Frankfurt/Main, 29.07.2013/APD   Zur bundesweiten Feier des „Tages der Schöpfung“ lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland Christen aller Konfessionen am 6. September zu einer orthodoxen Vesper um 17 Uhr nach Hamburg ein. Das Geistliche Wort im Gottesdienst hält Bischöfin Kirsten Fehrs (Hamburg und Lübeck) von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland. Um 18.30 Uhr folgt der Festvortrag mit dem ehemaligen Direktor am Max-Planck-Institut für Metrologie, Professor Dr. Hartmut Graßl.

Das Motto des diesjährigen Schöpfungstages lautet „Gottes Schöpfung – Lebenshaus für alle“. Es beziehe sich auf die Glaubenserfahrung, dass Gott die Erde nicht „wüst und leer“ wollte (Genesis 1,2), sondern Licht, Leben und Ordnung geschaffen habe – eben ein Haus für die ganze Schöpfung, so Marina Kiroudi (Frankfurt/Main), Orthodoxe Referentin der ACK Deutschland. Gottes Schöpfung sei vielfältig, und seine Geschöpfe wären einzigartig. Wasser und Luft, Himmelskörper und Schätze der Erde, Pflanzen und Tiere, Vögel und Fische seien ganz unterschiedlich beschaffen. Ihre jeweiligen Besonderheiten wären notwendig, weil sie sich ergänzten und so zur Lebensfähigkeit der ganzen Schöpfung beitragen würden.

„Damit Ordnung und Leben im Sinne des Schöpfers erhalten und gestaltet werden, hat Gott den Menschen bereits bei der Schöpfung als Haushalter eingesetzt. Dies ist seine besondere Gabe und Aufgabe zugleich“, betonte Kiroudi. Mit der Feier dieses Tages wollten Christen ihre Dankbarkeit für das anvertraute Geschenk der Schöpfung zum Ausdruck bringen, aber auch die Erkenntnis, dass der Auftrag Gottes missachtet worden sei und immer noch werde. Daher gelte es, „eine neue Lebensart zu wagen, die der gottgeschenkten Gabe und Aufgabe des Menschen gerecht wird“.

Die Kirchen engagieren sich gemeinsam für die Bewahrung der Schöpfung. Als besonderes Zeichen dieses Engagements hat die ACK Deutschland im Rahmen des 2. Ökumenischen Kirchentages 2010 in München einen „Tag der Schöpfung“ ausgerufen. Er wird jedes Jahr am ersten Freitag im September mit einer bundesweiten Feier begangen. Im Mittelpunkt stehen das Lob des Schöpfers, die eigene Umkehr angesichts der Zerstörung der Schöpfung und konkrete Schritte zu ihrem Schutz.

In den Gemeinden könne der Schöpfungstag auch an einem anderen Tag innerhalb des Zeitraums vom 1. September bis 4. Oktober gemeinsam begangen werden. So dürften auf bereits in verschiedenen Orten und Regionen gewachsene Traditionen und auf Ferientermine Rücksicht genommen werden. Die ACK bietet auch diesmal wieder Gottesdienst- und Materialhefte, auch für Kinder und Jugendliche, zum „Tag der Schöpfung“ mit Impulsen für die eigene Durchführung von Gottesdiensten an. Das Material kann im Internet unter http://www.schoepfungstag.info/ heruntergeladen werden.

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