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	<title>APD &#187; Zeitgeschehen</title>
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	<description>Adventistischer Pressedienst</description>
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		<title>Vor 65 Jahren bewahrte der Ort Friedensau die politische Eigenst&#228;ndigkeit</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Apr 2011 09:11:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zentralredaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Friedensau bei Magdeburg, 28.04.2011/APD   Nach der Kapitulation 1945 empfanden viele das Ende der Naziherrschaft als eine Befreiung. Zwar stand das Nachkriegsdeutschland zun&#228;chst unter der Besatzung der vier Siegerm&#228;chte, doch allgemein hoffte man, dass dennoch eine gewisse Einheit Deutschlands erhalten bliebe und wieder demokratische Ordnungen eingef&#252;hrt werden w&#252;rden. Im Potsdamer Abkommen hatten die Siegerm&#228;chte verf&#252;gt: Es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Friedensau bei Magdeburg, 28.04.2011/APD   Nach der Kapitulation 1945 empfanden viele das Ende der Naziherrschaft als eine Befreiung. Zwar stand das Nachkriegsdeutschland zun&#228;chst unter der Besatzung der vier Siegerm&#228;chte, doch allgemein hoffte man, dass dennoch eine gewisse Einheit Deutschlands erhalten bliebe und wieder demokratische Ordnungen eingef&#252;hrt werden w&#252;rden. Im Potsdamer Abkommen hatten die Siegerm&#228;chte verf&#252;gt: Es &#8220;wird die Freiheit der Rede, der Presse und der Religion gew&#228;hrt. Die religi&#246;sen Einrichtungen sollen respektiert werden.&#8221;</p>
<p>Das war auch so vom Alliierten Kontrollrat f&#252;r Deutschland festgelegt worden. Die ersten Verordnungen und Gesetze der Sowjetischen Milit&#228;radministration (SMAD) schienen diese grundlegenden Bestimmungen zu best&#228;tigen. So durften bereits bald nach Kriegsende in der sowjetischen Besatzungszone unbehindert die w&#246;chentlichen Gottesdienste abgehalten werden. Voraussetzung war jedoch, dass laut Anordnung der Milit&#228;rregierung alle &#8220;religi&#246;sen Versammlungen&#8221; bei den zust&#228;ndigen Beh&#246;rden mit Angabe von Ort und Zeit angemeldet wurden.</p>
<p>Im Juni 1945 erlaubte die SMAD die Gr&#252;ndung von Parteien. In der Verordnung hie&#223; es: &#8220;Auf dem Territorium der Sowjetischen Besatzungszone ist die Bildung und T&#228;tigkeit aller antifaschistischen Parteien zu erlauben&#8221;. So wurden neben der KPD (Kommunistische Partei) die CDU, die SPD und die LDPD (Liberal-Demokratische Partei) zugelassen. Unter einem gewissen Druck der Besatzungsmacht entschlossen sie sich zur Gr&#252;ndung eines gemeinsamen &#8220;Blocks der antifaschistisch-demokratischen Parteien&#8221; (Antifa-Block). Die Parteien sollten gemeinsam regieren, unterschiedliche Auffassungen in internen Aussprachen gekl&#228;rt werden. Angesichts der &#252;berall herrschenden Not, die der Hitlerkrieg hinterlassen hatte, der Millionen Fl&#252;chtlinge, die aus den ehemaligen Ostgebieten aufzunehmen waren, mochte das auch eine gewisse Berechtigung haben. Im Gegensatz zu den Bef&#252;rchtungen vieler wurde anfangs keine Alleinherrschaft der Kommunisten in der sowjetischen Besatzungszone beansprucht. Formal bekannte sich auch die Besatzungsmacht zu einer demokratischen Gestaltung der Gesellschaft.</p>
<p>Friedensau, seit 1922 eine eigenst&#228;ndige politische Gemeinde &#246;stlich von Magdeburg, die haupts&#228;chlich von Siebenten-Tags-Adventisten bewohnt wurde, geh&#246;rte in den Bereich der sowjetischen Besatzungszone. Nach Kriegsende hatte die Leitung der adventistischen Freikirche den parteilosen Otto Vogel als Gemeindevorsteher eingesetzt, nachdem Wilhelm Kirchberg, der das B&#252;rgermeisteramt seit 1942 innehatte, wegen Mitgliedschaft in der NSDAP ausscheiden musste. Vogel war zun&#228;chst Buchhalter in der Verwaltung der adventistischen Liegenschaften in Friedensau und seit 1941 deren Gesch&#228;ftsf&#252;hrer.</p>
