St. Gallen/Schweiz, 31.10.2013/APD   Am Treffen der rund 50 Bischöfe und zuständigen Delegierten für karitative Einsätze der Bischofskonferenzen Europas vom 4. bis 6. November 2013 in Triest/Italien, werden die wohltätigen Initiativen der Kirche und die Rolle der Bischöfe erörtert, teilte der Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) mit.

Nächstenliebe, nicht Proselytismus
Die Arbeit der zahlreichen Wohltätigkeitsorganisationen und karitativen Initiativen der Kirche stießen in der Regel auf einhellige Zustimmung der Öffentlichkeit, obwohl die Kirche keine Nichtregierungsorganisation sei, so die CCEE-Mitteilung. So dürfe zum Beispiel die Pflege notleidender Menschen weder als Philanthropismus, Proselytenmacherei noch als Kommunikations- oder Marketingstrategie verstanden werden, denn dieses Verhalten wurzle im Glauben. Wenn man die starke Bindung zum Glauben an Christus sowie die daraus entstehende Zeugnispflicht nicht berücksichtige, könne man die christliche Liebe nicht verstehen.

„Die Liebe der Kirche ist Ausdruck, Notwendigkeit und Antwort auf den Glauben in Christus. Sie darf nicht als separater Bereich des Kirchenlebens gesehen werden, in dem nur Experten tätig sind“, so Mgr. Duarte da Cunha, CCEE-Generalsekretär. „Durch die Notleidenden, die in Vergessenheit geratenen, durch die Kinder, die älteren Menschen und die bedürftigen Familien spricht uns Gott an. Dieses Treffen möchte hervorheben, dass der Bischof nicht nur ein Glaubenslehrer, sondern auch ein Lehrer der Liebe sein muss.“

Die Beratungen finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt und werden von der CCEE-Kommission „Caritas in Veritate“ in Zusammenarbeit mit dem Päpstlichen Rat „Cor Unum“ veranstaltet.

Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE)
Zum Rat der europäischen Bischofskonferenzen (CCEE) gehören alle 33 Bischofskonferenzen, die es derzeit in Europa gibt. Sie werden von ihren Vorsitzenden, den Erzbischöfen von Luxemburg, des Fürstentums von Monaco, der Maroniten auf Zypern sowie dem Bischof von ChişinÄu (Republik Moldau) und dem Eparchialbischof von Mukachevo rechtlich vertreten. Vorsitzender des CCEE ist Kardinal Peter Erdö, Erzbischof von Esztergom-Budapest, Primas von Ungarn.
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