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"Marienhöhe 75 Jahre jung"
Darmstadt, 18.08.1999/APD Unter dem Motto "Marienhöhe 75 Jahre jung" begeht das adventistische Schulzentrum Seminar Marienhöhe, Darmstadt, vom 20. bis 22. August sein 75-jähriges Bestehen. Nachdem 1921 und 1922 Schulgründungen in Kirchheim/Teck und Bad Aibling gescheitert waren, kaufte die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten 1924 die frühere, auf der Darmstädter Marienhöhe gelegene Gymnastik- und Tanzschule von Elizabeth Duncan. Bereits ein Jahr später nahm die Bildungsstätte unter der Leitung von Dr. Otto Schuberth den Unterricht mit 209 Schülerinnen und Schülern auf. Neben einem theologischen Seminar gab es eine Handelsschule, Haushaltungsschule, Kranken-pflegevorschule und einen Lehrgang zur Ablegung des Abiturs. Als die Nationalsozialisten an die Macht kamen, schloss die Gestapo für sieben Wochen die Marienhöhe, die zwar danach wieder geöffnet wurde, jedoch 1939 den Unterricht einstellen mußte. 1941 beschlagnahmte die Luftwaffe das Anwesen. Nach dem Krieg diente es als Lager für aus Russland und Polen verschleppte Familien.
Erst 1948 bekam die Freikirche das verwahrloste Grundstück wieder zurück. Noch im Oktober desselben Jahres wurde der Unterricht mit 50 Schülern wieder aufgenommen. Schon 1949 kam neben dem theologischen Seminar ein Aufbaugymnasium hinzu, 1950 folgte für einige Jahre eine Handelsschule. Neue Gebäude entstanden, und 1959 besuchten bereits 303 Schüler und Studenten das adventistische Bildungszentrum. Seit 1983 darf die Marienhöhe die Bezeichnung "Gymnasium und Kolleg" führen. 1988 wurde das Ausbildungsangebot durch eine zweijährige Berufsfachschule für Fremdsprachensekretariat erweitert, die bis 1996 bestand. Nach der deutschen Wiedervereinigung schienen zwei theologische Ausbildungsstätten der Freikirche in Deutschland nicht mehr erforderlich zu sein. Deshalb stellte das theologische Seminar Marienhöhe 1993 den Lehrbetrieb ein und wurde in die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg integriert, die 1990 die staatliche Anerkennung erhalten hatte. 1994 kam zum Gymnasium und Kolleg eine Realschule hinzu. Im Schuljahr 1998/99 zählte das jetzt von Ulrike Pelczar geleitete Schulzentrum Seminar Marienhöhe insgesamt 648 Schülerinnen und Schüler.
(Hinweis der Redaktion: Der geschichtliche Überblick "75 Jahre Schulzentrum Seminar Marienhöhe", Darmstadt findet sich unter der Rubrik "Blick zurück".)
Hilfsgüter für Kosovoflüchtlinge
Görlitz, 18.08.1999/APD Das Görlitzer Hilfswerk der Siebenten-Tags-Adventisten CaTeeDrale hat erneut 15 Tonnen an Lebensmitteln, Hygieneartikeln, Krankenhausbetten und Bekleidung für Kosovoflüchtlinge in die mazedonische Hauptstadt Skopje gebracht. Dort wird die Lieferung von der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA an Bedürftige verteilt. Bereits Anfang Mai fuhr CaTeeDrale 15 Tonn-en Hilfsgüter nach Skopje.
Kinder helfen Kindern
Auerbach/Vogtland, 18.08.1999/APD Große Freude herrschte bei den Jungen und Mädchen im rumänischen Acatari. Das Advent-Wohlfahrtswerk Vogtland verteilte an sie über 500 Päckchen mit Schulmaterial, Spielzeug und Süßigkeiten. Die Gaben stammten von Gleichaltrigen und Erwachsenen aus dem Vogtland, die die Aktion "Kinder für Kinder" des Advent-Wohlfahrtswerkes unterstützten. Inzwischen sammelt das adventistische Hilfswerk Kleidung für Rumänien.
Baueinsatz in Nepal
Ostfildern bei Stuttgart, 18.08.1999/APD Vom 1. bis 30. September führt die Adventjugend der Siebenten-Tags-Adventisten wieder einen Baueinsatz in Nepal durch. Die 30 Freiwilligen helfen bei der Errichtung einer Entbindungsstation für das Scheer Memorial Hospital in Banepa nahe der Hauptstadt Katmandu. Das 1956 gegründete adventistische Krankenhaus hat 65 Betten und ist als einziges Hospital im Kavre-Distrikt für etwa 370 000 Menschen zuständig. Die als Entwicklungshelfer eingesetzten Maurer, Putzer, Elektriker, Installateure, Bauschlosser, Zimmerleute und Hilfskräfte tragen ihre Reisekosten von 2 100 Mark selbst. Für Unterkunft, Verpflegung und Versicherung sorgt die Adventisti-sche Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA. Adventistische Jugendliche aus Deutschland, Österreich und der Schweiz führten in den vergangenen Jahren bereits drei derartige Arbeitseinsätze in Nepal durch.
