Silver Spring, Maryland/USA, 17.11.2012/APD   Das Erdbeben vom 7. November mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala, das den Westen von Guatemala erschütterte, hat laut Regierungsangaben 52 Tote gefordert. Fünf davon seien Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, wie „Adventist News Network“ (ANN) berichtete.

Juan Perez Lopez, Gemeindeleiter der adventistischen Tupox Kirche in Concepcion Chiquirichapa, Provinz Quetzaltenango, sei mit seinem Vater beim Verladen von Sand am Fuß eines Berges von einem durch das Beben ausgelösten Erdrutsch verschüttet worden. Drei Kirchenmitglieder, die sie retten wollten, wären bei einem Nachbeben durch einen weiteren Erdrutsch ebenfalls verschüttet und getötet worden.

Kevin Perez (18), der beim Erdbeben seinen Vater und Großvater verloren hat und nun für seine vier jüngeren Geschwister sorgen muss, betonte: „Wir sind nicht allein. Gott gibt uns mit unserer Kirche eine große Familie, die uns trägt und tröstet.“ „Wir trauern mit den betroffenen Familien, die ihre Lieben verloren haben“, ergänzte Pastor Guenther Garcia, Präsident der Adventisten in Guatemala.

Das Erdbeben habe mehr als 1,2 Millionen Menschen betroffen und über 12.000 Häuser zerstört oder beschädigt. 18.700 Menschen hätten evakuiert werden müssen, wovon 6.200 in 64 Notunterkünften einquartiert worden seien, wie die Nationale Kommission für Katastropheneindämmung (CONRED) berichtete. Laut Angaben der Siebenten-Tags-Adventisten in Guatemala hätten 15 Kirchenmitglieder ihr Haus verloren und mehr als hundert Schäden an ihren Häusern hinnehmen müssen.

Die Nationalgarde von Guatemala und Freiwillige der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Guatemala sammelten Säcke mit Bohnen und anderen Lebensmitteln und verteilten sie zusammen mit Decken an Erdbebenopfer in den am schwersten betroffenen Gebieten in den Provinzen San Marcos und Quetzaltenango. Zudem hätten ADRA Guatemala und die Kirche ein Projekt begonnen, wonach von der Bevölkerung in rund 800 adventistischen Gemeindezentren im Land Nahrungsmittel für die Opfer gespendet werden könnten, teilte Gustavo Menéndez, Direktor von ADRA Guatemala, mit.

Das Erdbeben sei das folgenschwerste nach jenem von 1976 gewesen, bei dem mehr als 24.000 Tote zu beklagen waren.

In Guatemala mit 14,7 Millionen Einwohnern haben sich 232.493 Menschen durch die Glaubenstaufe der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten angeschlossen. Sie feiern in rund 800 Kirchengemeinden samstags den Gottesdienst, unterhalten 22 Grundschulen mit 2.800 Schülern sowie Radio- und Fernsehstationen.
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