Zürich/Schweiz, 10.02.2013/APD   Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz werde in der chinesischen zehn Millionen Stadt Chengdu gemeinsam mit dem Biogasexperten Dr. Arthur Wellinger, Präsident der „European Biogas Association“, Projektleiter Marcel Wagner, ADRA China und den lokalen Behörden eine Machbarkeitsstudie für Biomasse-Kraftwerke in der Region erstellen.

Die geplante Studie begutachte die Situation und Möglichkeiten vor Ort, liefere technisches Knowhow und bewerte die Rentabilität des eingesetzten Kapitals von Investoren. Sie werde durch die „Interdepartementale Plattform zur Förderung der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz“ (REPIC) gefördert, deren Träger verschiedene Bundesämter der Schweizer Regierung sind.

In Chengdu, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Sichuan, würden jeden Tag 5.000 Tonnen Abfall eingesammelt, der auf riesigen Deponien lande. Laut ADRA rechneten die Behörden damit, dass die Stadt 2018 von einem Ring aus Müll komplett umgeben sein werde. Um die Verschmutzung von Böden und Wasser zu verringern und nicht ständig mehr Landwirtschaftsfläche für Müllhalden verwenden zu müssen, suche die Stadt nach Recycling-Methoden.

Nach Angaben von ADRA würden bereits in verschiedenen Provinzen Chinas Biomasse-Kraftwerke gebaut, in denen der trockene organische Abfall, etwa Bäume, Zweige und Blätter, verbrannt werde, der feuchte organische Abfall, wie Küchen-, Schlachthof-, und Restaurantabfälle, aber auf Deponien lande. Diese rund 60 Prozent des organischen Abfalls hätten laut ADRA ein hohes Potenzial, um zu Biogas und Düngemitteln verarbeitet zu werden.

Laut ADRA produziere China jedes Jahr knapp 160 Millionen Tonnen Müll. Rund zwei Drittel der chinesischen Städte seien von Abfall umgeben. Die Mülldeponien erstreckten sich in China auf mehr als 500 Quadratkilometer.
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