Adventistisches Missionscamp bei Magdeburg
Friedensau bei Magdeburg, 18.08.1999/APD Ihr 6. Missionscamp führt die Freikirche der deutschen Siebenten-Tags-Adventisten vom 24. bis 29. August in Friedensau bei Magdeburg durch. In 21 Workshops geht es um Themen, wie "Das Evangelium einfach weitersagen", "Gemeindeneugründung - aber wie?", "Evangelisation ist wieder in!", "Mission unter Ausländern", "Länderpatenschaften", "Frauenevangelisation", "Angstfrei glauben", "Missionarische Gottesdienste, die Spaß machen", "Kreative Kinder- und Teenarbeit", "Trauernde verstehen und begleiten". Die über 700 Dauerteilnehmer übernachten vorwiegend in Zelten und Wohnwagen. Ein 1 100-Personen-Zelt steht für Gottesdienste und Vorträge zur Verfügung.
"Die Sache mit Gott"
Ostfildern bei Stuttgart, 18.08.1999/APD Das Seminar "Die Sache mit Gott - das Herz muss dabei sein!" findet am 4., 5. und 12. September jeweils ganztägig in etwa 200 Adventgemeinden Deutschlands statt. Pastor Ben Maxson (Silver Spring, Mary-land/USA), Abteilungsleiter der Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) der Siebenten-Tags-Adventisten, spricht grundlegende Fragen der persönlichen Beziehung des Christen zu Gott an. Er hält sein Seminar in Bukarest in englischer Sprache, das synchron übersetzt und per Satellit nach Deutsch-land übertragen wird. Für adventistische Pastoren werden vertiefende Vorträge am 6. und 7. September angeboten.
Großes Interesse für Operationssäle
Berlin, 18.08.1999/APD Die Besichtigung der Operationssäle interessierte die 2 300 Besucher am "Tag der offenen Tür" des adventistischen Krankenhauses "Waldfriede" in Berlin-Zehlendorf am meisten. Bereits eine Stunde nach Beginn waren alle Führungen ausgebucht. Großes Interesse fanden auch der Informationsstand "Wundversorgung" und die Führung durch die Geburtshilfliche Abteilung. Die Kinder waren dagegen mehr für das Gipsen und das Puppentheater zu haben. Auch der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen und seine Frau zeigten bei einem Rundgang ebenso ihr Interesse an dem Kranken-haus wie die Bezirksstadträte für Gesundheit und Soziales und der stellvertretende SPD-Landesvorsitzende Klaus-Uwe Benneter. Eine Tombola erbrachte 6 500 Mark für die Neugestaltung der Patientenaufnahme.
Das 230-Betten-Akutkrankenhaus "Waldfriede" wurde 1920 gegründet. Es versorgt mit den Fachabteilungen Chirurgie, Innere, Gynäkologie, Geburtshilfe und Anästhesie jährlich 5 500 Patienten stationär und 3 500 ambulant. Es umfaßt neben einer Krankenpfle-geschule mit 80 Ausbildungsplätzen ein Gesundheitszentrum und eine Sozialstation. Laut dem Ärztlichen Direktor Dr. Ronald Noltze gehört zum Konzept der Klinik nicht nur das Heilen von Krankheiten, sondern auch die Verhinderung möglicher Krankheiten durch Gesundheitsaufklärung. Aber auch an die Patienten sei gedacht, die nach einem Kranken-hausaufenthalt noch nicht alles wieder selbst machen könnten. Hier helfe die Sozialstation. Dieses umfassende Konzept habe auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) überzeugt, so dass sie 1996 "Waldfriede" in das "Netz gesundheitsfördernder Krankenhäuser" auf-nahm. Die Krankenanstalt ist außerdem Lehrkrankenhaus der Freien Universität Berlin.