<p>Die neue politische Situation brachte f&#252;r den Ort Friedensau einige Probleme mit sich. Noch vor der ersten Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt wurden im Januar 1946 alle Kommunalgemeinden angewiesen, eine &#8220;vorl&#228;ufige Gemeindevertretung&#8221; zu bilden, einen sogenannten Antifa-Ausschuss. Dieser sollte aus Mitgliedern der antifaschistischen Parteien gebildet werden. Wo konnte man nun in Friedensau Mitglieder dieser Parteien finden, damit die Eigenst&#228;ndigkeit der kommunalen Gemeinde erhalten blieb?</p>
<p>Der Leiter des dortigen adventistischen Altenheimes, Walter Schmidt, trat in die SPD ein. Unter den Personen, die w&#228;hrend des Krieges in Friedensau Aufnahme gefunden hatten, fand sich einer, der inzwischen KPD-Mitglied geworden war, und ein anderer, welcher der SPD beitrat; einer war als Forstarbeiter, der andere als Heizer t&#228;tig. Beide geh&#246;rten nicht der Freikirche an. Weiterhin erkl&#228;rten sich noch zwei parteilose Friedensauer Adventisten zur Mitarbeit bereit. Das reichte aus, um die vorl&#228;ufige Gemeindevertretung zu bilden; sie nahm gleichzeitig die Aufgaben des Antifa-Ausschusses wahr. Damit war die erste H&#252;rde genommen, sodass Friedensau eine eigenst&#228;ndige Kommune bleiben konnte.</p>
<p>Gen&#246;tigt durch die SMAD kam es im April 1946 zum Zusammenschluss von KPD und SPD zur Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED). Im Herbst fand die erste Kommunalwahl in Sachsen-Anhalt statt – zugleich die erste in der gesamten sowjetischen Besatzungszone. Drei Friedensauer B&#252;rger geh&#246;rten nun zur SED. Erg&#228;nzt durch zwei Parteilose, lie&#223;en sie sich als Kandidaten aufstellen und wurden von den wahlberechtigten Friedensauern in die Gemeindevertretung gew&#228;hlt, der Otto Vogel nun als offiziell gew&#228;hlter B&#252;rgermeister vorstand. Die Freikirchenleitung war froh, damit nun auch die zweite H&#252;rde f&#252;r den Fortbestand der Eigenst&#228;ndigkeit Friedensaus &#252;berwunden zu haben.</p>
<p>Mit Beginn der neuen Kommunalperiode am 23. Februar 1949 geh&#246;rte jedoch kein Mitglied der SED mehr der Friedensauer Gemeindevertretung an. Aus den Unterlagen der Gemeindeverwaltung, die im Friedensauer &#8220;Historischen Archiv der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa&#8221; vorliegen, ist nachweisbar, dass seit Gr&#252;ndung der DDR niemals ein SED-Mitglied dem Friedensauer Gemeindevorstand angeh&#246;rte. Das blieb so bis zum Ende der DDR.</p>
<p>Im Zuge der Verwaltungsreform schlossen sich im Jahr 2002 die fast 500 Einwohner Friedensaus der Stadt M&#246;ckern an. Die im Kreis Jerichower Land gelegene Kleinstadt ist 948 erstmals urkundlich erw&#228;hnt. Die Ortschaft Friedensau wurde 1899 von den Siebenten-Tags-Adventisten zur Errichtung einer theologischen Ausbildungsst&#228;tte gegr&#252;ndet. Sie umfasst heute unter anderem die Theologische Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten mit rund 160 Studierenden, ein Altenpflegeheim des Advent-Wohlfahrtswerkes (AWW) f&#252;r 122 pflegebed&#252;rftige Menschen, 17 betreute Wohnungen und einen Zeltplatz f&#252;r bis zu 1.000 Jugendliche.</p>
<p>Dr. Manfred B&#246;ttcher</p>
<p><em>(Hinweis der Redaktion: Dr. h. c. Manfred B&#246;ttcher war von 1969 bis 1982 Pr&#228;sident der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR und von 1982 bis 1991 Rektor des Theologischen Seminars Friedensau.)<br />
</em>_____________________________________________________________________________<br />
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Ver&#246;ffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe &#8220;APD&#8221; gestattet!</p>
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		<title>Zwanzig Jahre Theologische Hochschule Friedensau</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 10:01:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zentralredaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Friedensau bei Magdeburg, 15.09.2010/APD   Vor 20 Jahren – am 15. September 1990 – wurde dem Theologischen Seminar in Friedensau bei Magdeburg der Status einer staatlich anerkannten Hochschule verliehen. Was hatte dazu beigetragen, dem 1899 gegr&#252;ndeten Seminar der Siebenten-Tags-Adventisten die staatliche Anerkennung zu erteilen? Bereits seit 1983 bem&#252;hte sich die Leitung des Theologischen Seminars unter