Wien/Österreich, 03.02.2014/APD   Emelyn (47) besaß vor dem Taifun „Haiyan“ drei kleine Fischerboote. Damit konnte ihre Familie gut überleben. Doch nun sind die Boote kaputt, und das Einkommen fehlt. So ergeht es vielen Fischern auf den Philippinen.

In den kommenden Monaten will deshalb die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich gemeinsam mit ADRA Philippinen und anderen Partnern 1.716 Fischerfamilien (insgesamt 8.580 Personen) in der Iloilo Provinz wieder zu einem Einkommen verhelfen. 372 Boote sollen gebaut oder repariert, 744 Fischernetze neu geknüpft, 265 Haushalte in alternativen Einkommenstechniken ausgebildet werden. Außerdem würden in 34 Barangays (Bezirke) Verantwortliche an einem Krisenpräventionstraining teilnehmen, teilte ADRA Österreich mit.

ADRA werde mit den Fischern zusammenarbeiten, um ihre Boote mit guten Materialien zu reparieren beziehungsweise neue zu bauen, wo die alten zerstört wurden. Gleichzeitig würden Frauen und andere Haushaltsmitglieder für das Knüpfen neuer Fischernetze engagiert. Sie erhielten Werkzeuge, Material sowie ein kleines Einkommen, während sie die Netze herstellten. So könnten sie, bis die Familien wieder fischen gingen, die nötigsten Grundbedürfnisse ihrer Familien decken und seien in den Wiederaufbau eingebunden. Um den Lebensunterhalt der Fischerfamilien auf verschiedene Standbeine zu stabilisieren, werde ADRA mit den Familien auch alternative Einkommensquellen erarbeiten. So hätten sie in Zeiten, in denen die Fischerei nicht möglich ist, immer noch Zugang zu grundlegenden Dingen, wie Nahrung und Trinkwasser. Um die Familien vor künftigen Naturkatastrophen besser zu schützen, werde ADRA in den Dörfern ein Krisenpräventionstraining durchführen. Dadurch würden beispielsweise in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden Aktionspläne, bewusstseinsförderndes Material und Frühwarnsysteme erarbeitet.
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