Hannover, 29.05.2013/APD   Zu einem Spitzengespräch und zur Feier eines gemeinsamen Abendmahlsgottesdienstes trafen sich am 27. Mai Vertreter der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) im Kirchenamt Hannover. Das Treffen war im Anschluss an das 25-jährige Jubiläum der gegenseitigen Erklärung von Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft am 30. September 2012 vereinbart worden. An dem Gespräch und dem Gottesdienst nahmen die Bischöfin der EmK, Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider (Berlin), der Auslands- und Ökumenebischof der EKD, Martin Schindehütte (Hannover), und der Leitende Bischof der VELKD, Gerhard Ulrich (Kiel), sowie weitere Persönlichkeiten aus der EmK, VELKD und EKD teil.

Ratsvorsitzender Schneider und Bischof Schindehütte würdigten das bewährte und gute Zusammenwirken zwischen EKD und EmK in der Ökumene sowie die vielfältige und enge Kooperation im Bereich der kirchlichen Werke und der Diakonie. Bischof Ulrich zeigte sich erfreut, dass im Jubiläumsjahr in vielen Gemeinden gemeinsame Abendmahlsgottesdienste gefeiert worden seien und betonte die großen Potenziale dieser Kirchengemeinschaft mit Blick auf die gemeinsame Aufgabe der Verkündigung. Bischöfin Wenner hob hervor: „Ich bin dankbar für die Gemeinschaft. Vieles von dem, was wir inzwischen gemeinsam tun, scheint uns heute bereits fast selbstverständlich. Für uns ist die Kirchengemeinschaft sehr präsent.“

Die Teilnehmer vereinbarten, sich in regelmäßigen Abständen zu treffen, um die Zusammenarbeit in Fragen der Theologie, des Gottesdienstes und der Ausbildung zu vertiefen sowie die Kirchengemeinschaft noch stärker im Bewusstsein ihrer Gemeinden zu verankern. Eine Arbeitsgruppe solle Vorschläge zu diesen Themen unterbreiten.

Am 29. September 1987 war in einem Gottesdienst in der Nürnberger St. Lorenz-Kirche die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen Methodisten, Lutheranern und Reformierten proklamiert worden. Damals wurde festgestellt, dass im Verständnis des Evangeliums keine grundlegenden Unterschiede bestünden: „In Christus sind wir eins. Gemeinsam dürfen wir das Wort Gottes verkündigen, gemeinsam haben wir Anteil am Mahl des Herrn.“
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