Beibehaltung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Friedensau bei Magdeburg, 15.09.2010/APD   Vor 20 Jahren – am 15. September 1990 – wurde dem Theologischen Seminar in Friedensau bei Magdeburg der Status einer staatlich anerkannten Hochschule verliehen. Was hatte dazu beigetragen, dem 1899 gegr&#252;ndeten Seminar der Siebenten-Tags-Adventisten die staatliche Anerkennung zu erteilen? Bereits seit 1983 bem&#252;hte sich die Leitung des Theologischen Seminars unter Beibehaltung der eigenen adventistischen Identit&#228;t im Rahmen einer Studienreform um eine Angleichung an das Niveau des Theologiestudiums von deutschen Universit&#228;ten.</p>
<p>Im Zuge dieser Profilierung wurde unter anderem auch das Studienjahr auf Trimester umgestellt. Das erm&#246;glichte den Studenten, einige Unterrichtsbereiche schneller abzuschlie&#223;en. Vor allem aber bot sich fortan den Dozenten die M&#246;glichkeit, f&#252;r jeweils ein Trimester vom Lehrbetrieb freigestellt zu werden, um postgraduale Studien aufzunehmen. Das geschah jeweils in Absprache mit der Universit&#228;t Halle oder mit der Andrews University in den USA. So gelang in einigen Jahren eine systematische Fortbildung des Lehrk&#246;rpers.</p>
<p>Nach l&#228;ngeren Verhandlungen erhielten im letzten Jahrzehnt der DDR auch ausl&#228;ndische Studenten die M&#246;glichkeit, ein Vollstudium in Friedensau zu absolvieren. Es waren in jedem Jahr etwa 15 bis 20, die aus den &#8220;sozialistischen Bruderl&#228;ndern&#8221; Genehmigungen f&#252;r ein Theologiestudium erhielten. Das war etwas Au&#223;ergew&#246;hnliches in der DDR.</p>
<p>Vor allem suchte die Seminarleitung wegen der ausl&#228;ndischen Studenten nach Wegen f&#252;r eine Akkreditierung der Studienabschl&#252;sse. Zu diesem Zweck setzte sich der Seminardirektor mit der adventistischen Andrews Universit&#228;t in Berrien Springs, Michigan/USA, in Verbindung. Nach weiteren Erg&#228;nzungen im Lehrkonzept und einer gr&#252;ndlichen Evaluierung durch eine Kommission wurde 1984 die Akkreditierung von der Andrews Universit&#228;t erteilt. Unter den damaligen Gegebenheiten war das in der DDR etwas Einmaliges, das es eigentlich nicht geben durfte.</p>
<p>Ausgel&#246;st durch die politische Wende im Herbst 1989 wurde im Fr&#252;hjahr 1990 durch die &#220;bergangsregierung unter Lothar de Maizière die staatliche Anerkennung jener kirchlichen Ausbildungsst&#228;tten in Aussicht gestellt, die von der DDR zwar toleriert, aber nicht anerkannt waren. Voraussetzung war, dass die Studieng&#228;nge die daf&#252;r notwendigen und vergleichbaren Bedingungen erf&#252;llten. Das veranlasste die Seminarleitung im Juni 1990, mit einer umfangreichen Dokumentation &#252;ber das Friedensauer Studium einen Antrag auf staatliche Anerkennung zu stellen. Nach eingehender &#220;berpr&#252;fung durch das Ministerium f&#252;r Bildung und Wissenschaft der DDR-&#220;bergangsregierung und dem Votum der Hochschulrektoren-Konferenz erhielt das Theologische Seminar Friedensau mit Wirkung vom 15. September 1990 die staatliche Anerkennung als Theologische Hochschule in freier Tr&#228;gerschaft.</p>
<p>In den vergangenen zwanzig Jahren hat sich die Theologische Hochschule durch das Angebot weiterer Studieng&#228;nge st&#228;ndig fortentwickelt. F&#252;r Forschungsaufgaben wurden Institute geschaffen. Die Bachelor- und Masterstudieng&#228;nge entsprechen den Qualit&#228;tsstandards universit&#228;rer Ausbildung und sind s&#228;mtlich akkreditiert. Zwei Masterstudieng&#228;nge werden f&#252;r international Studierende ausschlie&#223;lich in englischer Sprache durchgef&#252;hrt, und in diesem Jahr begann ein neuer Studiengang im Gesundheits- und Pflegebereich in Zusammenarbeit mit dem Berliner Akutkrankenhaus &#8220;Waldfriede&#8221;.</p>
<p>Gegenw&#228;rtig studieren in den beiden Fachbereichen Theologie und Christliches Sozialwesen rund 170 Studenten aus mehr als 20 L&#228;ndern. Die Hochschule bietet den Bachelor (B.A.) und Master (M.A.) in Theologie, den Master of Theological Studies (M.T.S.), den Bachelor (B.A.) in &#8220;Soziale Arbeit&#8221; sowie &#8220;Gesundheits- und Pflegewissenschaften&#8221; und den Master (M.A.) in &#8220;Sozial- und Gesundheitsmanagement&#8221;, &#8220;Counseling&#8221; (Beratung) sowie &#8220;International Social Science&#8221; (Internationale Sozialwissenschaften) an.</p>
