Bonn, 08.08.2013/APD   Mit Aussetzung der Wehrpflicht scheine die zwangsläufige Auseinandersetzung mit der Gewissensfrage aus den Biographien der jungen Männer und damit auch aus deren sozialem Umfeld und der Öffentlichkeit zu verschwinden. Gleichzeitig beobachte die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) eine stärkere Präsenz der Bundeswehr als attraktiven Arbeitgeber in der breiten Öffentlichkeit. Im Schulunterricht und in der öffentlichen Wahrnehmung seien Kriege und Konflikte, nicht jedoch Frieden, die vorgegebenen Themen. Gerade Jugendlichen sollte die Möglichkeit gegeben werden, sich eine individuelle Meinung zu Frieden, Gewalt und Konfliktbearbeitung bilden zu können, so die EAK. Die Stärkung von Friedensbildung an Schulen könne eine Möglichkeit sein, an dieser Stelle fördernd einzugreifen.

„Frieden will gelernt sein“ laute deshalb das Motto für Friedensbildung in Schulen. Die Website www.friedensbildung-schule.de stelle dafür vielfältige Unterstützungsangebote kostenfrei zur Verfügung. Lehrerinnen und Lehrer sowie andere Interessierte fänden dort Materialien zur politischen Bildung junger Menschen, könnten Kontakt zu Referentinnen und Referenten aufnehmen und auf eine umfassende Dokumentation der aktuellen Diskussion um Friedensbildung in der Schule zugreifen. Auch gibt es, geordnet nach Klassenstufe, Thema und Fach, Unterrichtsmaterialien. Darüber hinaus finden sich auf der Website Informationen zur Friedenspädagogik, Literaturtipps, Hinweise für Eltern und Schülerinnen, sowie einen Weiterbildungs- und Veranstaltungskalender.

Die Internetseite ist Teil des Projekts „Friedensbildung, Bundeswehr und Schule“. Sie wird getragen von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK).

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