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Von der Klappermühle zur Theologischen Hochschule

Chronik 100 Jahre Friedensau (1899-1999)

1899 14. September: Kauf der Klappermühle 35 Kilometer östlich von Magdeburg. September: Umbenennung in Friedensau.
17. Oktober: Grundsteinlegung für die Nährmittelfabrik (Bäckerei).
18. November: Eröffnung der Missionsschule mit sieben Schülern und dem Lehrer Otto Lüpke.
1900 Januar: Beginn des ersten Krankenpflegekurses unter Leitung des Arztes Dr. A. J. Hoenes.
März: Baubeginn des Sanatoriums.
1901 Juli: Einweihung des Sanatoriums und Gründung der "Friedensauer Schwesternschaft".
1902 Herbst: Anlage des Friedhofs.
1903 24. Februar: Gründung der Freiwilligen Feuerwehr. Frühjahr: Fertigstellung des Sanatoriumsanbaus.
24. Oktober: Einweihung des Schulgebäudes.
1904 Sommer: Aussendung des ersten Friedensauer Absolventen Johann Ehlers und des Krankenpflegers A. C. Enns nach Ostafrika.
1906 26. November: Eröffnung einer Russischen Abteilung der Missionsschule.
1907 25. Juli: Einweihung eines Altenheims mit zunächst 60 Plätzen. Erster Heimleiter Julius Lillig.
1908 140 Schüler aus 12 Ländern besuchen die Missionsschule.
1909 29. Juli: Einweihung eines Schulneubaues, der sogenannten "Neuen Schule".
1913 Das Schuljahr 1912/13 verzeichnet mit 257 Studierenden die bis dahin höchste Schülerzahl.
1914 Frühjahr: Verlegung der Nährmittelfabrik nach Hamburg. (Heute befindet sich das DE-VAU-GE Gesundkostwerk in Lüneburg).
1915 Winter: Einrichtung eines Kriegslazaretts für etwa 100 Verwundete.
1917 8. September: Einstellung des Schulbetriebes wegen Einberufungen zum Militärdienst.
24. November: Gründung der Friedensauer Grundschule mit 17 Kindern und Lehrerin Maria Wehowsky.
1919 1.Oktober: Wiederaufnahme des Unterrichts mit 60 Schülern.
1921 Sommer: Beginn der Seifenherstellung, um den Studierenden Erwerbsmöglichkeiten zu bieten.
September/Oktober: Aussendung von Heinrich Zimmermann und Friedrich Dittmar als erste Friedensauer Missionare nach dem 1. Weltkrieg nach Niederländisch-Indien (Indonesien).
1922 Umwandlung des Sanatoriums in ein Erholungsheim, nachdem 1920 in Berlin-Zehlendorf das Krankenhaus "Waldfriede" eröffnet und die Krankenpflegeausbildung dorthin verlegt wurde. 12. November: Friedensau wird selbständige politische Gemeinde. Erster Bürgermeister ist Wilhelm Krumm.
1923 September: Erweiterung des Predigerlehrgangs auf sechs Jahre. Einführung einer sechsjährigen Lehrerausbildung.
1924 3. September: Beginn des hauswirtschaftlichen Lehrgangs.
1925 Mit 240 Studierenden höchster Schülerstand nach dem 1. Weltkrieg.
1928 Friedensau wird Mutterhaus der Friedensauer Schwesternschaft.
1930 Staatliche Genehmigung des kaufmännischen und hauswirtschaftlichen Lehrgangs durch den Magdeburger Regierungspräsidenten.
1931 9. September: Ankauf von 101 Hektar Wald nördlich und westlich von Friedensau.
1933 26. November bis 6. Dezember: Kurzzeitiges Verbot der Gemeinschaft der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland.
1936 Im Studienjahr 1935/36 besuchen nur 47 Schüler das Missionsseminar.
1941 Herbst: Der Predigerlehrgang wird wegen Mangel an Schülern eingestellt, die gewerblichen Lehrgänge bleiben weiter gut besucht.
1943 23. August: Schließung der Schule infolge der Beschlagnahme durch die Deutsche Wehrmacht.
September: Einrichtung eines Lazaretts.
1945 5. Mai: Einrücken sowjetischer Kampftruppen. Umwandlung des deutschen Wehrmachtslazaretts in ein sowjetisches Militärlazarett.
1947 April: Auflösung des Lazaretts.