100 Jahre Adventgemeinde Neustadt/Weinstraße
Neustadt/Weinstraße, 18.08.1999/APD Am 4. September begeht die Adventgemeinde Neustadt/Weinstraße ihr 100-jähriges Bestehen. Der Schweizer Missionar der Siebenten-Tags-Adventisten Emil Eduard Frauchiger hielt 1898/99 öffentliche Bibelvorträge in Kaisers-lautern und Neustadt. Daraufhin kam es in Neustadt zur Bildung einer kleinen Gruppe Adventisten. Sie wurde von dem Münchener Prediger Lorenz Scharf, der sich in Kaisers-lautern niederließ, seelsorgerlich betreut. Die Gemeinde versammelte sich jahrzehntelang zum Gottesdienst in gemieteten Räumen, bis sie schließlich 1972 ein eigenes Gemeinde-zentrum in der Gartenstraße beziehen konnte. 1994 entstand eine Nachbargemeinde in Landau. Die Neustädter Adventgemeinde besteht derzeit aus 75 getauften Mitgliedern sowie 20 Kindern und Jugendlichen.
43 Millionen Baptisten weltweit
Dresden, 18.08.1999/APD Neuer Präsident des 43 Millionen Mitglieder zählenden Baptistischen Weltbundes wird der Südkoreaner Dr. Billy Kim (Suwon). Der 64-jährige Evangelist und Konferenzredner wurde von dem in Dresden tagenden Rat des Baptistischen Weltbundes einstimmig für die nächsten fünf Jahre nominiert. Die offizielle Wahl und Amtseinführung erfolgt im Januar 2000 beim Baptistischen Weltkongress im australischen Melbourne. Kim löst den Brasilianer Dr. Nilson do Amaral Fanini (Rio de Janeiro) ab, der im kommenden Jahr satzungsgemäß aus dem Amt scheidet.
Europa sei der einzige Kontinent mit einem geringen Wachstum an Baptisten, erläuterte der Statistik-Experte des Weltbundes, Tony Cupit (McLean bei Washington D.C.) in Dresden. In den letzten zehn Jahren stieg die Mitgliederzahl lediglich um zwei Prozent auf rund 770 000. Alle anderen Regionen verzeichneten dagegen zweistellige Zuwachsraten. An der Spitze liegt Afrika mit einem Plus von 47 Prozent beziehungsweise 3,3 Millionen Mit-gliedern. In Südamerika haben die Baptisten um 30, in Asien um 26, in Mittelamerika um 22 und in Nordamerika um elf Prozent zugenommen. Insgesamt gibt es zur Zeit rund 43 Millionen Baptisten. Da in der Statistik nur "gläubige Getaufte" gezählt werden, erreicht man etwa 100 Millionen Menschen in baptistischen Familien. In Deutschland sind die Baptisten Teil des Bundes Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Nach Jahren der Stagna-tion musste der Bund 1998 erstmals einen leichten Rückgang um 0,5 Prozent seiner Mitgliederzahlen auf 87 000 hinnehmen.
Bund Freier evangelischer Gemeinden feiert 125-jähriges Bestehen
Witten, 18.08.1999/APD Unter dem Motto "weitergehen" begeht der Bund Freier evange-lischer Gemeinden vom 10. bis 12. September sein 125-jähriges Bestehen in der Essener Grugahalle. Der Kongress beginnt mit einem historischen Rückblick, bei dem wegweisende Ereignisse aus der Vergangenheit des Bundes durch Musik, Theater und Interviews ver-mittelt werden. Der 11. September steht unter der Devise "wir feiern". Der Sonntag endet mit einem Sendungsgottesdienst. Für Kinder und Jugendliche gibt es besondere Program-me. Zum Kongress werden bis zu 6 000 Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet. Der Bund Freier evangelischer Gemeinden entstand 1874 in Wuppertal. Er hat heute in Deutschland über 31 000 Mitglieder in rund 400 Gemeinden. Die Freikirche ist weltweit in 25 Ländern mit etwa einer Million Mitglieder vertreten.
Mitgliederrückgang der SELK hält an
Hannover, 18.08.1999/APD Die höchste Abnahmerate seit 1993 verzeichnete die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) im letzten Jahr. Nach der amtlichen Statistik sank die Mitgliederzahl 1998 um 1,14 Prozent und verringerte sich damit um 447 auf 38 759. 422 Taufen und 286 Ein- beziehungsweise Übertritten standen 563 Todesfälle, 559 Austritte oder Ausschlüsse und 33 Mehrüberweisungen an Schwester-kirchen gegenüber. Die SELK entstand 1972 durch den Zusammenschluss der Evangelisch-Lutherischen Freikirche und der Selbständigen evangelisch-lutherischen Kirche. 1976 traten der SELK die Evangelisch-Lutherische Bekenntniskirche, 1978 die Stephanus-gemeinde Frankfurt/Main und 1991die Evangelisch-lutherische (altlutherische) Kirche bei.
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