Berlin, 15.07.2013/APD   Rund 95.000 Euro an Spenden sind auf dem Fluthilfe-Konto der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten eingegangen. Die Freikirchenleitung hatte ihre Mitglieder in der Bundesrepublik aufgerufen, adventistischen Hochwassergeschädigten zu helfen. Inzwischen lägen laut Günter Brecht (Hannover), Schatzmeister des Norddeutschen Verbandes der Freikirche, bereits eine Reihe von Anträgen auf Unterstützung vor. Eine Vergabekommission prüfe die Anträge und lege die Höhe der Auszahlungen fest. Während diese Spenden Adventisten zugute kämen, helfe die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe Hochwassergeschädigten ohne Berücksichtigung einer bestimmten Konfession, betonte der Vorsitzende der Freikirche in Deutschland, Pastor Johannes Naether (Hannover).

Doch es sei auch „handfest“ geholfen worden, teilte Pastor Simon Krautschick (Berlin), Sekretär (Geschäftsführer) der adventistischen Kirchenleitung in Berlin-Mitteldeutschland mit. So hätten eine Pfadfindergruppe und weitere Ehrenamtliche Flutschäden im Außengelände des adventistischen Freizeit- und Begegnungszentrums „Waldpark“ in Leubsdorf/Landkreis Mittelsachsen behoben. Auf der Spielwiese seien Schlamm abgetragen, Muttererde aufgefüllt und Rasen gesät worden. Ein umgestürzter Baum hätte aus dem angrenzenden Bach geholt und zerschnitten werden müssen. Der Weg durchs Gelände wäre wieder instandgesetzt und der Teich gereinigt worden. Auch fünf Lausitzer Pastoren der Freikirche seien zum Hilfseinsatz in Löbnitz, zwischen Bad Düben und Bitterfeld, erschienen. Ebenso hätten in Radebeul/Landkreis Meißen Adventisten Flutschäden beseitigt. Der Rektor der adventistischen Theologischen Hochschule Friedensau bei Magdeburg, Professor Dr. Friedbert Ninow, dankte den Studenten für ihren „selbstlosen und unermüdlichen Einsatz“ in den vom Hochwasser bedrohten Gebieten rund um Friedensau und Magdeburg. Dabei seien Sandsäcke gefüllt und transportiert, Mahlzeiten für Helfer zubereitet, Deiche kontrolliert und befestigt sowie Menschen in Not beigestanden worden. Die Hochschule selbst wäre vom Hochwasser nicht betroffen gewesen.

Das Bundesministerium des Innern hat darauf hingewiesen, dass auch vom Hochwasser betroffene Gebäude und Einrichtungen der Religionsgemeinschaften, die Körperschaften des öffentlichen Rechts seien, aus dem staatlichen Fonds „Aufbauhilfe“ Zuschüsse zur Beseitigung der Schäden erhalten könnten.
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