Satellitengottesdienst der Adventisten in Deutschland

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, 19.01.2013/APD   „Im Mai 2013 feiert die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ihren 150. Geburtstag“, hob der Präsident der Adventisten in Nord- und Ostdeutschland, Pastor Johannes Naether (Hannover), am 19. Januar beim diesjährigen Satellitengottesdienst hervor. Er sprach zusammen mit dem Präsidenten des Süddeutschen Verbandes der Adventisten, Pastor Günther Machel (Ostfildern bei Stuttgart), über das Jahresmotto 2013 der Freikirche, das dem Titusbrief des Apostel Paulus Kapitel 2, Vers 11 aus der Bibel entnommen ist: „In Christus ist Gottes Gnade sichtbar geworden“ (Neue Genfer Übersetzung). Der Gottesdienst wurde aus dem großen TV-Studio des adventistischen Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt in etwa 300 Adventgemeinden Deutschlands übertragen. Er war zudem live im Fernsehprogramm des „Hope Channel“ über den Satelliten ASTRA zu sehen und wurde auch von über 350 Nutzern im Internet per Livestream abgerufen. In das Fernsehbild war die Übersetzung in die Gebärdensprache für Hörgeschädigte eingeblendet.

Pastor Naether erinnerte daran, dass sich 1860 eine Gruppe von Christen in Nordamerika den Namen „Siebenten-Tags-Adventisten“ gab. Der Name hebe hervor, dass es sich um Christen handelte, die den biblischen Ruhetag (Sabbat) am siebten Tag der Woche, dem Samstag, feierten und darauf warteten, dass Jesu bald wiederkomme. Drei Jahre später, am 21. Mai 1863, gründeten 20 Delegierte der damals 3.500 Adventisten Nordamerikas in Battle Creek, Michigan/USA, eine „Generalkonferenz“ und gaben damit der jungen Kirche auch eine organisatorische Struktur.

„Doch wie leben wir Adventisten, welche die Botschaft vom bald wiederkommenden Herrn verkündigen, mit einem 150-jährigen Jubiläum?“, fragte Naether. „Unsere Uhren und Kalender erweisen sich als unbrauchbar beim Messen und Bewerten des göttlichen Handelns, trotz aller Deutungen prophetischer Bibeltexte“, stellte der Freikirchenleiter fest. Schon der Apostel Petrus rede im Neuen Testament von der Geduld, Barmherzigkeit und Gnade Gottes, der Ausschau nach Menschen halte, die Rettung finden sollten.

Gottes Gnade sei kein exklusives Vorrecht für Wenige, sondern gelte allen Menschen. „Gnade und Barmherzigkeit müssen aber von uns gelebt und weitergegeben werden, damit sich Menschen auf Gott einlassen“, betonte Naether. Wie dies aussehen könne, erläuterte er an Beispielen aus adventistischen Kirchengemeinden (Adventgemeinden) in Deutschland mit ihren Angeboten für Kinder, Jugendlichen und Obdachlosen. Dazu gehörten aber auch die bestehenden und neuen Sozialprojekte der Freikirche in der Bundesrepublik. In Uelzen solle beispielsweise Anfang 2014 das Hospiz „Am Stadtwald“ fertiggestellt sein, und in Neuburg/Donau sei im September letzten Jahres eine Heilpädagogische Tagesstätte für Vorschulkinder eröffnet worden.

Pastor Günther Machel ergänzte: „Weil Gottes Gnade, Liebe und Menschenfreundlichkeit in Jesus Christus erschienen ist, nehmen wir ihn als Vorbild, wollen ihm folgen und nach Gottes Wort leben.“ Annahme der Gnade Gottes und eine freudige, dankbare Nachfolge gehörten zusammen. Deshalb sollten Adventisten ihren Glauben freudig leben, „damit Menschen um uns herum die Barmherzigkeit und Gnade Gottes in Jesus Christus erkennen und die Fülle des ganzen Evangeliums als frohe Botschaft erfassen.“ Adventisten hätten auch nach 150 Jahren den Menschen etwas zu sagen.
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