Berlin, 18.08.2013/APD   „Weltweit zu Gerechtigkeit beizutragen“ sei das Ziel von „Brot für die Welt“, sagte Vorstandsmitglied Tilman Henke bei der Vorlage des ersten Jahresberichts nach dem Zusammenschluss von „Brot für die Welt“ und Evangelischem Entwicklungsdienst. Mehr als 55,2 Millionen Euro Spenden und Kollekten habe das evangelische Entwicklungswerk 2012 erhalten. Hinzu seien Mittel der Kirchlichen Entwicklungsarbeit (51,0 Millionen Euro) und der Bundesregierung (122,8 Millionen Euro), vor allem aus dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, gekommen. Mehr als 2.000 Projekte in über 90 Ländern habe „Brot für die Welt“ laut Henke im vergangenen Jahr gefördert, davon seien 1.379 neu bewilligt worden. Die Projektausgaben hätten sich 2012 auf 234,6 Millionen Euro belaufen.

Wie wichtig die Unterstützung sei, zeige die Demokratische Republik Kongo. Vorstandsmitglied Claudia Warning: „Unser kirchlicher Partner unterhält allein in der Provinz Goma 500 Schulen für 160.000 Schülerinnen und Schüler. Zwei Drittel der Schulen liegen in protestantischer Verantwortung. Unsere Partner sorgen dafür, dass junge Menschen lernen können – eine Aufgabe, die eigentlich der Staat erbringen müsste.“ Im Osten des Kongo herrsche ein langjähriger Bürgerkrieg, in dem auch ethnische Konflikte und Auseinandersetzungen um Rohstoffe eine Rolle spielten.
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