<p>Dr. Manfred B&#246;ttcher</p>
<p><em>(Hinweis der Redaktion: Dr. h. c. Manfred B&#246;ttcher war von 1969 bis 1982 Pr&#228;sident der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR und von 1982 bis 1991 Rektor der sp&#228;teren Theologischen Hochschule Friedensau.)<br />
</em>_____________________________________________________________________________<br />
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Ver&#246;ffentlichung nur mit eindeutiger Quellenangabe &#8220;APD&#8221; gestattet!</p>
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		<title>Vom Krankenhaus zum Gesundheitsnetzwerk</title>
		<link>http://www.apd.info/2010/04/20/vom-krankenhaus-zum-gesundheitsnetzwerk/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Apr 2010 09:57:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zentralredaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[90 Jahre adventistisches Krankenhaus &#8220;Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf Berlin, 20.04.2010/APD   Im Jahr 1919 kaufte Dr. Louis E. Conradi im Auftrag der damaligen Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Zehlendorf ein Grundst&#252;ck am Rande des Grunewaldes sowie dem nahegelegenen Schlachtensee mit den dazugeh&#246;rigen Geb&#228;uden des ehemaligen Lungensanatoriums von Dr. Ziegelroth. Dr. Conradi, seine Ehefrau, eine Krankenschwester und ein Krankenpfleger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>90 Jahre adventistisches Krankenhaus &#8220;Waldfriede“ in Berlin-Zehlendorf</strong></p>
<p>Berlin, 20.04.2010/APD   Im Jahr 1919 kaufte Dr. Louis E. Conradi im Auftrag der damaligen Freikirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Zehlendorf ein Grundst&#252;ck am Rande des Grunewaldes sowie dem nahegelegenen Schlachtensee mit den dazugeh&#246;rigen Geb&#228;uden des ehemaligen Lungensanatoriums von Dr. Ziegelroth. Dr. Conradi, seine Ehefrau, eine Krankenschwester und ein Krankenpfleger sowie ein Mitarbeiter der Verwaltung waren die eigentlichen Pioniere des damaligen &#8220;Sanatorium und Klinik Waldfriede“.</p>
<p><strong>Er&#246;ffnung und erste Jahre</strong></p>
<p>Nach dem Vorbild des 1886 gegr&#252;ndeten adventistischen Battle Creek Krankenhauses in Michigan/USA, das der Arzt Dr. John Harvey Kellogg, der unter anderem die Cornflakes erfand, leitete, sollte in &#8220;Waldfriede“ nicht nur der medizinische, sondern vor allem der pr&#228;ventive und ganzheitliche Behandlungsansatz im Vordergrund stehen. Am 15. April 1920 war die Er&#246;ffnung des Akutkrankenhauses &#8220;Waldfriede“. Der Aufbau dieser Gesundheitseinrichtung begann mit 39 Betten in 27 Krankenzimmern und einem noch nicht fertiggestellten Operationssaal.</p>
<p>In den Jahren 1922/23 erm&#246;glichten Spenden und eigene Mittel einen Erweiterungsbau. 1922 erhielt das Krankenhaus die staatliche Anerkennung sowie die Erlaubnis, eine Krankenpflegeschule zu er&#246;ffnen. Das erforderliche Krankenpflegepersonal stammte in der Anfangsphase ausschlie&#223;lich von der kircheneigenen &#8220;Friedensauer Schwesternschaft“, die 1901 in Friedensau bei Magdeburg gegr&#252;ndet wurde.</p>
<p>Der Krankenhausstandort durchlebte im Laufe der n&#228;chsten Jahrzehnte H&#246;hen und Tiefen. Vor allem in den ersten 25 Jahren waren mit den Auswirkungen der Inflation, der Weltwirtschaftskrise, dem Nationalsozialismus und dem Zweiten Weltkrieg gro&#223;e Schwierigkeiten zu bew&#228;ltigen. Von den Bombenangriffen in den 1940er Jahren blieb das Krankenhaus verschont.</p>
<p><strong>In neuerer Zeit</strong></p>
<p>In der j&#252;ngeren Vergangenheit kam es 1986 zum Aufbau eines ehrenamtlichen Hilfsdienstes, der den Patienten von der Aufnahme bis zur Begleitung auf den Stationen behilflich ist. Das Krankenhaus hatte in diesem Jahr seinen H&#246;chststand mit 230 Betten erreicht. Am 1. Oktober 1989 wurde die &#8220;Sozialstation Waldfriede“ gegr&#252;ndet und erstmalig in Deutschland an ein Akutkrankenhaus angesiedelt. Heute k&#252;mmern sich 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um ambulante Patienten, von denen t&#228;glich bis zu 160 betreut werden.</p>
