Eisenach, 19.10.2012/APD   Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland erneuert ihren Aufruf zum Gebet für bedrängte und verfolgte Christen im Nahen Osten. Aus aktuellem Anlass bitten die Delegierten der Herbstversammlung der ACK in Eisenach ihre Kirchen, weiterhin diese Menschen in ständigem Gebet zu unterstützen.

„Mit großer Sorge um die Christinnen und Christen im Orient, die unter vielfachen Bedrängnissen leiden, ist es weiterhin dringend, für unsere Schwestern und Brüder im Glauben zu beten“, betonte der Vorsitzende der ACK, Professor Dr. Friedrich Weber, Bischof der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Braunschweig. Gleichzeitig sei sich die ACK des Spannungsfeldes bewusst, in dem die Christen dort lebten. Viele von ihnen sähen Migration oder gar Flucht als ihre einzige Chance. Das bedeute jedoch ein großes Dilemma angesichts der Tatsache, dass sich in vielen dieser Länder das Christentum schon sehr früh ausgebreitet habe, sie also zur Wiege des Christentums gehörten.

Die Mitgliederversammlung der ACK nehme wahr, so Weber, dass auch andere religiöse Minderheiten Beschwerden unterschiedlichster Art erduldeten. „Aktuell im vom Bürgerkrieg erschütterten Syrien erleiden Angehörige aller Religionsgruppen, ja alle Menschen dort Unsägliches.“ Gleichzeitig dürfe der Einsatz für die Christinnen und Christen im Orient nicht zu einem Zerrbild führen, das die Leiden der anderen Menschen in diesen Ländern aus dem Blick verliere oder gar neue Feindbilder hervorbringe. Viele der ethnischen, politischen und religiösen Konflikte seien hochkomplex und gestalteten sich oft in jedem Land unterschiedlich. Deshalb bitte die ACK ihre Mitgliedskirchen, sich stets aufs Neue und sehr differenziert zu informieren.

Der 1948 gegründeten Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland gehören 17 Kirchen an. Vier Kirchen sind Gastmitglieder und vier ökumenische Organisationen haben Beobachterstatus. Die Mitglieder, Gastmitglieder und Beobachter entsenden Delegierte in die ACK, die zweimal im Jahr zur Mitgliederversammlung zusammenkommen.
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