Bremen, 17.05.2017/APD   In seinem Podcast „Radikale Reformation“ erläutert Jens Stangenberg, warum insbesondere der sogenannte „Linke Flügel der Reformation“ von besonderem Interesse ist. Der Pastor ist davon überzeugt, dass sich aus dem Studium der historischen Kontroversen eine Fülle von Anregungen ergeben, die für die heutige Gestalt von christlichen Gemeinschaften in einer säkular-multireligiösen Gesellschaft von Bedeutung sind.

Jens Stangenberg ist seit 1991 Pastor im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Seit 2005 arbeitet er in der Zellgemeinde Bremen. Das Jubiläum 500 Jahre Reformation sei ein guter Anlass, um sich die Ereignisse, Themen und Personen aus der Reformationszeit in Erinnerung zu rufen, so Stangenberg. Häufig wären nur die Namen der großen Reformatoren bekannt: Martin Luther, Johannes Calvin oder Huldrich Zwingli. Weniger bekannt sei der sogenannte „Linke Flügel der Reformation“ oder die „Radikale Reformation“. Was sich hinter diesen Bezeichnungen verberge und was das für heute bedeuten könnte, darum soll es in dem Podcast gehen.

Kann man von „Ketzern“ lernen?
Die bisher 17 Folgen des Podcast behandeln unter anderem meist nicht so bekannte Personen wie Andreas Bodenstein von Karlstadt, Thomas Müntzer, Melchior Hoffmann, Kaspar Schwenckfeld und Sebastian Frank. In Folge 17 wird eine „Zwischenbilanz“ gezogen. Die Auseinandersetzungen mit den verschiedenen „Ketzerbewegungen“ könnten helfen, die Gestalt von Kirche neu zu durchdenken. Nachdem es bisher um die Anfragen und Kritikpunkte von Schwärmern, Spiritualisten und Antitrinitariern gegangen sei, wäre es laut Pastor Stangenberg Zeit für eine Zwischenbilanz mit der Frage: „Was kann man von ‚Ketzern‘ lernen?“ Die weiteren Folgen des Podcast „Radikale Reformation“ sollen sich mit der Tradition der Täufer befassen.

Link zu den Podcast-Folgen: http://www.radikale-reformation.de/podcast/
Bei iTunes: https://itunes.apple.com/us/podcast/radikale-reformation/id1202553188?mt=2

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