Weiterstadt bei Darmstadt, 16.04.2014/APD   Ohne Wasser ist der Mensch nicht lebensfähig. Dennoch hätten 80 Millionen Männer, Frauen und Kinder keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, erinnerte Mirjam Greilich, Mitarbeiterin der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland. In der Bundesrepublik liege dagegen der Wasserverbrauch pro Kopf täglich bei über 120 Litern. Dabei sei der Wasserbedarf für die Herstellung vieler Lebensmittel noch nicht mit eingerechnet. Zudem müssten wir kaum Zeit investieren, um an dieses Wasser zu gelangen – es komme direkt aus dem Wasserhahn.

In Europa hätten etwa 98 Prozent der Bevölkerung Zugang zu sauberem Trinkwasser, in Afrika, südlich der Sahara, nur rund 60 Prozent, informierte Greilich. „Noch immer sterben täglich über 4.000 Kinder an den Folgen von verschmutztem Trinkwasser.“ Das müsste nicht sein.

Diesem Missstand möchte ADRA durch verschiedene Hilfsprojekte begegnen. Ziel sei, den Menschen in Entwicklungsländern einen langfristigen Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen, so Mirjam Greilich. Besonders in Somalia, wo nur jeder Dritte Zugang zu sauberem Trinkwasser habe, führe ADRA seit vielen Jahren Projekte im Bereich Wasserversorgung durch. Dabei gehe es neben Brunnenbau und Wasseraufbereitungsanlagen in Krisensituationen auch um die Verbesserung der sanitären Bedingungen und Schulungen im Hygienebereich. Ein dauerhafter und vor allem unmittelbarer Zugang zu Trinkwasser bedeute für die Gesellschaft auch, dass sie sich stärker um die Weiterentwicklung in anderen Bereichen kümmern könne. Kinder und Erwachsene müssten nicht mehr stundenlange Fußmärsche zu einer Wasserquelle in Kauf nehmen und könnten die Schule besuchen oder einer Arbeit nachgehen.

Gegenwärtig führe ADRA Deutschland mit Kooperationspartnern vier Projekte im Bereich der Trinkwasserversorgung durch. Auf den Philippinen versorge das Hilfswerk nach dem Taifun „Haiyan“ über 500 Haushalte in den kommenden Monaten täglich mit sauberem Trinkwasser. In den Regionen Bay und Gedo in Somalia arbeite es daran, der Bevölkerung einen dauerhaften Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen sowie ihre Sanitär- und Hygienebedingungen zu verbessern. Im indischen Manipur und Tripura errichte ADRA Wasserstellen und baue Latrinen. Außerdem verbessere das Hilfswerk in Laos die Sanitäreinrichtungen und die Wasserversorgung von 1.300 Haushalten.

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