Bonn, 17.10.2013/APD   Laut der Deutschen Welthungerhilfe sind bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen und hohe Nahrungsmittelpreise drei Faktoren, die besonders negative Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssituation haben. Länder, in denen am meisten gehungert werde, seien auch am stärksten von Krisen betroffen. Deshalb müsse die Widerstandsfähigkeit der Menschen langfristig gestärkt werden.

„Gerade die Ärmsten der Armen stürzen durch eine Katastrophe in die Abwärtsspirale. Wer weniger als zwei Dollar am Tag hat, kann sich keinen Krankheitsfall in der Familie und keinen Ernteausfall leisten“, betonte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. Für viele Familien in der Sahelzone sei nach der Katastrophe vor der Katastrophe. Der „Welthunger-Index 2013“ stelle deshalb die Frage, wie die Widerstandsfähigkeit von Staaten und Gesellschaften gestärkt werden könne.

Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit besser abstimmen
Die Welthungerhilfe fordere ein Umdenken in der Entwicklungsarbeit. Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sollten besser verzahnt und die örtliche Bevölkerung aktiv an der Planung von Frühwarnsystemen und bei deren Anwendung einbezogen werden.

Anteil hungernder Menschen nimmt weltweit ab
Der Anteil weltweit hungernder Menschen nimmt laut „Welthunger-Index (WHI) 2013“ ab, auf 842 Millionen Menschen. Trotzdem sei jeder achte Mensch weiterhin nicht ausreichend ernährt.

Obwohl Südasien seit 1990 die größten Fortschritte in der Hungerbekämpfung gemacht habe, sei der Hunger dort am größten. Die Situation in der Sahel-Zone wäre weiterhin kritisch. In Burundi, Eritrea und auf den Komoren, einem Inselstaat im Indischen Ozean zwischen Mosambik und Madagaskar, seien die WHI-Werte am schlechtesten.

Link zum Welthunger-Index 2013 und der digitalen Pressemappe: http://www.welthungerhilfe.de/ueber-uns/mediathek/whh-artikel/pressemappe-welthunger-index-2013.html
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