Bern/Schweiz, 04.06.2013/APD   Am ersten europäischen Gesundheitskongress der Siebenten-Tags-Adventisten in Prag nahmen 600 Personen aus 40 überwiegend europäischen Ländern teil, wie die Organisatoren der drei europäischen Kirchenleitungen mit Sitz in Bern, St. Albans bei London und Moskau mitteilten. Ärzte, Vertreter von Hochschulen, Pflege- sowie medizinisches Fachpersonal, Seelsorger und am Thema Interessierte hätten Vorträge oder Workshops zu 50 Themen besuchen können.

Das Thema der Konferenz „Heilung“ beziehe sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit, sagte Dr. Allan Handysides, Leiter der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung. „Es gibt einen großen Unterschied zwischen der Heilung einer Krankheit und der Heilung eines Kranken. Letzteres betrifft nicht nur den physischen Aspekt, sondern auch den geistigen, emotionalen und geistlichen Zustand sowie die Tatsache, dass dies miteinander nicht immer im Einklang ist“, so Handysides.

Heilung sei der zentrale Auftrag Jesu an seine Jünger und könne vor allem durch die Wiederherstellung zerbrochener Beziehungen angestrebt werden, heißt es in der Medienmitteilung der Kirche. Die Bildung von Gemeinschaft wäre einer der Wege, um dieses Ziel zu erreichen. Der bedeutendste Ausdruck des Glaubens sei es, menschliche Schwäche zu akzeptieren und einander zu dienen.
„Unsere Kirche und ihre Mitglieder haben durch ihr Verständnis einer gesunden Lebensweise profitiert“, so ein Teilnehmer. „Es ist offensichtlich, dass uns diese Einsichten über Gesundheit nicht gegeben wurden, um uns zu sektiererischen Extremisten zu machen, sondern um uns zu helfen, ein besseres Leben zu führen. Eine Existenz, die wir von Gott geschenkt bekommen haben, um Freude und Leid miteinander zu teilen.“

Pastor Ted Wilson, Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung, betonte den Auftrag der adventistischen Kirche, vor allem den Menschen in den großen Städten zu dienen. Er hob hervor, dass die Botschaft einer gesunden Lebensweise der „rechte Arm“ des Evangeliums sei, nicht das Evangelium selbst.

In einem Gottesdienst sagte Daniel Duda, Abteilungsleiter für Bildung der Adventisten in Nord- und Südosteuropa, in seiner Predigt über die Heilung des Blindgeborenen durch Jesus, dass seine Jünger, die Nachbarn des Blinden, dessen Eltern sowie die Pharisäer eine geistliche Heilung nötig gehabt hätten. „Auch wir brauchen eine Heilung unserer geistlichen Wahrnehmung, denn keiner sieht die Menschen so, wie Gott sie sieht“, betonte der Pastor. Der Blinde sei nicht nur geheilt, sondern wieder in die Gemeinschaft integriert worden, und das wäre viel wichtiger, als sich gesund zu ernähren. „Besser einen Schokoriegel mit Freunden essen, als allein vor seinem Brokkoli- Gemüse zu sitzen“, so Duda.

Der zweite europäische Gesundheitskongress der Siebenten-Tags-Adventisten wird voraussichtlich vom 7. bis12. Juli 2014 in Genf stattfinden.

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