<p>1993 wurde erstmals in Deutschland mit dem &#8220;Gesundheitszentrum PrimaVita“ an einem Akutkrankenhaus ein Gesundheitsf&#246;rderungszentrum mit einem strukturierten Pr&#228;ventivprogramm angesiedelt. Bereits im Jahr 1984, noch lange, bevor der Gesetzgeber sich mit Pr&#228;ventionsprogrammen befasste, fanden im Krankenhaus &#8220;Waldfriede“ Gesundheitsseminare statt. 2002 wurde das Gesundheitszentrum inhaltlich, personell und mit Partnern erweitert. Ein breites, pr&#228;ventiv-medizinisches Spektrum an Kursen und Seminaren zu den Themen Bewegung, Ern&#228;hrung, Gewichtsmanagement und allgemeiner Lebensstil wird von Medizinern, Ern&#228;hrungswissenschaftlern, Bewegungstherapeuten, Psychologen und ehrenamtlichen Mitarbeitern angeboten.</p>
<p>Am 1. April 1997 wurde die &#8220;Kurzzeitpflege Waldfriede“ gegr&#252;ndet und erstmals in Berlin an einem Akutkrankenhaus eingerichtet. Die Kurzzeitpflegestation hat 14 Betten. Hier werden j&#228;hrlich etwa 300 pflegebed&#252;rftige G&#228;ste betreut.</p>
<p>1999 erfolgte die Gr&#252;ndung der &#8220;Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede“ (SKW), die vor allem die Wirtschafts- und Versorgungsleistungen erbringt und verantwortlich f&#252;r die Verpflegung, Reinigung, Transportdienst und Bettenzentrale ist. Die SKW versorgt weitere Pflegeeinrichtungen, Schulen und Kindertagesst&#228;tten im Bezirk.</p>
<p>Seit September 2000 bietet &#8220;Waldfriede“ weltweit als erstes Krankenhaus mit der &#8220;Babywiege“ (Babyklappe) ein umfangreiches Beratungs- und Betreuungskonzept an. Seitdem wurden etwa 20 Babys anonym in die Babyklappe gelegt und rund 110 anonyme Geburten durchgef&#252;hrt. Die Krankenhausseelsorger leisten eine wertvolle Arbeit.</p>
<p>2005 wurde &#8220;Waldfriede“ eines von acht anerkannten Brustkrebszentren in Berlin mit einem DMP-Vertrag der Krankenkassen. Seit September 2007 wird vom Krankenhaus in Zusammenarbeit mit dem Advent-Wohlfahrtswerk eine Kindertagesst&#228;tte mit 65 Pl&#228;tzen betrieben.</p>
<p>Zur St&#228;rkung der internationalen Beziehungen schloss &#8220;Waldfriede“ 2008 eine Kooperationsvereinbarung mit der Florida-Hospital-Kette in Orlando/USA ab. Sie beinhaltet die Zusammenarbeit auf dem medizinischen, pflegerischen und administrativen Sektor. Zudem wird &#8220;Waldfriede“ mit seinem &#8220;Interdisziplin&#228;ren Darm- und Beckenbodenzentrum“ Europ&#228;ische Ausbildungsst&#228;tte f&#252;r Operationstechniken, an der &#196;rzte aus dem In- und Ausland teilnehmen. 2008 &#252;bernahm das Krankenhaus vom Bezirk ein Schwimmbad, um s&#228;mtliche Schwimmkurse und medizinische Wasseranwendungen im Rahmen des pr&#228;ventiven Kursprogramms dort durchzuf&#252;hren. Im gleichen Jahr wurde auch die &#8220;Kurzzeitpflegeeinrichtung am Botanischen Garten“ in Berlin-Steglitz mit 14 Betten und einer j&#228;hrlichen Betreuung von rund 270 pflegebed&#252;rftigen G&#228;sten &#252;bernommen.</p>
<p>2009 gab es eine weitere internationale Kooperation mit dem Land Syrien. Seit 2010 ist es m&#246;glich, selbst zahlenden Patienten ein vollst&#228;ndiges Vorsorge-Untersuchungsprogramm an einem Tag anzubieten. In den n&#228;chsten Wochen werden zwei neue Operationss&#228;le sowie der Umbau des bisherigen Operationszentrums und der Ersten Hilfe fertiggestellt.</p>
<p><strong>Auszeichnungen</strong></p>
<p>&#8220;Waldfriede“ wurde 1998 von der &#8220;Stiftung Warentest“ unter den 300 besten Krankenh&#228;usern Deutschlands aufgef&#252;hrt. Laut der Zeitschrift &#8220;&#214;ko-Test“ geh&#246;rt es zu den 100 besten Geburtskliniken in der Bundesrepublik. In einer bundesweiten Umfrage der Techniker Krankenkasse erzielte &#8220;Waldfriede“ im Jahr 2006 den 6. Platz von 2.100 Krankenh&#228;usern in den Kriterien Patientenzufriedenheit und medizinische Behandlungsqualit&#228;t. 2007 wurde &#8220;Waldfriede“ als zweites energiesparendes Krankenhaus in Deutschland mit dem BUND G&#252;tesiegel erneut zertifiziert. Im Juni 2008 erfolgte die Rezertifizierung nach KTQ (Kooperation f&#252;r Transparenz und Qualit&#228;t im Gesundheitswesen).</p>
<p><strong>Mitgliedschaften</strong></p>
