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Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-International (Adventist Development and Relief Agency) ist die weltweite Hilfsorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe. ADRA unterhält ein Netzwerk mit 161 nationalen ADRA-Organisationen, außerdem 10 Regionalbüros in Afrika, Süd- und Mittel-amerika, Europa, Asien, im Südpazifik und in der GUS. In Ländern ohne selbständige ADRA-Organisation nutzt das Hilfswerk die lokalen Strukturen der Freikirche. Dadurch hat ADRA Zugang zu über 180 Ländern. Sie wurde 1956 als "Seventh-day Adventist World Service" (SAWS) gegründet und 1983 in ADRA-International umbenannt.
ADRA-Deutschland wurde 1987 als Verein gegründet und ist Mitglied im Bensheimer Kreis, gehört zum Deutschen Paritätischen Wohl-fahrtsverband (DPWV) und zu Parität International (PI). Außerdem ist ADRA Mitglied bei EuronAid, bei der Nationalen Plattform der Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO) innerhalb der Europäischen Union und im Verein "EINE WELT FÜR ALLE". ADRA ist auch Gründungsmitglied des Dachverbandes "VENRO" (Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen). Zur Zeit beschäftigt ADRA-Deutschland 15 Angestellte, eine Teilzeitkraft, drei Zivildienstleistende und drei Projektleiter. Mehr als 700 Freiwillige unter-stützen die Arbeit der kirchlichen Einrichtung und Nicht-Regierungs-Organisation, die notleidenden Menschen, unabhängig von ihrer politischen und religiösen Anschauung oder ihrer ethnischen Herkunft, hilft.
Anschrift: Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe e. V., Robert-Bosch-Straße 4, 64331 Weiterstadt, Telefon (06151) 8 11 50, Telefax (06151) 81 15 12, E-Mail: 100525.1606@compuserve.com., Online: http://www.ADRA-Deutschland.de.
ADRA soll Hilfe im Kosovo koordinieren
Silver Spring, Maryland/USA, 12.07.1999/APD Auf Bitten des Flüchtlingshilfswerkes der Vereinten Nationen (UNHCR) wird die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA die Versorgung der in den Kosovo zurückkehrenden Flüchtlinge in Priština und Umgebung koordinieren. Ein Büro wurde bereits in der Stadt eingerichtet. Sobald die KFOR-Truppen für die nötige Sicherheit sorgen können, will ADRA die Arbeit aufnehmen. Gegenwärtig stattet das adventistische Hilfswerk Rückkehrwillige in Kukës/Albanien mit einer einmonatigen Lebensmittelration, Hygieneartikeln und einer Plastikplane, die als Notunterkunft dienen kann, aus. Laut Sean Robinson (Tirana), Direktor von ADRA Albanien, will die Hilfsorganisation die Gesundheitsfürsorge in den albanischen Gebieten Vlore, Fier und Berat für die einheimische Bevölkerung fortführen.
Unterbringung der Rückkehrer größtes Problem im Kosovo
Weiterstadt bei Darmstadt, 12.07.1999/APD Wie die Mitarbeiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland im Kosovo berichten, stelle die Unterkunft der Rückkehrer derzeit das größte Problem für die Menschen und Hilfsorganisationen dar. Die Lebensmittelversorgung sei dagegen weitgehend gesichert. Die heimkehrenden Flüchtlinge begännen überall sofort mit dem Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser und pflanzten in ihren Gärten Tomaten oder Paprika an. ADRA Deutschland beabsichtigt besonders den Rückkehrern zu helfen, die den Krieg in den Wäldern des Kosovo verbrachten. Deren Gesundheitszustand sei häufig besorgniserregend. Ein besonderes Problem stelle die Räumung der zahlreichen Minen dar. Hier seien die Regierungen der beteiligten Länder gefordert. Sinnvolle Hilfe könne durch sauberes Trinkwasser oder Verwaltungspersonal für die Krankenhäuser geleistet werden. Einheimisches medizinisches Personal sei ausreichend vorhanden, lediglich bestimmte Medikamente würden benötigt. Kreditprogramme für Handwerker und Kleinunternehmer könnten der lokalen Wirtschaft wieder auf die Beine helfen und dadurch Arbeitsplätze und Einkommen schaffen.
Trinkwasser für Hurrikanopfer in Nicaragua
Managua/Nicaragua, 12.07.1999/APD Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA wird in Nicaragua in 55 im letzten Jahr vom Wirbelsturm "Mitch" heimgesuchten Dörfern Brunnen mit sauberem Trinkwasser installieren. Außerdem werden die dortigen Grundschulen mit Latrinen ausgestattet. Gleichzeitig erhalten die Schüler und Schülerinnen Unterricht in Hygiene. Die Arbeiten erledigen die Bewohner unter fachlicher Anleitung größtenteils selbst. Sie erhalten dafür Lebensmittel. Bisher ist ADRA dem mittelamerikanischen Staat mit Hilfsgütern und Wiederaufbaumaßnahmen im Wert von 7,2 Millionen Mark beigestanden. Im April erhielten 160 000 Hurrikanopfer in über 500 Gemeinden im Norden des Landes Kleidung.
| © APD | Geändert am: 15.07.99 |