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| Buchrezension |
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Hartmut Weyel, "So stell' ich mir Gemeinde vor.
Kennzeichen der Gemeinde Jesu Christi. Biblische Strukturen und modernes
Profil", Brunnen Verlag, Gießen, 1997, Paperback, 279 Seiten, ISBN 3-7655-1108-0,
24,80 DM.
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Fröhlich soll eine christliche Gemeinde sein, so der Autor. Gleichzeitig ist sie einladend, denn sie möchte ihre Freude nicht für sich behalten und freut sich deshalb über jeden, der hineinkommt: über den Fremden, den Andersgläubigen, den Atheisten oder Marxisten. Die Christen dieser Gemeinde reden nicht nur, ihr Leben und Wesen ist eine glaubhafte Einladung, Jesus Christus kennenzulernen. Die Gemeinde beschäftigt sich nicht dauernd mit ihren eigenen Problemen, sondern sie ist offen. Sie achtet auf ihre Mitmenschen mit deren Lasten und Leiden, aber auch auf deren Glück und Freude. Sie sieht Gottes schöne, jedoch bedrohte Schöpfung und setzt sich für ihren Schutz ein. Gleichzeitig ist diese Gemeinde ehrlich, denn auch Christen haben Probleme und wissen nicht auf jede Frage immer eine Antwort. Das Kreuz auf dem Kirchturm zeigt, worauf es ankommt und die Gemeinde sich einläßt: auf die Botschaft von der Vergebung der Sünde und der Umkehr zu einem neuen Leben mit Christus, dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn. Deshalb ist die Gemeinde auch zuversichtlich. Trotz mancher dunkler Wolken wartet sie auf die Rückkehr ihres Herrn, der versprochen hat, eine neue Erde und einen neuen Himmel zu schaffen. Sie gibt damit einer von Angst gequälten Welt Hoffnung. Der Autor zeichnet hier das Idealbild einer christlichen Gemeinde. Natürlich weiß er als Pastor, daß manche Realität ganz anders aussieht. Doch Hartmut Weyel möchte sich mit den Gegebenheiten nicht abfinden. Er fragt in seinem Buch deshalb zunächst einmal, um welche Gemeinde es überhaupt geht. Er spricht von grundlegenden Reformen, die nötig seien, und führt den Leser zur Heiligen Schrift zurück. Demnach ist die christliche Gemeinde die "Ekklesia" mit Menschen, die von Gott berufen sind. Sie ist aber auch "Koinonia", deren Mitglieder eine Gemeinschaft bilden. Der neutestamentliche Begriff "Diakonia" weist darauf hin, daß die Gemeinde für den Menschen da ist. Und das biblische Wort "Martyria" hebt hervor, daß die christliche Gemeinde das Wort Gottes verkündigen soll, auch wenn dieses nicht immer populär zu sein scheint. Der Autor verwendet die griechischen Begriffe, um deutlich zu machen, was sie für heutige Christen bedeuten. Mit seinen Schlußfolgerungen zeigt er manchen wunden Punkt auf, möchte aber gleichzeitig zu Veränderungen ermutigen. |
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Jonathan Magonet, "Mit der Bibel durch das jüdische Jahr", Gütersloher Verlagshaus, Gütersloh, 1998, Paperback, 128 Seiten, ISBN 3-579-01443-9, 19,80 DM.
