Sumatra/Indonesien, 09.02.2014/APD   In Sumbul und Kabanjahe, im Norden der indonesischen Insel Sumatra, sind in einigen der Schulen der Freikirche der Siebenten- Tags-Adventisten rund 700 der 25.000 Menschen untergebracht, die aufgrund der zunehmenden Eruptionen des Vulkans Sinabang vor Asche und Dreck fliehen mussten, teilte „Record“, die Kirchenzeitschrift der Adventisten in Australien mit. Die Betroffenen würden medizinisch versorgt und erhielten Bettzeug, Kleidung sowie Trinkwasser, sagten lokale Mitarbeiter der Kirche.

Lava und Vulkanasche, mit Gasen vermischt, seien seit Januar in mehr als 200 Eruptionen bis zu 5.000 Meter in die Luft geschleudert worden, so „Record“. Davon wären auch Dörfer betroffen, die außerhalb der vorgesehenen Gefahrenzone liegen würden. Bei den Eruptionen seien laut Medienberichten mindestens 15 Personen gestorben, weitere würden vermisst oder wären verletzt. Laut „Record“ ist Sinabang einer von 130 Vulkanen in Indonesien, der bis 2010 zu den schlafenden Vulkanen gehört habe, seit September letzten Jahres aber zunehmend aktiv sei.

„Wegen der andauernden Vulkanausbrüche ist es schwierig, das Ausmaß der Schäden an Häusern und Kirchen einzuschätzen“, sagte der adventistische Pastor Trisawaty Sinuhaji. Die Kollekte vom 25. Januar in den adventistischen Gottesdiensten in Westindonesien sei für die Nothilfe an Evakuierte verwendet worden.

In Indonesien leben bei 240 Millionen Einwohnern knapp 210.000 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten. Sie feiern in 1.510 Kirchen ihre Gottesdienste, unterhalten 246 Grundschulen, sechs Mittelschulen, eine Universität, 18 Kliniken, vier Krankenhäuser, eine Flugbasis, einen Verlag, ein Medienzentrum, drei Radio- und TV-Stationen sowie die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Indonesien.
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