946 Mark, in Norddeutschland -2 318 Mark und im Süden der Bundesrepublik 2 765 Mark. Hermann-Josef Nelles, Schatzmeister des Norddeutschen Verbandes der Freikirche, Hannover, begründete die Unterschiede mit den niedrigeren Einkommen in Nord- und Ostdeutschland. Es werde aber auch deutlich, daß das Realeinkommen in der Bundesrepublik abnehme. Die Adventisten kennen keine Kirchensteuer, sondern unterhalten ihre Pastoren und In-stitu-tionen durch freiwillige Gaben, zu denen auch der biblische Zehnte gehört.



Neue Büros für adventistische Kirchenleitung in Sachsen

Dresden, 04.06.1998/APD Neue Büroräume bezog die sächsische Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Dresden. In dem mehrstöckigen Neubau an der Poststraße befinden sich im Unter-, Erd- und Zwischengeschoß das Zentrum der Adventgemeinde Dresden-West, im ersten Stock die Büros und darüber drei Wohnungen für Mitarbeiter der Freikirche. Die bisherigen Räumlichkeiten in der Dresdner Altstadt dienen nach dem Umbau der dortigen Adventgemeinde für deren Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit. In Sachsen gibt es 3 600 Adventisten in 80 Gemeinden. Die neue Adresse ihrer Kirchenleitung lautet: Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Sachsen, K.d.ö.R., Poststraße 13, 01159 Dresden, Telefon (0351) 4 47 55-0, Telefax (0351) 4 47 55 14, E-Mail: 104474.300@compuserve.com.



Theologische Hochschule Friedensau mit neuer Homepage

Friedensau bei Magdeburg, 04.06.1998/APD Die adventistische Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg hat eine neue Homepage im Internet, die jetzt unter http://www.ThH-Friedensau.de zu erreichen ist. Auch die E-Mail Adresse ist mit Hochschule@ThH-Friedensau.de neu.

Die Hochschule, an der zur Zeit 227 Studenten aus 28 Ländern immatrikuliert sind, verfügt neben den Fachbereichen Theologie und Christliches Sozialwesen über folgende Einrichtungen: Bibliothek (Ralph Köhler), Historisches Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa (Dr. Daniel Heinz), Institut für Altes Testament und Biblische Archäologie (Prof. Dr. Udo Worschech), Institut für Entwicklungszusammenarbeit (Dr. Horst Rolly), Institut für Familien- und Sozialforschung (Dr. Johann Gerhardt), Institut für Geschichte der Siebenten-Tags-Adventisten (Dr. Daniel Heinz), Institut für Kirchenmusik und Hymnologie (Prof. Wolfgang Kabus), Institut für Integrierte Kinder-, Jugend- und Erwachsenenarbeit (Prof. Dr. Winfried Noack), Institut für Psychologie und Seelsorge (Prof. Dr. Michael Dieterich) und Institut für Religionsfreiheit (Prof. Dr. Baldur Pfeiffer).



Enquetekommission des Bundestages verzichtet auf Sektenbegriff Neue religiöse Gemeinschaften keine Gefahr für Staat und Gesellschaft

Bonn, 04.06.1998/APD Da der Begriff "Sekte" pauschalisiere und damit stigmatisiere, hat sich die Enquetekommission des Deutschen Bundestages "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" entschlossen, ihn nicht mehr zu verwenden. Es habe sich gezeigt, daß eine verallgemeinernde Aussage über das Gesamtspektrum neuer religiöser und ideologischer Gruppen nicht möglich sei. In seinem in Bonn vorgelegten Abschlußbericht kommt das Gremium nach zweijähriger Arbeit zu dem Ergebnis, daß von derartigen Gemeinschaften in Deutschland zur Zeit keine generelle Gefahr für Staat und Gesellschaft ausgehe. Allerdings wiesen einzelne Gruppen ein hohes Konfliktpotential auf. Deshalb fordert die Kommissionsmehrheit, auch künftig die Scientology-Organisation durch das Bundesamt für Verfassungsschutz zu beobachten, da sie "keine religiöse Gemeinschaft, sondern eine politisch-extremistische Bestrebung" sei. Auf eine Verfassungsänderung für den Umgang mit neuen religiösen und ideologischen Gemeinschaften und Psychogruppen könne jedoch "völlig" verzichtet werden.

