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International


Adventistische Kirchenleiter setzen auf globale Vernetzung

Jongny/Schweiz, 25.11.1998/APD "Mut und Entschlossenheit braucht eine Kirche, um die wirklichen Bedürfnisse derer zu sehen, die ihr anvertraut sind." Mit dieser Feststellung eröffnete Mitte November der Präsident der Euro-Afrika Division der Siebenten-Tags-Adventisten, Ulrich Frikart (Bern), die viertägige Herbstsitzung der evangelischen Freikirche in Jongny am Genfer See. Dort nahmen die 70 Vertreter der überregionalen Kirchenleitung die Rechenschaftsberichte 1997 entgegen und besprachen die Planungen für die nächsten Jahre. Zu ihrem Verwaltungsbereich gehören 20 mittel- und südeuropäische Staaten, Nordafrika, Angola, Mosambik, die Türkei, der Iran und Afghanistan mit insgesamt 485 000 erwachsenen getauften Adventisten. Dies sind fast 20 000 mehr als im Jahr zuvor, was einer Zuwachsrate von 4,2 Prozent entspricht. Mit über sechs Prozent wuchs die Freikirche am stärksten in Angola und Mosambik, während in Europa Stagnation (Deutschland, Schweiz, Portugal) oder eine Zunahme zwischen 0,4 (Rumänien) und vier Prozent (Italien) verzeichnet wurden.

Die 19 Landesbüros der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA im Bereich der Euro-Afrika Division sind zur Zeit mit insgesamt 800 Projekten in Lateinamerika, Afrika und Asien tätig. Die Kirchenleiter empfahlen besonders in den afrikanischen Gebieten die Durchführung von AIDS-Seminaren. Dabei soll das Handbuch "AIDS-Vorbeugung für Jugendliche" der Episkopalkirche auch in den adventistischen Gemeinden Verwendung finden. Bei der Übersetzung in die benötigten Sprachen wird das Material überarbeitet und den Bedürfnissen der verschiedenen Kulturkreise angepaßt. Beschlossen wurde auch eine verstärkte Präventionsarbeit über Mißbrauch und Gewalt in den Familien. Unter dem Motto "Der Vielfalt gerecht werden" soll die Frauenarbeit in der Freikirche durch Einführung einer eigenen Abteilung für Frauendienste auf allen Leitungsebenen weiter gestärkt werden.

Das in Jongny tagende Gremium wählte Corrado Cozzi zum neuen Jugendabteilungsleiter der Euro-Afrika Division. Der 1959 in Rom geborene Pastor leitete acht Jahre lang die adventistische Jugend in Italien. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sein erster Arbeitsschwerpunkt wird die Vorbereitung des internationalen Kongresses der Adventjugend im Juli 1999 in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon sein, der unter dem Leitwort "2000 Gründe zum Glauben" steht. Cozzi ist Nachfolger des spanischen Pastors José Figols, der im August im Alter von 63 Jahren verstarb.

Die adventistischen Gemeinden sind weltweit aufgerufen, aus Anlaß des 50. Jahrestages der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" der Vereinten Nationen am 12. Dezember 1998 besondere Gottesdienste zu gestalten und in die Predigt auch Abschnitte der Erklärung einzubeziehen. Empfohlen wurde der weitere Ausbau der Internet-Präsenz auf allen Ebenen der Freikirche. Besonders die Ortsgemeinden sollten eigene Homepages einrichten. Durch eine stärkere Vernetzung könnte auch der kircheninterne Informationsaustausch verbessert werden. Im April 1999 findet eine internationale Konferenz über "Glaube und Wissenschaft" an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg statt. Beschlossen wurde auch die Beteiligung an den Satellitenevangelisationen "ACTS 2000" mit dem amerikanischen Fernsehprediger Mark Finley im September 1999 in Bukarest und "NET'99" mit Pastor Hans Gerhardt vom 8. bis 19. November 1999 in Darmstadt. Eine besondere Gabensammlung in allen Gemeinden, die anläßlich der nächsten Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) der Siebenten-Tags-Adventisten in Toronto/Kanada im Jahre 2000 durchgeführt wird, soll zum Bau von über 1 000 Gemeindezentren in vorwiegend islamischen Ländern dienen.



