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Deutschland


Süddeutsche Adventisten helfen Kosovo-Flüchtlingen

Ostfildern bei Stuttgart, 26.04.1999/APD Für Kosovo-Flüchtlinge in Mazedonien stellt der Süddeutsche Verband der Siebenten-Tags-Adventisten (Ostfildern) 150 000 Mark zur Verfügung. Mit dem Geld soll die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland Nahrungsmittel und Hygienebedarf an Menschen in der Grenzstadt Tetovo verteilen. Projektleiter Daniel Schüttler, Darmstadt, ist bereits vor Ort, um mit der Schwesterorganisation ADRA-Mazedonien die Hilfe zu koordinieren. Der Süddeutsche Verband der evangelischen Freikirche umfaßt 14 500 erwachsene getaufte Adventisten in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland.



Für Friedensgebete und Flüchtlingshilfe

Witten, 26.04.1999/APD Das Präsidium der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) verfolgt die kriegerischen Auseinandersetzungen im Kosovo und in Jugoslawien mit "großer Sorge". In einer während der Präsidiumssitzung in Witten verabschiedeten Resolution werden die freikirchlichen Gemeinden aufgerufen, für die Menschen auf dem Balkan und für eine baldige Friedensregelung zu beten. Außerdem werden sie aufgefordert, den Flüchtlingen zu helfen. Das VEF-Präsidium erkennt die Notwendigkeit einer internationalen Intervention "angesichts von Ungerechtigkeit und Unterdrückung" an. Zugleich befürchten die Freikirchen aber auch, "daß die gegenwärtigen Militäraktionen nicht zum Frieden, sondern zu noch größerem Leid bei der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten und zu einer Vertiefung des Konfliktes führen". An die Bundesregierung appellierte das Leitungsgremium, "ihre Bemühungen um eine politische Lösung beharrlich und mit Nachdruck fortzusetzen". Zur VEF gehören elf Mitglieds- und Gastmitgliedskirchen, darunter auch die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten, mit insgesamt rund 250 000 Angehörigen.



Deutsche Adventisten spendeten letztes Jahr 88,4 Millionen Mark

Ostfildern bei Stuttgart, 26.04.1999/APD 88,4 Millionen Mark spendeten die 35 500 deutschen Adventisten 1998 für den Unterhalt ihrer Freikirche. Davon waren 7,6 Millionen Mark für die Außenmission bestimmt. 13,5 Millionen Mark verblieben bei den Ortsgemeinden. Laut Wolfgang Gunka, Schatzmeister des Süddeutschen Verbandes der Siebenten-Tags-Adventisten, Ostfildern, stieg das Spendenaufkommen im Vergleich zum Vorjahr um drei Millionen Mark, von denen die Hälfte für die örtlichen Adventgemeinden bestimmt war. Jeder Adventist gab in Nord- und Ostdeutschland 1998 durchschnittlich 2 225 Mark und im Süden der Bundesrepublik 2 891 Mark. Hermann-Josef Nelles, Schatzmeister des Norddeutschen Verbandes der Freikirche, Hannover, begründete die Unterschiede mit den niedrigeren Einkommen in Nord- und Ostdeutschland. Die Adventisten kennen keine Kirchensteuer, sondern unterhalten ihre Pastoren und Institutionen durch freiwillige Gaben, zu denen auch der biblische Zehnte gehört.



Berlin-Brandenburgische Adventisten wählten Kirchenleitung

Berlin, 26.04.1999/APD Pastor Gerd Eiteneier (56) bleibt für die nächsten vier Jahre Vorsteher der 2 600 Siebenten-Tags-Adventisten in der Berlin-Brandenburgischen Vereinigung der Freikirche. Geistliche und Delegierte der 47 adventistischen Gemeinden aus beiden Bundesländern wählten als stellvertretenden Vorsteher und Sekretär Christopher Wilde, bisher Seelsorger in Löbau/Sachsen. Er löst Matthias Müller ab, der das neue "Institut für Gemeindeaufbau und Evangelisation" des Norddeutschen Verbandes der Freikirche leiten soll. Wolfgang Piorr wurde als Schatzmeister bestätigt. Für die Jugend-, Pfadfinder- und Kinderarbeit ist Gunnar Scholz verantwortlich, der bisher als Seelsorger in Chemnitz wirkte.



Mitteldeutsche Adventisten mit neuer Kirchenleitung

Leipzig, 26.04.1999/APD Pastor Hartwig Lüpke (58) ist für die nächsten vier Jahre Vorsteher der neuen Mitteldeutschen Vereinigung der Siebenten-Tags-Adventisten. Die regionale Kirchenleitung mit Hauptverwaltung in Dresden umfaßt die bisherigen Kirchenleitungen Sachsen-Anhalt/Thüringen und Sachsen mit jetzt 5 604 erwachsenen getauften Mitgliedern in 137 Gemeinden. Lüpke leitete bisher die Adventisten im Freistaat Sachsen. Als stellvertretenden Vorsteher und Sekretär wählten die in Leipzig tagenden Geistlichen und Delegierten der Gemeinden Pastor Lothar Scheel und als Schatzmeister Carsten Köhler, die diese Funktionen ebenfalls schon in Sachsen ausübten. Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau, Ehe und Familie sind die Geistlichen Reinhard Jurke (Greiz) und Andreas Erben (Gera) sowie für Kinder, Pfadfinder und Jugend Lars Uhlmann (Dresden) und Jörg Wietrichowski (Weimar). Der bisherige Vorsteher in Sachsen-Anhalt/Thüringen, Klaus Tilgner, und sein Stellvertreter und Sekretär, Gerhard Peters, werden wieder als Gemeindepastoren tätig sein.



