Juba/Südsudan, 28.08.2012/APD   Ein Jahr nach der Unabhängigkeit des Südsudan vom nördlichen Landesteil gebe es verschiedene Initiativen, die von Mitgliedern oder der Leitung der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Hauptstadt Juba getragen würden, wie Adventist News Network (ANN) berichtete. Dazu gehöre auch seitens der Kirche die Einrichtung eines Radiostudios in einem beigen Metallcontainer, das in drei Monaten auf Sendung gehen werde.

2006 sei in Juba ein Radiokomitee gegründet worden, welches ständig Geld gesammelt habe. „Unsere Mitmenschen wollen das Wort Gottes hören“, betonte der pensionierte adventistische Pastor Fulgensio Okayo. Es wäre im Südsudan aber nicht wie in anderen Ländern möglich, durch Verteilung von Schrifttum das Evangelium zu verbreiten. Radiosendungen seien dagegen ein Weg, die Menschen zu erreichen. Von den 10,6 Millionen Einwohnern des Südsudans sind mehr als 70 Prozent Analphabeten, und die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung ist sehr arm.

Laut ANN seien Sendungen zu Themen wie Spiritualität, Gesundheit, Familie und Jugend geplant. Die Programme würden in den lokalen Sprachen Bari, Juba, Arabisch, Dinka, Muro, Shiluk und Zende ausgestrahlt. Nachdem die Studioausstattung gekauft worden sei, beginne nun die Ausbildung von acht Freiwilligen, um den Rundfunksender betreiben zu können. Auch ein 30-Meter-Mast neben dem Studiocontainer stünde bereits, der eine Sendeleistung für ein Empfangsgebiet im Radius von acht Kilometern habe. Später werde eine Antenne auf einem Hügel außerhalb der Stadt errichtet, um die ganze Hauptstadt mit rund 350.000 Menschen zu erreichen.

Auf dem Gelände der „Greater Equatoria“ Kirchenleitung in Juba, auf dem auch der Radiostudiocontainer steht, unterhält die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten eine Grundschule mit 1.000 Schülerinnen und Schülern sowie eine Klinik. Dort befinden sich zudem zwei Kirchen, die Kirchenverwaltungsgebäude der Adventisten sowie das Landesbüro der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Südsudan. Bis zum Abschluss eines großen Entwicklungsprojekts beschäftigt das ADRA-Landesbüro 700 Angestellte, danach sollen es noch rund 400 Mitarbeiter sein.

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