„Schutzhütte“ Schwedt bietet Möglichkeit, selbst aktiv zu sein

Schwedt/Oder, 23.10.2012/APD   „King“ ist der neueste Besucher der „Schutzhütte“ in Schwedt an der Oder, der Kontaktstelle für Menschen in Not, die zum Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehört. „King“ ist ein kleiner Havaneser. Hunde dieser Rasse werden nicht höher als 29 Zentimeter und sind daher familien- und plattenbaufreundlich. Das Zepter schwingt der „König“ noch nicht, aber kleine Stöckchen schon recht kräftig. Durch Spenden wurde es möglich, dass er in das Zuhause eines trockenen Alkoholikers und seiner Familie kam, die jetzt für das Tier sorgt.

Die Menschen in der „Schutzhütte“ erhielten nicht nur Essen oder Beratung, sondern auch die Möglichkeit, selbst aktiv zu sein, berichtete Geschäftsführer Andreas Noack. Diese Chance werde vor allem alkoholkranken Menschen angeboten. Sinnvolle Beschäftigung gebe es beispielsweise im „Tafel-Garten“ der „Schutzhütte“. „Dort wurden im vergangenen Jahr rund 4.800 Arbeitsstunden geleistet, dabei eintausend Quadratmeter Land umgegraben, Beete angelegt sowie Gemüse und Obst angebaut.“

Im Arbeitsbereich „Die Tafel“ hätten sich 7.200 Arbeitsstunden ergeben. 8.500 Lebensmittelbeutel und 14.600 Nahrungsmittelkörbe seien weitergegeben worden, so Noack. „Um diese Ware aus den Supermärkten, Bäckereien und Tankstellen abzuholen, waren drei Fahrzeuge im Stadtgebiet unterwegs.“

In der Küche und im Sozialcafé wären in 1.700 Arbeitsstunden 5.200 Frühstücksmahlzeiten sowie dieselbe Anzahl Mittagessen selbst zubereitet und ausgegeben worden. „Dazu kamen 7.800 gespendete Mittagsmahlzeiten“, informierte der Geschäftsführer. Auch zahlreiche Gebrauchsgüter, wie gespendete Kleidung, Geschirr, Möbel, Kommunikations- und Unterhaltungstechnik seien weitergegeben worden.

„Insgesamt konnten im letzten Jahr durch die Bewilligungen von Stadt und Landkreis, durch Spenden von Unternehmen, Einzelpersonen und Kirchen sowie aus Bußgeldern 17.300 Arbeitsstunden organisiert und betreut werden.“ Das habe laut Andreas Noack 20 Menschen eine sinnvolle Beschäftigung ermöglicht. Unter ihnen seien zwölf mit Suchthintergrund gewesen und fünf, die Strafstunden des Gerichts abgeleistet hätten. „Auf diese Weise wurde es möglich, Wartezeiten für trocken gewordene Alkoholiker zwischen den Heilbehandlungen mit sinnvoller Beschäftigung auszufüllen und das Trockenbleiben so weit zu festigen, dass neben der wiedergewonnenen Leistungsfähigkeit auch das familiäre Umfeld gestärkt wurde.“ So hätte auch der kleine Havaneser ein neues Zuhause finden können.

Die „Schutzhütte“ in Schwedt im Landkreis Uckermark im Nordosten des Landes Brandenburg besteht seit März 1995. Weitere Informationen sind im Internet unter www.schutzhuette-schwedt.de zu finden.
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