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35 475 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland
Ostfildern bei Stuttgart, 18.02.1999/APD 35 475 erwachsene getaufte
Siebenten-Tags-Adventisten leben gegenwärtig in Deutschland. Das sind drei
weniger als 1997. Dazu kommen rund 11 300 Kinder und Jugendliche, die in
Gruppen betreut werden. 734 Taufen und Aufnahmen in die Freikirche sowie
189 Zuzüge von Adventisten aus dem Ausland standen im letzten Jahr 674
Todesfälle, 252 Austritte und Ausschlüsse gegenüber. Die Zahl der
Adventgemeinden erhöhte sich um eine auf 575. Seit dem Tiefstand von 1989
mit 33 998 nahm die Mitgliederzahl wieder kontinuierlich zu. Die Steigerung
war laut Pastor Bruno Liske (Ostfildern), dem Vorsitzenden der
evangelischen Freikirche in Deutschland, hauptsächlich auf den Zuzug von
Adventisten aus der ehemaligen Sowjetunion zurückzuführen. Die Stagnation
im letzten Jahr hängt mit der rückläufigen Zahl an Aussiedlern zusammen.
Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in der Bundesrepublik neun regionale
Kirchenleitungen (Vereinigungen) sowie den Nord- und Süddeutschen Verband
als überregionale Zusammenschlüsse. Sie unterhalten das Berliner
Krankenhaus "Waldfriede", die Theologische Hochschule Friedensau bei
Magdeburg, das Schulzentrum Marienhöhe, Darmstadt, mit Gymnasium, Kolleg
und Realschule, sowie fünf Grundschulen und zehn Kindergärten. Ferner
stehen das Medienzentrum "Stimme der Hoffnung", Darmstadt, mit
Blindenhörbücherei und Internationalem Bibelstudien-Institut, der Advent-
und Saatkorn-Verlag, Lüneburg, sowie das ebenfalls dort ansässige DE-VAU-GE
Gesundkostwerk unter adventistischer Leitung. Das Advent-Wohlfahrtswerk
(AWW) betreut durch zahlreiche örtliche Helferkreise rund 50 000 bedürftige
Menschen pro Jahr. Zu ihm gehören elf Beratungsstellen und Seelsorgezentren
für suchtabhängige Menschen, elf Suppenküchen, 37 Selbsthilfe- und
Abstinenzgruppen, zehn Kleiderstuben, 120 Altenclubs, ein
Dienstleistungstauschring, eine Arbeitsloseninitiative und 243 sonstige
sozial tätige Gruppen. Außerdem umfaßt das AWW zwei Kliniken für
Suchtkranke, acht Einrichtungen der Alten-, elf der Familien- und eine der
Behindertenhilfe. Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) verfügt
zur Zeit über 52 Regionalgruppen, die Seminare zur Gesunderhaltung
(Prävention) und Raucherentwöhnungskurse anbieten. Die Adventistische
Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland gab 1996 8,8
Millionen Mark für humanitäre Maßnahmen in 26 Staaten der Erde aus.
Lesehungrige Studenten
Friedensau bei Magdeburg, 18.02.1999/APD Die Lesesaalbenutzung der Bibliothek an der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg hat sich im letzten Jahr mehr als verdoppelt. Waren es im Jahr 1997 noch knapp 20 000 Besucher, so wurden 1998 über 52 000 gezählt. Maßgeblichen Anteil daran hatte laut Bibliothekar Ralph Köhler die Einrichtung von vier Internet-Arbeitsplätzen, die fast ständig an den bis zu 14 Öffnungsstunden täglich genutzt werden. Während der 300 Öffnungstage im letzten Jahr kamen pro Tag durchschnittlich 175 Lesehungrige. Die Bibliothek enthält zur Zeit etwa 53 000 Bücher und Zeitschriftentitel. Sie bezieht rund 300 verschiedene Zeitschriften. Die Einrichtung ist allgemein zugänglich. An der Friedensauer Hochschule sind 209 Studenten immatrikuliert, die die Fachbereiche Theologie oder Christliches Sozialwesen belegt haben.
Abgeholzte Urwaldflächen in Indien neu bepflanzen
Friedensau bei Magdeburg, 18.02.1999/APD Unter wissenschaftlicher Betreuung des Fachbereiches Christliches Sozialwesen der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg sollen abgeholzte Urwaldflächen im Osten Indiens in der Provinz Mizoram an der Grenze zu Myanmar (Burma) neu bepflanzt werden. Leiter des Projekts, das zusammen mit der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA durchgeführt wird, ist Forstoberrat i. R. Dr. Kurt Frantz. Im Frühjahr will er 5 000 Pflanzen, wie Ahorn, Linde, Platane, Eßkastanie, Esche und Forstsaatgut, nach Indien mitnehmen. Die dortigen Behörden haben auch Land für den Anbau von Papaya und Reismelde in Aussicht gestellt. Die Reismelde komme laut Frantz sogar wild in Friedensau vor. Die Körner der Frucht ähneln der Hirse, sind mild im Geschmack und mit einem hohen Anteil an Proteinen und Lipiden versehen, aber viel nahrhafter als Reis. Der Vorteil bestehe darin, daß man die Reismelde überall anbauen könne, während Reis viel Wasser zum Wachsen und Gedeihen benötige. Bereits im November 1997 hatte Frantz damit begonnen, abgeholzten Urwaldboden mit inzwischen über 2 000 Obstbäumen aus Deutschland zu bepflanzen.