<p>Das Akutkrankenhaus &#8220;Waldfriede“ ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universit&#228;tsmedizin Berlin und europ&#228;isches Ausbildungszentrum f&#252;r Operationstechniken in der Koloproktologie. Es ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, im Deutschen Netz gesundheitsf&#246;rdernder Krankenh&#228;user der Weltgesundheitsorganisation WHO (DnfGK), im Deutschen und Europ&#228;ischen Netz rauchfreier Krankenh&#228;user, im Ausl&#228;ndischen Patientennetzwerk NBMC, im Deutschen Krankenhausverband, im Verband evangelischer Krankenh&#228;user und Station&#228;rer Einrichtungen Berlin-Brandenburg, im Evangelischen Verband f&#252;r Altenarbeit und Pflegerische Dienste (EVAP), im Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands, bei Gesundheit Berlin – Landesgemeinschaft f&#252;r Gesundheitsf&#246;rderung sowie Teil des weltweiten &#8220;Adventist Health System“ der Siebenten-Tags-Adventisten.</p>
<p>___________________________________________________________________________</p>
<p>Der Text kann kostenlos genutzt werden. Ver&#246;ffentlichung nur mit Quellenangabe &#8220;APD“ gestattet!</p>
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		<title>Das Osterfest in der Ost- und Westkirche</title>
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		<pubDate>Fri, 02 Apr 2010 09:47:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zentralredaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Bensheim, 02.04.2010/APD   Jerusalem vor Ostern 2010: Wer sich aufmerksam umsieht, bemerkt eine gro&#223;e Zahl von Pilgern aus Osteuropa, dem Mittelmeerraum und dem Balkan. Die Zahl wird in diesen Kar- und Ostertagen noch erheblich anschwellen, denn in diesem Jahr fallen die Osterfeierlichkeiten der Ost- und Westkirchen zusammen. Dies bedeutet f&#252;r Jerusalem besondere logistische und sicherheitstechnische Herausforderungen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bensheim, 02.04.2010/APD   Jerusalem vor Ostern 2010: Wer sich aufmerksam umsieht, bemerkt eine gro&#223;e Zahl von Pilgern aus Osteuropa, dem Mittelmeerraum und dem Balkan. Die Zahl wird in diesen Kar- und Ostertagen noch erheblich anschwellen, denn in diesem Jahr fallen die Osterfeierlichkeiten der Ost- und Westkirchen zusammen. Dies bedeutet f&#252;r Jerusalem besondere logistische und sicherheitstechnische Herausforderungen, denen man nur mit strengen Auflagen Herr zu werden glaubt. So ist es auch vielen pal&#228;stinensischen Christen in diesem Jahr nicht m&#246;glich, in das f&#252;r viele doch nahe Jerusalem zu fahren, um dort Ostern zu feiern.</p>
<p>Auch wenn 2010 nicht das erste Mal im noch jungen Jahrhundert ist, so ist doch die Feier des Osterfestes an einem gemeinsamen Termin f&#252;r die Ost- wie Westkirche nicht die Regel. Das h&#228;ngt damit zusammen, dass die Kirchen in Ost und West den Termin unterschiedlich berechnen. Die ersten Christen orientierten sich mit ihrer Osterfeier am j&#252;dischen Pessachfest, wobei sich die Kirche im Westen fr&#252;hzeitig auf einen Sonntag festlegte.</p>
<p>Dar&#252;ber kam es schon im zweiten Jahrhundert zum Osterfeststreit. Das Konzil von Niz&#228;a fand im Jahr 325 eine L&#246;sung und legte drei Bedingungen f&#252;r die Berechnung des Ostertermins fest: Die Tag- und Nachtgleiche des Fr&#252;hjahrs musste stattgefunden haben, das ist der 21. M&#228;rz, und der erste Vollmond musste abgewartet werden. Schlie&#223;lich sollten auch die Juden schon Pessach gefeiert haben. Damit wollten sich die Christen st&#228;rker von ihnen absetzen. Seit 325 fiel Ostern somit im Osten wie im Westen auf den Sonntag nach dem ersten Fr&#252;hlingsvollmond.</p>
<p>Bis 1582 blieb diese Regel g&#252;ltig. Dann stellten Astronomen fest, dass der alte julianische Kalender erheblich vom nat&#252;rlichen Jahreslauf abwich. Das nach dieser Methode eingeteilte Jahr war schlichtweg zu lang. Papst Gregor XIII. f&#252;hrte eine Reform durch und strich kurzerhand zehn Tage, um die Differenz auszugleichen; seither gibt es regelm&#228;&#223;ig Schaltjahre. Diese Reform wollte die Ostkirche nicht &#252;bernehmen, da damit auch die Bedingung des absolvierten Pessach-Festes fallen gelassen wurde.</p>
