Bad Aibling/Oberbayern, 02.08.2013/APD   Fast zwanzig Jahre stand Alfred Kutscher an der Spitze des Senioren- und Pflegeheims „Haus Wittelsbach“ im oberbayerischen Bad Aibling. Da er in den Ruhestand tritt, wurde mit Michael Mocnik (32) ein Nachfolger gefunden, wobei gleichzeitig ein Generationswechsel erfolgt. Kam Alfred Kutscher ursprünglich aus der öffentlichen Verwaltung, was beim Umgang mit Behörden durchaus hilfreich sein kann, begann Michael Mocnik seine Laufbahn als Krankenpfleger. Das wiederum ist vorteilhaft in allen pflegerischen Fragen, welche die Leitung eines Pflegeheimes mit sich bringen.

Das „Haus Wittelsbach“, seit 1920 im Besitz der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Zunächst Kurhaus, wurde die Einrichtung um eine Missionsschule ergänzt. Während der Wirren des 2. Weltkrieges erfolgte die Beschlagnahme als Lazarett durch die Wehrmacht. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches zog die US-Army ein und nutzte das Haus ebenfalls kurzfristig als Lazarett. Anschließend quartierte der Landkreis Flüchtlinge ein. Im Jahr 1953 konnte der adventistische Träger die Einrichtung wieder in vollem Umfang nutzen. Das war gleichzeitig die Geburtsstunde des „Hauses Wittelsbach“ als Senioren- und Pflegeheim.

Über all‘ die Jahre hat sich das Bild des Hauses immer wieder verändert. Behördliche Auflagen und pflegerische Erfordernisse machten Um- und Neubauten erforderlich. Zudem stieg die Zahl der pflegebedürftigen Bewohner kontinuierlich an. Heute bietet das „Haus Wittelsbach“ 125 pflegebedürftigen Bewohnern Platz und unterhält zusätzlich einen sogenannten Rüstigenbereich mit 69 Plätzen. Von Anfang an habe die Einrichtung in der Stadt Bad Aibling, im Umland und unter vielen Adventisten in ganz Deutsch¬land einen hervorragenden Ruf genossen, heißt es. Zahlreiche Auszeichnungen der letzten Jahre bestätigten dies erneut. Alfred Kutscher ist sich sicher, mit Michael Mocnik einem kompetenten Nachfolger die Leitung des Hauses zu übergeben.

„Ich freue mich über die neue Aufgabe und die damit verbundene Herausforderung“, betonte Mocnik. Seine Wiege stand im heutigen Slowenien. Dort absolvierte er die Ausbildung zum Krankenpfleger. Seine ersten Kontakte zu Deutschland knüpfte er im Alter von 17 Jahren, als sich im Odenwald die Gelegenheit zu einem Ferienjob in einem Pflegeheim ergab. Seine Ausbildung schloss er in Slowenien erfolgreich ab, um anschließend ganz nach Deutschland zu wechseln. Das Pflegeheim, das er als „Ferienjobber“ kennenlernte, wurde seine erste berufliche Heimat. Dort wurde ihm die Weiterbildung zum Pflegedienstleiter ermöglicht. In dieser Funktion war er dann auch tätig und übernahm sehr bald darüber hinaus Managementaufgaben. Parallel zu seiner Tätigkeit absolvierte er die Weiterbildung zur Heimleitung. Nachdem es zu einem Besitzerwechsel des Pflegeheims kam, zog Michael Mocnik zusammen mit seiner Frau Suzana nach Bad Aibling. Beruflich bot sich ihm die Möglichkeit, in den „Schön-Kliniken“ Rosenheim und Bad Aibling zu arbeiten. Ein privates Pflegeheim nahe Isny im Allgäu bot ihm schließlich die Stelle als Pflegedienstleiter an. Dort war er bis zu seinem erneuten Wechsel nach Bad Aibling tätig. In dieser Zeit kamen auch die beiden Söhne Max und Steve zur Welt.
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