Adventisten strukturieren Radioarbeit in Lateinamerika um
Silver Spring, Maryland/USA, 20.12.1999/APD Adventist World Radio (AWR) strukturiert seine Rundfunkarbeit in Mittel- und Südamerika um. Laut AWR-Präsident Don Jacobsen (Silver Spring, Maryland/USA) wurde der Kurzwellenstandort in Cahuita/Costa Rica aufgegeben. Die seit 1991 genutzten fünf Sender mit einer Leistung von 20, 40 und 50 Kilowatt wurden an das University Network von Dr. Gene Scott verkauft. Stattdessen soll die AWR-Kurzwellenstation in Canelitos/Guatemala mit einem fünf Kilowatt-Sender aufgerüstet werden und die Programme aus Cahuita übernehmen. "Seit kurzem hat unsere Kirche die Möglichkeit, in Lateinamerika eigene UKW- und Mittelwellen-Lokalradios zu betreiben. Dadurch gewinnt das AWR-Medienzentrum in Alajuela/Costa Rica an Bedeutung. Die dort produzierten Programme werden jetzt mehr als 50 adventistischen Lokalsendern in Mittel- und Südamerika per Satellit zur Verfügung gestellt," erläuterte Jacobsen. Dadurch habe sich der Anteil der Kurzwellensendungen in Costa Rica, die alle nach Kuba ausgestrahlt wurden, auf sieben Stunden täglich reduziert. "1991 waren wir über eigene Kurzwellensender in Cahuita froh. Doch jetzt haben wir ganz andere Möglichkeiten." So planten zusätzlich 20 kommerzielle Lokalradios die Übernahme von AWR-Programmen per Satellit. Durch die Satellitentechnik ist es möglich, auch Stationen in Nordamerika und Spanien mit Sendungen zu versorgen, "und das in einer Qualität, die die Kurzwelle nicht erreichen kann." Adventist World Radio nutzt weltweit UKW-, Mittel- und Kurzwellenstationen, Satellitenübertragungen und das Internet mit wöchentlich etwa 1200 Sendestunden in fast 50 Sprachen.