<p>Fortan wurden zwei unterschiedliche Kalender zur Bestimmung von Ostern genutzt. Seitdem &#252;berschneiden sich beide Termine nur noch dann, wenn der Vollmond, der auf die Tagundnachtgleiche folgt, so sp&#228;t liegt, dass er auch f&#252;r den Julianischen Kalender der erste Vollmond nach dem 21. M&#228;rz ist.</p>
<p>Das ist in unregelm&#228;&#223;igen Abst&#228;nden der Fall. In den letzten Jahren trat dies h&#228;ufiger auf: 2001, 2004 und 2007 – und nun 2010. In den n&#228;chsten Jahren noch einmal in den Jahren 2011, 2014 und 2017 – danach erst wieder 2034. Insgesamt findet der Termin f&#252;r das Osterfest der Ost- und Westkirchen in diesem Jahrhundert 27mal gemeinsam statt. Danach wieder f&#252;r lange Zeit nicht mehr.</p>
<p>Schon l&#228;nger gibt es Bestrebungen, sich auf ein gemeinsames Osterdatum zu einigen. Auf einer Konferenz 1997 im syrischen Aleppo wurde ein Vorschlag f&#252;r ein gemeinsames Osterdatum besprochen. Darin war vorgesehen, von astronomischen Beobachtungen auszugehen – Jerusalem w&#228;re dabei der Bezugs-Meridian gewesen.</p>
<p>Die neue Regelung sollte ab 2001 gelten, da in diesem Jahr die Osterfeste der West- und Ostkirchen zusammenfielen (15. April gregorianisch / 2. April julianisch). Eine Einigung scheiterte im Wesentlichen an Bedenken orthodoxer W&#252;rdentr&#228;ger. Ihr Osterdatum h&#228;tte sich sofort und teils erheblich ver&#228;ndert, wogegen in den westlichen Kirchen die neue Berechnung erst ab 2019 gegriffen und nur in wenigen Jahren zu einem neuen Ostertermin gef&#252;hrt h&#228;tte.</p>
<p>Ein &#228;hnlicher Plan hatte schon einmal in den 1920er Jahren gro&#223;en Unmut unter den Mitgliedern der Ostkirche ausgel&#246;st. Auch die in den Ostkirchen geltende Zusatzregel, dass Ostern immer <em>nach</em> dem j&#252;dischen Pessach stattfinden muss, h&#228;tte aufgegeben werden m&#252;ssen. Das kann aber nur durch ein &#214;kumenisches Konzil der Ostkirche ge&#228;ndert werden.</p>
<p><strong>Hinweis der Redaktion:</strong> Der Verfasser des Beitrages ist <em>Dr. Martin Br&#228;uer</em>, Catholica-Referent am Konfessionskundlichen Institut Bensheim und zust&#228;ndig f&#252;r den Arbeitsbereich &#8220;Kirchen im Heiligen Land&#8221;. Er war zuletzt im M&#228;rz 2010 in Israel und Pal&#228;stina.<br />
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Der Text kann kostenlos genutzt werden. Ver&#246;ffentlichung nur mit Quellenangabe &#8220;APD&#8221; gestattet!</p>
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		<title>110 Jahre theologische Ausbildungsst&#228;tte der Adventisten in Friedensau &#8211; Teil 2</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 09:16:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zentralredaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Politische Wende und staatliche Anerkennung als Hochschule Die politische Wende vor zwanzig Jahren im November 1989 er&#246;ffnete in vielen Bereichen ganz unerwartet neue Perspektiven. Die ersten freien Wahlen f&#252;r die DDR-Volkskammer wurden f&#252;r den 18.M&#228;rz 1990 angesetzt. In ihrem Wahlprogramm hatte die CDU (DDR) auch eine nachtr&#228;gliche Anerkennung kirchlicher Ausbildungsprogramme in Aussicht gestellt. Das sollte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Politische Wende und staatliche Anerkennung als Hochschule</strong></p>
<p>Die politische Wende vor zwanzig Jahren im November 1989 er&#246;ffnete in vielen Bereichen ganz unerwartet neue Perspektiven. Die ersten freien Wahlen f&#252;r die DDR-Volkskammer wurden f&#252;r den 18.M&#228;rz 1990 angesetzt. In ihrem Wahlprogramm hatte die CDU (DDR) auch eine nachtr&#228;gliche Anerkennung kirchlicher Ausbildungsprogramme in Aussicht gestellt. Das sollte auf Antrag und nach entsprechender Pr&#252;fung durch das Ministerium f&#252;r Wissenschaft und Bildung geschehen – vorausgesetzt die Ausbildung entspr&#228;che dem Niveau der staatlichen Fach- und Hochschulen.</p>