Norddeutsche Adventisten reduzieren Kirchenleitungen
Hannover, 18.02.1999/APD Um Kosten einzusparen, werden die regionalen Kirchenleitungen (Vereinigungen) im Norddeutschen Verband der Siebenten-Tags-Adventisten von sieben auf fünf verringert. Die Pastoren und Delegierten aus den Gemeinden beschlossen, die bisherigen beiden Vereinigungen Niedersachsen-Süd und -Nord zur gemeinsamen Kirchenleitung Niedersachsen und Bremen mit Sitz in Bremen und nunmehr 3 786 Mitgliedern in 57 Adventgemeinden zusammenzuschließen. Die neue Mitteldeutsche Vereinigung mit Hauptverwaltung in Dresden umfaßt die bisherigen Kirchenleitungen Sachsen-Anhalt/Thüringen und Sachsen mit jetzt 5 604 Adventisten in 137 Gemeinden. Vorsteher, Sekretäre, Schatzmeister und Abteilungsleiter der neuen Kirchenleitungen werden erst am 14. März in Leipzig beziehungsweise am 25. April in Hannover gewählt. Unverändert bestehen bleiben die Vereinigungen Hansa (Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, Sitz Hamburg, 2 842 Mitglieder), Berlin-Brandenburg (Sitz Berlin, 2 550 Mitglieder) und Nordrhein-Westfalen (Sitz Mettmann, 6 063 Mitglieder). Der Süddeutsche Verband der Siebenten-Tags-Adventisten in Ostfildern bei Stuttgart (14 630 Mitglieder) umfaßt die regionalen Kirchenleitungen Baden-Württemberg (Sitz Stuttgart), Mittelrhein (Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland, Sitz Frankfurt/Main), Nordbayern (Sitz Nürnberg) und Südbayern (Sitz München). In allen Bundesländern hat die evangelische Freikirche den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Ebenso haben der Nord- und Süddeutsche Verband sowie die Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland diesen Status inne.
Weltgebetstag der Frauen 1998 mit Liturgie aus Venezuela
Mainz, 18.02.1999/APD Traditionsgemäß findet am ersten Freitag im März wieder der Weltgebetstag der Frauen in etwa 170 Ländern statt. Die Liturgie für den Gottesdienst am 5. März stammt diesmal von Christinnen aus Venezuela. Die Gottesdienstordnung steht unter dem Motto "Gottes zärtliche Berührung". Es geht dabei um Erfahrungen mit Gott, seiner heilenden Kraft und seiner Ermutigung zum Einsatz für Gerechtigkeit. Das erdölproduzierende Venezuela galt früher als reiches Land. Doch 1983 kam es durch den Ölpreisverfall und die damit verbundene Abwertung der Landeswährung zur Wirtschaftskrise, die bis heute anhält. Etwa 40 Prozent der Menschen des Landes leben in den ständig wachsenden Armenvierteln der Städte. Aus der Kollekte der deutschen Weltgebetstagsgottesdienste sollen unter anderem die Gesundheitsfürsorge in Armenvierteln verbessert und Kampagnen zur Gewalt gegen Frauen in Venezuela unterstützt werden. Insgesamt wurden im letzten Jahr 243 Projekte für Frauen in 80 Ländern mit 4,2 Millionen Mark gefördert. 5,6 Millionen Mark spendeten die deutschen Gottesdienstbesucherinnen 1998. Der Weltgebetstag geht in den USA auf das Jahr 1887 zurück und wird seit 1949 auch in Deutschland von evangelischen, katholischen, orthodoxen und freikirchlichen Frauen begangen.
Jetzt zum Stuttgarter Kirchentag 1999 anmelden
Fulda, 18.02.1999/APD Zum 28. Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 16. bis 20. Juni in Stuttgart können sich jetzt Interessierte anmelden. Das offizielle Kirchentagsplakat und der Anmeldeprospekt mit dem Programm sind veröffentlicht. Das Plakat mit der Kirchentagslosung "Ihr seid das Salz der Erde" wurde erstmals durch eine öffentliche Abstimmung ausgewählt. Mit einer Gesamtauflage von über 100 000 Exemplaren in unterschiedlichen Formaten weist es bundesweit auf das Ereignis im Juni hin. Der Anmeldeprospekt mit einer Auflage von 145 000 Stück enthält detaillierte Auskünfte zu Teilnahme, Kosten, Unterbringung, Verpflegung und zur Anreise, zu der auch wieder Sonderzüge eingesetzt werden. Die Teilnahmeunterlagen sind bei den Landesausschüssen des Kirchentages oder beim 28. Deutschen Evangelischen Kirchentag, Geschäftsstelle, Postfach 30 04 69, 70444 Stuttgart, Telefon (0711) 8 96 62-0, Telefax (0711) 8 96 62-266, E-Mail info@kirchentag.de, erhältlich.
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