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Steffen W. Hillebrecht, Hrsg, "Kirchliches Marketing", Bonifatius Verlag, Paderborn, 1997, Paperback, 165 Seiten, ISBN 3-87088-974-8, 29,80 DM.
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Die Kirchen haben auf dem "Markt der Sinnstiftung" eine Vielzahl von Konkurrenz erhalten. Doch muß deswegen das Evangelium jetzt "vermarktet" werden? Die Kirche ist schließlich kein Unternehmen, das im Auftrag weltlicher Aktionäre agiert. Trotzdem steht sie vor der Frage, mit welchen Mitteln sie heute ihrem Verkündigungsauftrag gerecht werden kann. Gerade die Bedingungen, wie sie der "Markt der Sinnstiftung" festlegt, führen dazu, auch Instrumentarien zu prüfen, mit denen man auf diesem Markt seiner Botschaft Gehör verschaffen kann. Aus Sicht des Marketing geht es heute, wo so viel von Individualität und Säkularisierung geredet wird, darum, die Vermittlungsbedingungen zu akzeptieren und entsprechend zu reagieren. Inhalt der Werbetätigkeit ist die Orientierung am Empfänger, die Ausgestaltung eines Austauschprozesses, der auf eine möglichst lange Dauer angelegt wird und der dem Austauschpartner eine optimale Problemlösung bieten soll. So gesehen, passen die Grundgedanken vom Marketing durchaus zur christlichen Verkündigung. Das Buch ist in drei Abschnitte gegliedert. Zunächst werden bestimmte Fragen, wie Sinn, Entwicklung, Voraussetzungen, Möglichkeiten und Umsetzung des kirchlichen Marketings, grundsätzlich betrachtet. In einem zweiten Schritt wird über die Nutzung moderner Medien, - gemeint sind Privatrundfunk, Fernsehen und EDV-, anhand praktischer Beispiele berichtet. Abschließend gibt ein Unternehmensberater Einblick in seine Arbeit mit kirchlichen Partnern. Die Autoren stammen aus der katholischen und evangelischen Kirche und sind nicht nur Theologen. Der Herausgeber des Bandes ist beispielsweise Diplom-Kaufmann. Dadurch soll deutlich werden, daß die immer noch ungewöhnliche "Partnerschaft" von Theologie und Betriebswirtschaft möglich sei.
Holger Teubert |