Silver Spring, Maryland/USA, 08.10.2012/APD   Ende September habe die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten an ihrer peruanischen Universität („Universidad Peruana Union“) in Lima eine medizinische Fakultät eröffnet, wie Adventist News Network (ANN) mitteilte. In der Ausbildung von Ärzten solle ein Schwerpunkt auf die medizinische Vorsorge gelegt werden, teilte Dekan Dr. Carlos Alfonso Balarezo mit. Die Fakultät werde auch den umliegenden spanischsprechenden Ländern Bolivien, Ecuador und Kolumbien zur Ausbildung von Medizinern dienen.

Die Eröffnung sei nach einer fünfjährigen Planungsphase erfolgt, so ANN. Im ersten von sieben Studienjahren, das bereits im August begonnen habe, seien 80 Studenten eingeschrieben. Für die Zukunft gehe die Leitung der Fakultät davon aus, dass jeweils 60 Studierende pro Jahr die Kurse belegen würden.

„Die Ärzteausbildung ist für unsere Kirche schon immer eine Notwendigkeit in Peru gewesen“, sagte Pastor Erton Kohler (Brasilia/Brasilien), Präsident der adventistischen Kirchenleitung in Südamerika, „und jetzt ist dieser Traum Wirklichkeit geworden“. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sei Peru mit neun Ärzten pro 10.000 Einwohner im Verhältnis zu den globalen Durchschnittswerten von 14 Medizinern unterversorgt.

Laut ANN seien an der adventistischen Universität in Peru 8.100 Studenten eingeschrieben, die zweithöchste Zahl der adventistischen Universitäten weltweit, die nur von der adventistischen Universität „Centro Universitario Adventista“ in São Paulo/Brasilien mit 10.000 Studenten übertroffen werde.

Neben der medizinischen Fakultät in Peru werden auch an folgenden adventistischen Universitäten Ärzte ausgebildet: „Benjamin S. Carson Sr. School“ an der Babcock University in Nigeria; an der „Universidad de Montemorelos“, Nuevo León, Mexico; an der „Universidad Adventista del Plata“, Liberator San Martín, Entre Rios, Argentinien; und an der „Loma Linda University“, Kalifornien/USA. Die sechste medizinische Fakultät der Adventisten solle laut Kirchenverantwortlichen auf den Philippinen entstehen.

In Peru leben über 30 Millionen Einwohner, davon 411.675 Adventisten, die sich der Freikirche durch die Glaubenstaufe angeschlossen haben und an 1.993 Orten Gottesdienste feiern. Die Siebenten-Tags-Adventisten unterhalten in Peru drei Krankenhäuser, 77 Grund- und Mittelschulen mit 9.300 Schülern, ein Gymnasium sowie eine Universität, zwei Verlage und ein Medienzentrum.

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