Adventisten gedenken an Menschenrechtserklärung vor 50 Jahren

Silver Spring, Maryland/USA, 25.11.1998/APD Am Samstag, dem 12. Dezember sollen die Siebenten-Tags-Adventisten weltweit in ihren Gottesdiensten an die Annahme der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte" vor 50 Jahren durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen erinnern. Dazu rief Pastor Robert S. Folkenberg (Silver Spring, Maryland/USA), Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der evangelischen Freikirche, auf. Für die Predigt wurden den weltweit über 43 000 Adventgemeinden ein Entwurf und Hintergrundmaterial zur UN-Erklärung zur Verfügung gestellt. "Als Siebenten-Tags-Adventisten glauben wir, daß die Grundlagen dieser Erklärung bereits im Wort Gottes zu finden sind", äußerte Folkenberg in einem Rundschreiben an die Gemeinden. "Als Folge seiner unendlichen Liebe zu uns, schuf Gott unsere ersten Eltern als freie vernunftbegabte Menschen und sandte seinen Sohn, um uns zu erlösen und aufzubauen. Jedes menschliche Wesen ist ein Sohn oder eine Tochter Gottes und nach seinem Ebenbild geschaffen."

Bereits vor ihrer Gründung als Kirche im Jahre 1863 setzten sich Siebenten-Tags-Adventisten für die Glaubens- und Gewissensfreiheit ein. Im Jahre 1888 schufen sie die "Internationale Vereinigung für Religionsfreiheit" als unpolitische, gemeinnützige Organisation mit der Aufgabe, den Grundsatz der religiösen Freiheit überall in der Welt zu verteidigen. In deren ersten "Grundsatzerklärung" aus dem Jahre 1889 steht unter anderem: "Wir glauben, daß es richtig ist und ein Grundrecht sein sollte, daß jeder Mensch Gott so verehrt, wie es ihm sein eigenes Gewissen gebietet." Während ihrer letzten Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) 1995 in Utrecht/Niederlande verabschiedete die Freikirche eine Stellungnahme zu "Rassismus, Nationalismus und Sexismus". Darin heißt es: "Siebenten-Tags-Adventisten beklagen alle Formen von Diskriminierung aufgrund von Rasse, Stamm, Nationalität, Religion, Hautfarbe oder Geschlecht. Als eine weltweite Gemeinschaft, verbreitet in mehr als 200 Ländern, wollen Siebenten-Tags-Adventisten gegenseitige Annahme, Liebe und Achtung gegenüber allen Menschen bekunden."

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren." Dies ist die zentrale Aussage der "Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte", die am 10. Dezember 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen in Form einer Resolution verkündet wurde. Sie war von 48 Staaten ohne Gegenstimme bei acht Enthaltungen angenommen worden. In der Erklärung, die 30 Artikel umfaßt, hat die UN-Generalversammlung jene Grundrechte verkündet, auf die jeder Mensch gleichermaßen Anspruch hat. Zwei Arten von Rechten werden genannt - zum einen die bürgerlichen und politischen Rechte, die sich im Laufe der jahrhundertelangen Entwicklung von Rechtsstaatlichkeit und demokratischen Gesellschaften nach und nach herausgebildet haben, zum anderen die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte, deren Bedeutung allgemein erst im 20. Jahrhundert erkannt wurde. Zugleich erinnert sie an Pflichten des Einzelnen gegenüber der Gemeinschaft, in der allein die freie und volle Entfaltung seiner Persönlichkeit möglich ist. Obwohl die Erklärung eine breite und ungeteilte Zustimmung innerhalb der Staatengemeinschaft gefunden hat, klafft immer noch eine große Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit: In weiten Teilen der Welt werden die Menschenrechte mißachtet. In etwa 80 Ländern befinden sich politische Gegner der Regierung in Gefängnissen und Lagern, in über 120 Staaten wird gefoltert und mißhandelt, und in 94 Ländern gilt noch die Todesstrafe.



