Hamburg, 03.05.2013/APD   Auf dem „Markt der Möglichkeiten“ des 34. Deutschen Evangelischen Kirchentags in Hamburg regen mehrere Aussteller zu einer Auseinandersetzung mit der Bibel an.

In einem Projekt von neun Hamburger Kirchengemeinden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten können Teilnehmer gemeinsam eine Hörbibel erstellen. Beginnend mit dem Matthäusevangelium, werde jedes Kapitel des Neuen Testaments von einem anderen Besucher gelesen. „Als Text haben wir uns für die Basis-Bibel entschieden, weil sie eine leicht verständliche Sprache hat“, informierte Pastor Samuel Schmidt, Koordinator des Projekts. Bei der Basis-Bibel bilde jede Zeile eine Sinneinheit, sodass sie sich für ein spontanes Vorlesen besonders eigne. Die Aufnahmen erfolgten in einer kleinen Tonstudio-Box inmitten des Messegeländes. Nach dem Ende des Kirchentags werde jeder Vorleser eine Version der Hörbibel erhalten. Zudem würden unter den Beteiligten Druckausgaben der Basis-Bibel verlost, gab Pastor Schmidt bekannt. Die Deutsche Bibelgesellschaft als Herausgeberin der Basis-Bibel unterstütze das Hörbuch-Projekt mit einer kostenfreien Lizenz.

Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) lädt die Kirchentagsteilnehmer ein, die Bibel als Schatz neu zu entdecken. Dazu könnten Besucher auf Karten vermerken, was sie persönlich an der Bibel schätzten. Die mit kurzen Aussagen beschriebenen Karten würden zusammen mit einem Foto des Verfassers an einer Wand präsentiert. Das Projekt „Die Bibel neu als Schatz entdecken“ verstünde sich als ein Beitrag der ACK zu 500 Jahren Reformation. Zwar hätten die Mitgliedskirchen der Arbeitsgemeinschaft ein unterschiedliches Verhältnis zur Reformation, erläuterte ACK-Geschäftsführerin Dr. Elisabeth Dieckmann. Sie teilten aber die Bibel als gemeinsame Heilige Schrift. Die Formulierung der Grundanliegen der Reformation sei durch eine intensive Auseinandersetzung mit der Bibel gekommen. Die ACK habe ihre Mitgliedskirchen gebeten, ihren jeweiligen Zugang zur Heiligen Schrift zu erläutern. Die gesammelten Stellungnahmen würden anschließend in einer Broschüre veröffentlicht.
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