Zürich/Schweiz, 11.01.2013/APD   „Ich leide lieber Hunger, als nach Syrien in die Bürgerkriegsgebiete zurückzukehren, wo sich die Situation weiter verschlechtert“, sagte die Syrerin Amara. Sie sei mit ihren fünf Kindern und der Stiefmutter nach Jordanien geflüchtet, wie die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz mitteilte. Um ihre Familie unterzubringen, habe Amara ein Zimmer in einer 3-Zimmerwohnung im Untergeschoss eines Wohnhauses gemietet. Es biete wenig Platz für sieben Personen, sagte sie, und zudem sei die Wohnung dunkel sowie ungeheizt. Mehr könnten sie sich aber nicht leisten.

Die Zimmermiete für 250 syrische Flüchtlingsfamilien in Jordanien werde mit der Unterstützung von ADRA Schweiz, anderen ADRA-Länderbüros sowie der „Glückskette“ finanziert. Dadurch könnten sie während sechs Monaten anständig untergebracht werden, so das Hilfswerk. Die kleinen noch vorhandenen Ersparnisse ermöglichten es den Flüchtlingsfamilien, andere Grundbedürfnisse zu decken und Medikamente zu kaufen. Die tägliche Nahrung zu beschaffen, stelle für sie eine große Herausforderung dar.

Seit Beginn des Bürgerkrieges in Syrien wurden laut UNO mehr als 60.000 Tote gezählt. Die andauernden Auseinandersetzungen in Syrien führten dazu, dass gefährdete Bevölkerungsgruppen die Flucht ergreifen würden.
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