Stiftung für Verschuldete und junge Leute mit guten Ideen

Rom/Italien, 25.11.1998/APD Als Stiftung des öffentlichen Rechts landesweit staatlich anerkannt ist jetzt die "Fondazione Adventum" der italienischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Es geht dabei um ein Anti-Wucher-Projekt, das Menschen Hilfe anbietet, die "Kredit-Haien" in die Hände fielen und aus dem Kreislauf dauernder Verschuldung durch Wucherzinsen herauskommen wollen. In einem Beratungszentrum in Rom arbeiten ehrenamtlich Rechtsanwälte, Finanzberater, Psychologen und Seelsorger, die mit dem Hilfesuchenden dessen Fall sorgfältig analysieren, um festzustellen, welche finanziellen und psychologischen Schritte erforderlich sind. Bei Bedarf wird versucht, den Opfern eine Arbeitsstelle zu vermitteln und sie wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Gegebenenfalls nimmt die 1996 gegründete "Adventum"-Stiftung in Zusammenarbeit mit verschiedenen Banken auch eine Umschuldung vor. Maximal 15 Millionen Lire (rund 15 000 Mark) können dabei pro Person zur Verfügung gestellt werden.

Laut dem Vorsteher der dortigen Siebenten-Tags-Adventisten, Pastor Vinzenzo Mazza (Rom), stellte in diesem Jahr der italienische Staat der Stiftung 5,3 Millionen Mark zur Verfügung. Die Anschubfinanzierung im Jahre 1996 in Höhe von 2,3 Millionen Mark stammte aus der Einkommenssteuer. Seit einigen Jahren haben die Italiener die Wahl, wem sie acht Promille ihrer Einkommenssteuer für soziale Zwecke zukommen lassen wollen. Jedes Jahr entscheidet sich etwa ein Prozent der Steuerzahler für die Adventisten. Aus diesen Mitteln finanzierte die evangelische Freikirche nicht nur den Start des "Adventum"-Projekts, sondern auch andere Sozialprogramme in Italien, wie Gesundheitsvorsorge einschließlich Raucherentwöhnungsseminare, Ambulanzen für Behinderte und Ausstattung von Krankenstationen und Kliniken. Darüber hinaus werden Schulen und landwirtschaftliche Projekte in Entwicklungsländern unterstützt. Außer in Rom soll es künftig auch in anderen Städten Schuldnerberatungsstellen geben. Geplant sind derartige Einrichtungen zunächst in Pisa, Neapel und auf Sizilien. Junge Leute, die sich selbständig machen wollen und dafür eine gute Idee haben, können ebenfalls ein Darlehen von der "Adventum"-Stiftung erhalten. Dadurch sollen die meist Arbeitslosen "von der Straße wegkommen", so Mazza.