Die Kommission stellte fest, daß niemand ohne eigenes Zutun "in die Fänge" einer Gruppierung gerate, sondern seine Mitgliedschaft "aktiv" gestalte. Der Anschluß geschehe, weil die Betreffenden Antworten auf drängende Fragen suchten und sie im bisherigen Angebot nicht fänden. Dieser Aspekt sei bislang in der öffentlichen Diskussion zu wenig berücksichtigt worden. Er entlasse allerdings nicht den Staat aus seiner Verantwortung, bei Gesetzesverstößen einzugreifen. Außerdem fordert die Kommission den Staat zu flankierenden Maßnahmen auf, indem er den einzelnen durch Information und Aufklärung dabei unterstütze, sich in einer unübersichtlich gewordenen Welt zurechtzufinden. Auch die Einrichtung einer unabhängigen, öffentlich-rechtlichen Stiftung, die Forschungsarbeit leistet sowie Gutachten für Gerichte und staatliche Stellen anfertigt, sei notwendig.

Die Kommissionsmitglieder wiesen bei Enthaltung der Grünen die Kritik von sechs Professoren, wie dem Philosophen Hermann Lübbe, dem Staatsrechtler Martin Kriele, dem Politologen Erwin K. Scheuch und dem früheren SPD-Minister Hans Apel, gegen ihre Arbeit zurück. Jene hatten gerügt, daß die beiden großen Kirchen "begünstigt" würden und warnten vor "inquisitorischer Arbeit der Sektenjäger". Der Abschlußbericht habe der Bundesrepublik schweren Schaden zugefügt.

Bündnis 90/Die Grünen stimmten dem von CDU/CSU, SPD und FDP verabschiedeten Endbericht nicht zu, sondern legten ein Sondervotum vor. Obwohl die in Auftrag gegebenen Forschungen übereinstimmend zeigten, daß von den neuen religiösen und weltanschaulichen Bewegungen generell keine Gefahr ausgehe, erwecke nach ihrer Ansicht der Bericht mit seiner Fülle an empfohlenen gesetzgeberischen Maßnahmen den Eindruck, es handele sich um einen hochgefährlichen Bereich.



Hilfe für Nordkorea kommt an

Stuttgart, 04.06.1998/APD "Die humanitäre Hilfe der Diakonie in Nordkorea wirkt und kommt an", berichtete Pfarrer Dr. Hans-Otto Hahn, Vizepräsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Direktor von "Brot für die Welt" nach Rückkehr von einer einwöchigen Reise durch den kommunistischen Staat. "Bei Kindern und Alten ist eine spürbare Verbesserung ihrer Lebensverhältnisse festzustellen." Allerdings müsse die Hilfe fortgesetzt werden, um die ersten Erfolge nicht zu gefährden. Seit Ende 1995 hat die Diakonie-Katastrophenhilfe Getreide, Salz, Plastikplanen, Babynahrung, Medikamente und Düngemittel im Gesamtwert von 5,3 Millionen Mark nach Nordkorea gebracht. Auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA ist dort tätig. Seit September 1995 brachten die Siebenten-Tags-Adventisten Hilfsgüter im Gesamtwert von 7,7 Millionen Mark ins Land.



Neuevangelisierung Rumäniens "Beleidigung der orthodoxen Kirche"

Stuttgart, 04.06.1998/APD Sorge bereite der orthodoxen Kirche in Rumänien die Aktivitäten von über 200 ausländischen christlichen Missionsgruppen, sagte der Bischof der rumänisch-orthodoxen Diözese Galatz, Dr. Casian Craciun, bei einem Besuch in Stuttgart. Wenn protestantische Gruppen von der Notwendigkeit einer Neuevangelisierung Rumäniens sprächen, sei dies eine "Beleidigung" der orthodoxen Kirche. Wie der Bischof laut epd (Evangelischer Pressedienst) äußerte, habe seine Kirche keine Vorbehalte gegen evangelische Freikirchen wie Baptisten, Pfingstgemeinden oder Adventisten und wolle zu diesen anerkannten Konfessionen normale Beziehungen unterhalten. "Sehr heikel" sei jedoch der Proselytismus durch Abwerbung eines Gläubigen aus seiner Konfession unter Anwendung unlauterer Mittel.





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© APD Geändert am: 17.06.98