Stuttgart, 13.04.2014/APD   Mit einem Festgottesdienst am 11. April in der Stuttgarter Schlosskirche wurden Dr. Christoph Rösel als neuer Generalsekretär und Geschäftsführer sowie Reiner Hellwig als Kaufmännischer und Verlegerischer Leiter der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG) in ihre Aufgaben eingeführt. Der DBG-Verwaltungsratsvorsitzende und frühere Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Dr. Johannes Friedrich, betonte, dass es bei den Aufgaben der Bibelgesellschaft nicht nur darum gehe, Menschen in ärmeren Ländern zu einer Bibel zu verhelfen, sondern auch in Deutschland das Interesse für die Heilige Schrift wieder neu zu wecken. Rösel unterstrich in seiner Predigt, dass die heutigen Kommunikationsmöglichkeiten die Bibelgesellschaft vor ständig neue Herausforderungen stelle. Gottes Wort sei ein „tragfähiges Wort für unser Leben“, sodass immer wieder neue Wege gefunden werden müssten, um die Bibel zu den Menschen zu bringen.

Christoph Rösel (49) studierte von 1984 bis 1988 Evangelische Theologie am Theologischen Seminar Sankt Chrischona in Bettingen bei Basel. 1997 promovierte er an der Philipps-Universität Marburg im Fach Evangelische Theologie. 2004 schloss er erfolgreich den Studiengang Erwachsenenbildung an der Fernuniversität Kaiserslautern ab. 2011 habilitierte er sich für das Fach Altes Testament. Der neue Generalsekretär war zuletzt Professor für Altes Testament und Prorektor an der Evangelischen Hochschule Tabor, Marburg. Er bleibt weiter Privatdozent für Altes Testament an der Universität Marburg.

Reiner Hellwig (47) studierte von 1987 bis 1993 Jura an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Beruflich war der Jurist in den folgenden Jahren vor allem im Buchhandel und im Verlagswesen tätig. Zuletzt arbeitete er als Kaufmännischer Leiter und Prokurist des Thienemann-Verlags, Stuttgart.

Als „einmaligen Glücksfall“ für die Deutsche Bibelgesellschaft bezeichnete der Stuttgarter Prälat Ulrich Mack den Interimsgeschäftsführer der DBG, Reinhard Adler (69). Er habe durch seine Sachkenntnis es den verantwortlichen Gremien ermöglicht, in Ruhe die Weichen für die weitere Arbeit der Bibelgesellschaft zu stellen. Der von Mack in den Ruhestand verabschiedete Diplom-Ökonom arbeitete seit August 2012 als Geschäftsführer der DBG. Insgesamt war er mehr als 40 Jahre in Leitungsfunktionen tätig, davon 20 Jahre als Unternehmensberater sowie Geschäftsführer und Vorstand in verschiedenen diakonischen Einrichtungen.

Die Deutsche Bibelgesellschaft setzt sich als gemeinnützige kirchliche Stiftung dafür ein, jedem Menschen die Heilige Schrift zugänglich zu machen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die verlegerische Tätigkeit. Bei der DBG erscheinen die „Lutherbibel“ im Auftrag der Evangelischen Kirche in Deutschland und die „Gute Nachricht Bibel“. In Zusammenarbeit mit der Genfer Bibelgesellschaft entsteht die „Neue Genfer Übersetzung“, eine deutschsprachige Ausgabe, mit einer „natürlichen und zeitgemäßen Sprache“. Mit der „Basisbibel“ bietet die DBG die erste Bibelübersetzung an, die den gewandelten Lesebedürfnissen des 21. Jahrhunderts gerecht wird: Zeitgemäßes Deutsch mit klaren, prägnanten Sätzen, rhythmischer Sprache, zahlreichen Sacherklärungen und Hintergrundinformationen im Internet.

Zu den mehr als 500 Titeln des Verlages zählen außerdem wissenschaftliche Ausgaben, Hörbibeln, elektronische Medien, fremdsprachige Ausgaben und Kinderbibeln. Die wissenschaftliche Erforschung der biblischen Grundtexte bildet einen weiteren Schwerpunkt der Tätigkeit. Außerdem engagiert sich die Deutsche Bibelgesellschaft für die weltweite Verbreitung der Heiligen Schrift. Im Rahmen der „Spendenaktion Weltbibelhilfe“ sammelt sie für internationale Projekte der United Bibel Societies (UBS). Darüber hinaus koordiniert die DBG bibelmissionarische Aktivitäten im Netzwerk der regionalen Bibelgesellschaften in Deutschland.
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