Adventisten begrüßen Gesetz zum Schutz der Religionsfreiheit

Washington D.C./USA, 25.11.1998/APD Begrüßt haben Vertreter der Siebenten-Tags-Adventisten ein von US-Präsident Bill Clinton unterzeichnetes Gesetz, das Sanktionen gegen Länder vorsieht, die Religionsgemeinschaften verfolgen oder diskriminieren. Der Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, John Graz (Silver Spring, Maryland/USA), sprach von einer bedeutsamen Entwicklung. "Dies ist das erste Mal, daß ein Land ein besonderes Gesetz erließ, um die religiöse Freiheit außerhalb der eigenen Grenzen zu verteidigen." Es werde sich zeigen, ob es denjenigen hilft, die wegen ihres Glaubens Diskriminierung und Verfolgung erleiden. "Wir hoffen, daß das Gesetz richtig angewendet und nicht für politische Zwecke oder nationale Interessen mißbraucht wird." Der ursprüngliche Gesetzesentwurf war auf Bestreben des Weißen Hauses erheblich überarbeitet worden. Das jetzt von Präsident Clinton unterzeichnete Gesetz läßt einen großen Spielraum bei der Verhängung von Sanktionen. Wenn es "im nationalen Interesse" ist, kann darauf auch ganz verzichtet werden. Nach Angaben des US-Außenministeriums gilt das Gesetz nur für schwerste Verletzungen der Religionsfreiheit, wie Folter, Haft und Menschenraub.



Keine Abschlußexamen am Samstag für adventistische Studenten

Manila/Philippinen, 25.11.1998/APD Adventistische Studenten auf den Philippinen brauchen am Samstag, der als biblischer Sabbat ihr religiöser Feiertag ist, keine Abschlußexamen mehr abzulegen. Dies beschloß das Repräsentantenhaus in einem von Präsident Joseph Estrada unterzeichneten Gesetz. "Dieses Problem hat uns seit vielen Jahren belastet," sagte Larry G. Feir (Manila), Kommunikationsdirektor der Nordphilippinischen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten. "In den letzten vier Jahren konnten beispielsweise adventistische Pädagogikstudenten keine Diplome als Lehrer erhalten. Das gleiche galt für angehende Ingenieure. Wegen der Prüfungen am Samstag war es im vergangenen Jahrzehnt kaum einem von ihnen möglich, das Studium mit staatlicher Anerkennung abschließen." Auf den Philippinen leben über 700 000 erwachsene getaufte Adventisten in 3 511 Gemeinden. Um ihren Jugendlichen dennoch akademische Abschlüsse zu ermöglichen, gründeten sie eine Universität in Manila und vier Hochschulen. Außerdem unterhält dort die evangelische Freikirche 22 höhere Schulen, 295 Grundschulen, neun Krankenhäuser, zwei Kliniken und ein Verlagshaus.



Lebensbedingungen für die Armen auf den Philippinen verbessern

Manila/Philippinen, 25.11.1998/APD Während seines zehntägigen Besuches adventistischer Einrichtungen im November auf den Philippinen hatte Pastor Robert S. Folkenberg, Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, auch eine Unterredung mit Staatspräsident Joseph Estrada. Das Staatsoberhaupt betonte die Notwendigkeit, die Lebensbedingungen der Armen im Land zu verbessern. Er sei dankbar, daß die adventistische Kirche nach dem kürzlich verheerenden Taifun über eine halbe Million Mark für ein Wiederaufbauprojekt zur Verfügung gestellt habe. Dadurch bekämen gerade arme Menschen Arbeit. Estrada gab bei der Begegnung die Ernennung von Pastor Bienvenido Tejano als neuer Botschafter in Papua-Neuguinea bekannt. Tejano war bisher Abteilungsleiter für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der nordphilippinischen Adventisten. Zuvor hatte der Staatspräsident bereits eine Fernsehlizenz in Manila für die evangelische Freikirche unterzeichnet. Laut Folkenberg hat sich ein einheimischer Geschäftsmann bereit erklärt, den Aufbau der TV-Station zu finanzieren.



Zweihundert neue adventistische Schulen in Bangladesch geplant

Dacca/Bangladesch, 25.11.1998/APD "Der beste Beitrag, den unsere Kirche für ihr Land leisten kann, ist den Kindern zu helfen. Deshalb sind wir dabei, zweihundert neue Schulen in Bangladesch zu gründen", sagte der Präsident der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, Robert S. Folkenberg, während eines offiziellen Empfangs bei Premierministerin Sheikh Hasina Wajed in Dacca. Folkenberg überreichte der Regierungschefin einen Scheck in Höhe von 10 000 US-Dollar für die Opfer der jüngsten Überschwemmungskatastrophe. Er äußerte sich anerkennend über die Religionsfreiheit in dem islamisch geprägten Land, die auch für Hindus, Buddhisten und Christen als Minderheiten gelte. Er dankte der Regierung für einen Erlaß, der es kürzlich 200 adventistischen Abiturienten ermöglichte, ihre Prüfungen nicht an einem Samstag, dem biblischen Ruhetag (Sabbat), ablegen zu müssen.