11. Juni: Genehmigung zur Wiedereröffnung des Predigerseminars durch die Sowjetische Militäradministration in Berlin-Karlshorst und die Provinzialregierung Sachsen-Anhalt.
1. Juli: Beginn des Unterrichts mit fünf Lehrern und 18 Schülern. Walter Eberhardt übernimmt die Schulleitung.
1952 Im Studienjahr 1951/52 mit 122 Jugendlichen die höchste Schülerzahl zwischen1947 und 1990.
1957 Juli: Einweihung des Erholungsheim-Neubaus.
1961 Umbenennung der Missionsschule in "Predigerseminar".
1963 Herbst: Errichtung einer kleinen Sternwarte.
1965 1. September: Beginn des Fernkurses "Friedensauer Bibellehrbriefe" (ab 1992 "Internationales Bibelstudien-Institut, heute in Darmstadt).
1967 1. September: Beginn des Diakon-Musik-Lehrgangs.
1971 14. Oktober: Besuch des Präsidenten der Volkskammer und Vorsitzenden der CDU, Gerald Götting.
1974 Auflösung der Landwirtschaft, Verpachtung der etwa 75 Hektar Nutzfläche Friedensaus an die LPG Theeßen.
1978 14. Juni: Besuch von Bischof Albrecht Schönherr, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirchen in der DDR.
1979 September: Beginn der Bauarbeiten für das erste Reihenhaus.
1980 3.-10. August: Dritte große Bibelwoche mit 1 350 Teilnehmern.
1981 8. September: Das Predigerseminar wird in "Theologisches Seminar Friedensau" umbenannt.
1983 Ende Januar: Ankunft der ersten drei Studenten aus Mosambik. Später folgen Studenten aus der Sowjetunion, Angola und Jugoslawien. Einrichtung des Lehrgangs "Deutsch für Ausländer".
24. März: Besuch des Bischofs der Evangelisch-Methodistischen Kirche, Armin Härtel.
1985 18. Dezember: Gastvorlesung von Dr. Manfred Stolpe, Präsident des Konsistoriums der Berlin-Brandenburgischen Kirche (heute Ministerpräsident von Brandenburg).
1986 1. September: Einführung eines zweijährigen Diakonkurses.
1990 15. September: Das Theologische Seminar erhält auf Beschluss des Ministerrats der DDR den Status einer staatlich anerkannten Hochschule.
1991 28. Juni: Beendigung des Diakonlehrgangs.
7. September: Einführung des neuen Rektors Professor Dr. Baldur Pfeiffer.
1992 29. März: Einweihung der Mensa.
Mai: Genehmigung des Diplomstudiengangs Theologie durch das Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Sachsen-Anhalt.
6. September: Einführung des neuen Studiengangs "Christliches Sozialwesen".
1993 9. Juni: Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Möckern, der sich die politische Gemeinde Friedensau anschließt.
Juni: Anerkennung des Diplom-Studiengangs "Christliches Sozialwesen" und des "Magister Theologiae" durch das Ministerium.
1994 2. Juli: Die ersten drei Absolventen erhalten das theologische Diplom.
8. Oktober: Einweihung der neuen Sporthalle.
1995 30. März: Einweihung des Gästehauses der Hochschule.
7. Oktober: Studienjahrsbeginn mit 139 Vollzeitstudenten und 91 Nachdiplomanden.
1996 29. Januar: Auf Beschluss des Gemeinderates erhält Friedensau ein eigenes Ortswappen.
19. Februar: Ernennung von Friedensauer Dozenten zu Professoren.
17. Juni: Einweihung des Zeltplatzes.
6. Oktober: Übergabe des neuen Musikgebäudes an das Institut für Kirchenmusik.
1997 Oktober: Einführung der Magisterstudiengänge Soziale Verhaltenswissenschaft und Internationale Entwicklungszusammenarbeit.
11. Dezember: Einweihungsfeier des neuen Alten- und Seniorenwohnheims.
1998 Umbau des früheren Altenheims in ein Studentenwohnheim.
1999 Oktober: An der Hochschule sind 203 Studenten aus 18 Ländern eingeschrieben.



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© APD Geändert am: 04.07.99

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