Weiterstadt bei Darmstadt/Deutschland, 13.03.2013/APD   Die durch den Wirbelsturm Sandy ausgelösten heftigen Regenfälle hätten in Haiti zu massiven Überschwemmungen geführt. Häuser, Schulen, Ernten und damit ganze Familienexistenzen seien zerstört worden, teilte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA-Deutschland mit. Zerstörte Wassersysteme und verunreinigte Brunnen sowie Quellen hätten dazu geführt, dass die Bewohner in ihrer Verzweiflung das verunreinigte Wasser aus Bächen oder Flüssen getrunken hätten, was zu einer drastischen Zunahme von Infektionskrankheiten geführt habe. Eine Partnerorganisation von ADRA habe vor Ort Notrationen für 24 Tage sowie Gutscheine für Hygieneartikel an betroffene Männer, Frauen und Kinder verteilt.

ADRA Deutschland habe mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes am 18. November 2012 ein Hilfsprojekt gestartet, das den Menschen in den Kommunen des Distrikts Nippes, im Südwesten von Haiti, den Zugang zu sauberem Wasser sichern sollte, betonte die Online-Redakteurin von ADRA Deutschland, Mirjam Greilich. Die ADRA-Trinkwasseranlage sei von Petit Gôave in die Kommunen des Nippes-Bezirks verlegt worden. Zusätzlich seien zwölf kleinere, mobile Anlagen aufgestellt worden, welche während sechs Tagen in der Woche frisches Trinkwasser produzierten. Laut Greilich erhielten dadurch 13.600 Männer, Frauen und Kinder täglich rund 15 Liter sauberes Wasser. Alle Wasseraufbereitungsanlagen von ADRA lieferten während der vier Monate insgesamt 68.000 Liter Trinkwasser pro Tag.

Um Infektionskrankheiten wie Cholera nachhaltig einzudämmen, habe das Hilfswerk außerdem 2.720 Hygienepakete an Familien verteilt und führe Gesundheitsschulungen für ausgewählte Führungspersonen in den Kommunen, wie Lehrer, religiöse Führer oder Vereinsleiter, durch. Sie wirkten als Multiplikatoren und gäben den Dorfbewohnern die neuen Erkenntnisse weiter.

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