Pastor Folkenberg, der zum ersten Mal Bangladesch besuchte, nahm in Bajitpur an der Einweihungsfeier des neuen Adventist Maranatha Seminary teil. Zu ihm gehören eine Grundschule mit 400 und eine höhere Schule mit 800 Schülerinnen und Schülern sowie ein Waisenheim für 300 Kinder. In Bangladesch leben 11 000 erwachsene getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 69 Gemeinden. Die evangelische Freikirche unterhält dort zur Zeit eine Universität, vier höhere Schulen, 87 Grundschulen, ein Waisenheim, eine Zahnklinik, ein Verlagshaus und die Pollywog Industry, die Frauen mit geringem Einkommen eine Verdienstmöglichkeit durch Herstellung von Spielzeug und Handarbeiten bietet.



Neun Satelliten und allabendlich zwei Millionen Besucher

Berrien Springs, Michigan/USA, 25.11.1998/APD Etwa zwei Millionen Menschen besuchten allabendlich weltweit die insgesamt 27 Bibelvorträge von Pastor Dwight K. Nelson zum Thema "OnLine mit Gott - die Freundschaft hält". Die von ihm in der Zeit vom 10. Oktober bis 15. November vor 3 000 Zuhörern auf dem Campus der adventistischen Andrews Universität in Berrien Springs, Michigan/USA, gehaltenen Vorträge wurden simultan in 40 Sprachen übersetzt. Per Satellit konnten sie auf Großbildleinwand in über 100 Ländern an etwa 7 600 Orten, davon 299 in Deutschland, 45 in Österreich und 20 in der Schweiz, empfangen werden. In Deutschland verfolgten jeden Abend zwischen 15 000 und 19 000 Menschen die Ausführungen des amerikanischen Studentenseelsorgers. In Mazedonien übertrug ein nationaler Fernsehsender die Vorträge, in Italien strahlten sie private Stationen in Bologna und Monte Cassino aus. In den USA wurden sie in 115 TV-Kabelsysteme und in Mildura/Australien in das örtliche Kabelnetz eingespeist. Mit dem Einsatz von neun Satelliten war es die bisher größte derartige Veranstaltung, die die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten durchgeführt hat.



Russische Visabestimmungen für ausländische Geistliche aufgehoben

Moskau/Rußland, 25.11.1998/APD Die Mitte Juni in Rußland für ausländische Geistliche eingeführten neuen Visabestimmungen sind aufgehoben worden. Jetzt können sie wieder wie alle anderen Ausländer auch ein Jahresvisum erhalten. Zuvor gab es für sie nur noch eine Aufenthaltsberechtigung für drei Monate. Danach mußten sie das Land verlassen, um ein neues Visum zu beantragen.



Eigene Adventistenkirche in Moskau

Moskau/Rußland, 25.11.1998/APD Ihr erstes eigenes Kirchengebäude seit der Beschlagnahme allen Eigentums unter dem Kommunismus weihten die Siebenten-Tags-Adventisten Ende Oktober in Moskau ein. Das im Ostteil der russischen Hauptstadt gelegene Gemeindezentrum bietet Platz für über 500 Gottesdienstbesucher. In Moskau leben zur Zeit 3 200 erwachsene getaufte Adventisten in zwölf Gemeinden. Die erste adventistische Kirche wurde dort 1908 gegründet.



