Berlin, 11.08.2013/APD   Dr. med. Roland Scherer, Chefarzt des Zentrums für „Darm- und Beckenbodenchirugie“ im adventistischen Krankenhaus „Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf, ist von der Zeitschrift „HÖRZU“ als einer der 100 besten Ärzte Deutschlands gewählt worden. Scherer (50) ist Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirugie sowie Europäischer Facharzt für Koloproktologie (EBSQ). In der von „HÖRZU“ initiierten Untersuchung wird hervorgehoben: „Er ist überaus erfolgreich in der Therapie von Enddarmerkrankungen wie Analfissuren oder Hämorrhoiden.“

Der Darmspezialist wurde bereits 2011 und 2012 im Sonderheft der Zeitschrift „Guter Rat“ unter den 37 renommiertesten Fachärzten ganz Deutschlands im Bereich Darmkrebs und Hämorrhoiden genannt. Scherer habe laut dem Geschäftsführer des Krankenhauses „Waldfriede“, Bernd Quoß, Techniken zur chirurgischen Behandlung von Enddarmprolaps und rektovaginalen Fisteln entwickelt und publiziert. In regelmäßigen Intensivseminaren führe er neben seiner operativen Arbeit am Krankenhaus „Waldfriede“ Ärzte aus ganz Europa in spezielle OP-Techniken der Darmchirurgie ein.

Seit 2008 sei die Klinik dank Scherers Initiative europäisches Ausbildungszentrum für Operationstechniken in der Koloproktologie. 2014 werde der alle zwei Jahre von Dr. Scherer initiierte Kongress „Innovations in Coloproctology“ zum vierten Mal in Berlin stattfinden. Jährlich würden laut Quoß im Waldfrieder „Zentrum für Darm- und Beckenbodenchirurgie“ über 2.000 koloproktologische Operationen durchgeführt. Der chirurgische Eingriff erfolge erst, wenn alle konservativen Methoden tatsächlich ausgeschöpft seien. In enger Zusammenarbeit mit der Inneren Medizin sowie der Urogynäkologie im Krankenhaus „Waldfriede“ behandele das Zentrum auch Stuhl- und Harninkontinenz.

Rektovaginale Fisteln, aber auch Harninkontinenz gehörten oft zu den Leiden genitalverstümmelter Frauen. Weltweit seien 150 Millionen Frauen und Mädchen betroffen. Auch in Deutschland lebten rund 50.000 Frauen mit Genitalverstümmelung. Dr. Scherer beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dem Thema und nahm 2012 gemeinsam mit Bernd Quoß Kontakt zur „Desert Flower Foundation“ in Wien auf. Gründerin der Hilfsorganisation ist Waris Dirie, ehemaliges Model und Autorin des 2009 verfilmten Romans „Wüstenblume“. Die gebürtige Somalierin wurde als 5-Jährige selbst Opfer von Genitalverstümmelung und setzt sich seit 1997 gegen das grausame Ritual und für die Rechte afrikanischer Frauen ein. Um Betroffenen der weiblichen Genitalverstümmelung das tägliche Leben zu erleichtern, werde das Krankenhaus „Waldfriede“ zusammen mit der „Desert Flower Foundation“ Wien am 11. September in Berlin das „Desert Flower Center Waldfriede“ eröffnen, teilte Quoß mit. Als bisher einziges europäisches Krankenhaus solle sich das Zentrum unter Dr. Roland Scherer auf die ganzheitliche Behandlung und Betreuung von Opfern der Genitalverstümmelung spezialisieren.

Das seit 1920 in Berlin-Zehlendorf bestehende Akutkrankenhaus „Waldfriede“ ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und verfügt über 170 Betten.
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