Nordrhein-westfälische Adventisten bestätigen Kirchenleitung

Bochum, 26.04.1999/APD In seinem Amt als Vorsteher der 6 000 Siebenten-Tags-Adventisten in Nordrhein-Westfalen wurde Pastor Lothar Wilhelm (60) für die nächsten vier Jahre bestätigt. Die in Bochum tagenden Geistlichen und Delegierten der 78 adventistischen Gemeinden des Bundeslandes verlängerten auch das Mandat des stellvertretenden Vorstehers und Sekretärs Manuel Bendig (44). Neuer Schatzmeister ist Klaus Tiebel (44), bisher Seelsorger in Gelsenkirchen. Er löst Gerd Dreiling ab, der in den Ruhestand ging. Als Abteilungsleiter für Gemeindeaufbau und Heimatmission wurde Frank Waldschmidt und als Verantwortlicher für Jugend-, Pfadfinder- und Kinderarbeit Michael Brunotte gewählt.



Neue Klimaanlage für Krankenhaus "Waldfriede"

Berlin, 26.04.1999/APD Ein neues Klima- und Lüftungssystem hat das adventistische Krankenhaus "Waldriede" in Berlin-Zehlendorf bekommen. Wie dessen technischer Leiter Jan Peters mitteilte, mußte die 24 Jahre alte Anlage ausgetauscht werden, da sie nicht mehr dem geltenden Standard entsprach. Mit dem Einbau war gleichzeitig die Modernisierung der Operationssäle verbunden. Die neue, energiesparende Anlage hat eine Luftleistung von 32 000 Qubikmetern pro Stunde. Die Kosten in Höhe von 3,4 Millionen Mark übernahm die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales.

Das 230-Betten-Akutkrankenhaus "Waldfriede" in Zehlendorf wurde 1920 gegründet. Es versorgt mit den Fachabteilungen Chirurgie, Innere, Gynäkologie, Geburtshilfe und Anästhesie jährlich 5 500 Patienten stationär und 3 500 ambulant. Es umfaßt neben einer Krankenpflegeschule mit 80 Ausbildungsplätzen ein Gesundheitszentrum und eine Sozialstation. Laut dem Ärztlichen Direktor Dr. Ronald Noltze gehört zum Konzept der Klinik nicht nur das Heilen von Krankheiten, sondern auch die Verhinderung möglicher Krankheiten durch Gesundheitsaufklärung. Daneben werde an die Patienten gedacht, die nach einem Krankenhausaufenthalt noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte seien. Hier helfe die Sozialstation. Das umfassende Konzept habe auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) überzeugt, so daß sie "Waldfriede" 1996 in das "Netz gesundheitsfördernder Krankenhäuser" aufnahm. Die renommierte Krankenanstalt ist außerdem Lehrkrankenhaus der Freien Universität Berlin, Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg und Teil des "Adventist Health Systems" der evangelischen Freikirche. Die Siebenten-Tags-Adventisten verfügen weltweit über insgesamt 159 Krankenhäuser und 306 Kliniken, in denen 64 501 Ärzte, Krankenschwestern und weiteres Personal jährlich über 10 Millionen Patienten behandeln.



"Woche für das Leben": Verantwortung für die Schöpfung

Düsseldorf, 26.04.1999/APD Die Verantwortung des Menschen für die Schöpfung stellen die evangelische und katholische Kirche in den Mittelpunkt der diesjährigen "Woche für das Leben" vom 2. bis 8. Mai. Unter dem an ein Wort des Propheten Jesaja angelehnten Motto "Gottes Erde - zum Wohnen gemacht" wird die Veranstaltung bundesweit in Düsseldorf mit einem gemeinsamen Gottesdienst und einer Openair-Veranstaltung eröffnet. Der Schutz des menschlichen und nichtmenschlichen Lebens stehe in einem untrennbaren Zusammenhang, betonen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Manfred Kock, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Karl Lehmann, im Vorwort der Arbeitshilfe für die Gemeinden "Impulse für Praxis und Gottesdienst". Das Bemühen, Umwelt und Natur auch für künftige Generationen zu erhalten, gründe "in der Ehrfurcht vor dem Leben, das ein Geschenk Gottes ist". Die "Woche für das Leben" wird seit 1994 gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der EKD veranstaltet. Sie steht jedes Jahr unter einem besonderen Schwerpunktthema.



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© APD Geändert am: 06.05.99