"Barmherziger Samariter" half krankem Adventisten

Nikosia/Zypern, 25.11.1998/APD Ein römisch-katholischer Priester zahlte alle Behandlungskosten für einen Siebenten-Tags-Adventisten aus Amman/Jordanien, der an Knochenmarkkrebs litt. Der Geistliche veranlaßte, nachdem er von der Krankheit erfuhr, daß der Patient mit seiner Familie nach Italien fliegen konnte, um in einem Krankenhaus mehrere Monate lang behandelt zu werden. Er finanzierte auch die Flug- und Unterbringungskosten einer Schwester des Erkrankten, die Knochenmark spendete. Die Gesamtaufwendungen für den auf dem Weg der Genesung befindlichen Jordaniers betrugen rund 210 000 Mark, teile Kameel Hadad von der adventistischen Gemeinde in Amman mit. "Wir danken Gott für diesen barmherzigen Samariter, der keine Kosten scheute, um das Leben eines ihm Fremden zu retten."



Rauchen bei amerikanischen Studenten im Kommen

Chicago/USA, 25.11.1998/APD Allen Anti-Tabak-Kampagnen zum Trotz ist das Rauchen bei US-Studenten wieder im Kommen. 1997 rauchten 28 Prozent von ihnen mehr als noch 1993, wie Forscher der Harvard-Universität laut einem Bericht der Fachzeitschrift "Journal of the American Medical Association" (JAMA) herausfanden. Das Ergebnis der Studie zeige, daß das schon früher beobachtete Comeback der Zigarette bei Jugendlichen kein Übergangsphänomen gewesen sei. Vielmehr habe der Trend inzwischen auch die College-Studenten erreicht, die bisher am besten über die Gefahren des Rauchens informiert und dadurch am abstinentesten gewesen seien. Die Anti-Tabak-Programme für Jugendliche und junge Erwachsene müßten überprüft und verstärkt werden, forderten die Wissenschafter um Henry Wechsler von der Harvard-Fakultät für Öffentliches Gesundheitswesen.



Millionen Tote durch Rauchen in China

Peking/China, 25.11.1998/APD Jeder dritte junge Chinese wird nach einer Expertenprognose an den Folgen des Tabakkonsums sterben. Aus der weltweit bisher umfangreichsten Studie über die Risiken des Rauchens geht auch hervor, daß der blaue Dunst schon heute täglich 2 000 Menschen in China tötet. Für die Langzeitstudie der Chinesischen Akademie für vorbeugende Medizin in Zusammenarbeit mit den Universitäten in Oxford/England und Cornell/USA wurden 1,25 Millionen Personen befragt. Die Wissenschaftler schlossen aus den Ergebnissen, daß im Jahr 2000 etwa eine Million Chinesen sterben werden, weil sie rauchen. Im Jahr 2025 werde sich diese Zahl auf jährlich zwei Millionen Tote erhöhen. Chinesische Erwachsene unterschätzten die Risiken des Rauchens, stellte Professor Richard Peto von der Oxford Universität fest. "Die 1996 landesweite durchgeführte Umfrage zeigt, daß zwei Drittel glaubten, Rauchen schade nicht oder nur wenig. 60 Prozent der Erwachsenen wissen nicht, daß Rauchen Lungenkrebs verursacht und 96 Prozent wissen nicht, daß es Herzleiden auslöst." Chinesische Männer rauchten der Studie zufolge wesentlich mehr als früher, doch Frauen zeigten überraschend eine gegensätzliche Tendenz. Während vor 1950 noch jede zehnte Frau rauchte, sei es heute nur noch jede hundertste. Chinas jährlicher Tabakkonsum ist von 100 Milliarden Zigaretten Anfang der 50er Jahre auf 1,8 Billionen gestiegen. Heute fangen zwei Drittel aller Männer, aber nur ein Prozent der Frauen, mit dem Rauchen an, bevor sie 25 Jahre alt werden.





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© APD Geändert am: 03.12.98