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| In der jüdischen Tradition sind die Chumasch oder Tora genannten fünf Bücher Mose in 54 Stücke aufgeteilt, um bei der wöchentlichen Lesung in der Synagoge vorgetragen zu werden. In aschkenasischen Gemeinden kann so die Tora im Laufe eines einzigen Jahres vollständig gelesen werden. Darüber hinaus gibt es in sefardischen Gemeinden einen Drei-Jahres-Zyklus, während die übrigen jüdischen Gemeinden, wie die reformierten, liberalen, konservativen und rekonstruktionistischen, eine eigene Auswahl größerer oder kleinerer Abschnitte des wöchentlichen Stückes lesen. Jede dieser Tora-Lesungen wird von einer Lesung aus den prophetischen Büchern begleitet, der "Haftara", die ein bestimmtes Thema aus der Tora-Passage aufgreift. Außerdem ist es traditionelle Praxis, zur wöchentlichen Tora-Lesung zu predigen. Der Autor greift einige Verse aus dem Tora-Abschnitt oder der Haftara für die jeweilige Woche heraus und erläutert sie. Dabei handelt es sich nicht um eine umfassende und systematische Untersuchung über den jüdischen Kalender oder die vollständigen Tora-Lesungen eines Jahres. Statt dessen bietet das Buch eine nach Jahreszeiten geordnete Auswahl von Themen und Texten, die mit dem Herbst als Anfang des jüdischen Jahres beginnen. Mit dieser Sammlung ursprünglicher Sabbatansprachen für den Norddeutschen Rundfunk will der Autor einen Eindruck von einigen aktuellen Ereignissen des jüdischen Lebens und auch von der Art und Weise, wie mit der Hebräischen Bibel gearbeitet wird, vermitteln. | |
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Johanna Domek, "Liturgisches ABC", Bonifatius Verlag, Paderborn, 1998, Paperback, 140 Seiten, ISBN 3-89710-018-5, 24,80 DM.
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| Von "Altar" bis "Zwischengesang" werden in diesem Band 72 Begriffe aus der römisch-katholischen Liturgie kurz beschrieben. Der Leser erfährt beispielsweise, was unter Doxologie, Exsultet, Inzens und Velum zu verstehen ist oder welche Bedeutung Fußwaschung, Glocken, Hochgebet und Kerzen haben. Die Verfasserin möchte damit wieder Grundwissen über den Gottesdienst vermitteln, das sich nach ihrer Ansicht "in den katholischen Gemeinden in den vergangenen Jahren bemerkenswert verdünnt und verflüchtigt" hat. | |
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Andreas Rössler, "Kleine Kirchenkunde. Ein Wegweiser durch die christlichen Konfessionen und Sondergemeinschaften", Calwer Verlag, Stuttgart, 1997, Paperback, 182 Seiten, ISBN 3-7668-3496-7, 19,80 DM
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| Der Band möchte lediglich Basisinformationen zu den christlichen Kirchen und Sondergemeinschaften vermitteln. Für weitere Einzelheiten müssen entsprechende Handbücher zu Rate gezogen werden. Der Autor beginnt mit der Frage, ob Kirchenspaltungen eine Katastrophe darstellten. Doch bereits sein zweites Kapitel zeigt, daß unterschiedliche Konfessionen zu einer belebenden Vielfalt führen können. Danach erörtert Andreas Rössler den Begriff "Bekenntnisgemeinschaften", die er anschließend kurzgefaßt beschreibt. Er beginnt mit den romfreien katholischen Gemeinschaften: den orthodoxen, altorientalischen und alt-katholischen Kirchen. Es folgt die römisch-katholische Kirche. Die reformatorischen Kirchen werden als Konfessionsfamilien in die lutherische, reformierte, evangelisch-unierte und anglikanische Kirche, Mennoniten, Baptisten, Quäker, Brüderunität, Methodisten, Jünger Christi, Freie evangelische Gemeinden, Heilsarmee, Pfingstbewegung, Siebenten-Tags-Adventisten und christliche Unitarier unterteilt. Es folgen evangelische Gemeinschaften und Richtungsgruppen, wie Pietisten, Evangelikale und Charismatiker. Nach Deutung des Begriffes "Denominationen" geht Rössler in einem Anhang kurz auf die Sondergemeinschaften ein. Er zählt hierzu die Mormonen, Christliche Wissenschaft, Zeugen Jehovas, Neuapostolische Kirche und Christengemeinschaft. Der Band schließt mit Überlegungen zur Wahrheitsfrage zwischen den Kirchen und einem Stammbaum der Konfessionsfamilien. Wer sich schnell über die Vielfalt der Kirchen und religiösen Gemeinschaften informieren will, findet hier ein gutes Hilfsmittel. | |
| © APD | Geändert am: 02.10.98 |
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