<p>Nach der Wahl der neuen Regierung unter Lothar de Maizière Anfang April 1990 wandte sich der damalige Friedensauer Seminardirektor Dr. Manfred B&#246;ttcher mit dem Anliegen um staatliche Anerkennung in einem Schreiben an Professor Dr. Hans Joachim Meyer, der als Minister f&#252;r Bildung und Wissenschaft ins ostdeutsche Kabinett berufen wurde. Umgehend antwortete er und erkl&#228;rte seine grunds&#228;tzliche Bereitschaft zur Pr&#252;fung eines m&#246;glichen Antrages. Zu diesem Zweck bot er ein Gespr&#228;ch mit dem zust&#228;ndigen Abteilungsleiter in seinem Ministerium in Berlin (Ost) zur Kl&#228;rung der notwendigen Sachfragen an, das wenige Tage sp&#228;ter stattfand.</p>
<p>Zugleich nahm die Seminarleitung Kontakt mit den Sektionsleitern f&#252;r Theologie an den DDR-Universit&#228;ten auf, die durch Gastvorlesungen das Friedensauer Theologische Seminar kennen gelernt hatten, und bat sie um freundliche Unterst&#252;tzung des Antrages auf staatliche Anerkennung. Da sich die Wiedervereinigung in absehbare Zeit abzeichnete, bem&#252;hte sich die Seminarleitung zugleich um ein Konsultationsgespr&#228;ch mit dem Minister f&#252;r Kultur und Wissenschaft des Landes Niedersachsen. Bereits zwei Wochen sp&#228;ter, Anfang Juni 1990, fand es in Hannover statt. Nach eingehender Darstellung der Ausbildung in Friedensau nahm der Minister Einblick in die mitgebrachten Unterlagen &#252;ber das Studium am Theologischen Seminar. Abschlie&#223;end machte er den Vorschlag, auf der Grundlage des Hochschulrahmengesetzes der Bundesrepublik eine Anerkennung als Theologische Hochschule zun&#228;chst ohne Promotionsrecht anzustreben und bot dazu seine fachliche Unterst&#252;tzung an. &#220;ber alle diese Schritte hielt die Seminarleitung engen Kontakt mit der europ&#228;ischen Kirchenleitung der Adventisten in Bern. Sie ermutigte zur Antragstellung auf staatliche Anerkennung.</p>
<p>Die folgenden Wochen besch&#228;ftigten Seminarleitung und Dozenten voll mit der Erarbeitung der umfangreichen Antragsunterlagen. Dazu geh&#246;rten unter anderem auch ein Abriss &#252;ber die Entwicklung der Friedensauer Bildungseinrichtung in der zur&#252;ckliegenden Zeit sowie Beschreibungen &#252;ber Inhalte der Studienf&#228;cher. Angaben &#252;ber den Lehrk&#246;rper und die Bibliothek sowie Einzelheiten zum Lehrprogramm mit den erforderlichen Literaturhinweisen und Informationen &#252;ber die von den Studenten geforderten Leistungsnachweise wurden ebenfalls beigef&#252;gt. Noch Ende Juni gelang es, die Dokumentation mit allen Anlagen dem Ministerium in Berlin pers&#246;nlich zu &#252;bergeben. Eine wohlwollende Pr&#252;fung wurde zugesagt, jedoch darauf hingewiesen, dass eine Entscheidung auch vom Votum der Hochschulrektoren-Konferenz der DDR abh&#228;ngig sein werde. Dabei fielen unter anderem die st&#228;ndigen Bem&#252;hungen zur Anhebung des Studienniveaus, sowie die in Friedensau beachtliche Zahl ausl&#228;ndischer Studenten ins Gewicht.</p>
<p>Nach Beratung im DDR-Ministerrat unterschrieb am 10. September 1990 der Minister f&#252;r Bildung und Wissenschaft die Urkunde, die Friedensau den Status einer staatlich anerkannten Theologischen Hochschule mit Wirkung vom 15. September 1990 verlieh. Da in der Bundesrepublik die Bildungshoheit Sache der L&#228;nder ist, war es nach der Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 erforderlich, um die Best&#228;tigung der erteilten staatlichen Anerkennung durch die Landesregierung von Sachsen-Anhalt nachzusuchen, die dann Anfang 1991 ebenso erteilt wurde. Daraufhin beschloss am 17. April 1991 der Ausschuss der europ&#228;ischen Freikirchenleitung in Bern, die Theologische Hochschule Friedensau als einzige adventistische Pastoren-Ausbildungsst&#228;tte f&#252;r das vereinte Deutschland weiterzuf&#252;hren. Das Theologische Seminar Marienh&#246;he, Darmstadt, wurde geschlossen.</p>
<p>W&#228;hrend der DDR-Zeit haben nahezu 300 Friedensauer Absolventen den Dienst als Pastoren in den Adventgemeinden Ostdeutschlands aufgenommen und mehr als tausend Jugendliche den einj&#228;hrigen Diakonlehrgang abgeschlossen. R&#252;ckblickend kann sich keiner vorstellen, wie die Gemeinden der DDR ohne Friedensau diese Zeit h&#228;tten bew&#228;ltigen k&#246;nnen.</p>
<p>Mit der Wiedervereinigung geh&#246;rt Friedensau wieder wie zur Gr&#252;nderzeit allen adventistischen Gemeinden in Deutschland. Neue Perspektiven haben sich damit f&#252;r Hochschule und Freikirche aufgetan. Der Studiengang &#8220;Christliches Sozialwesen&#8221; wurde hinzugef&#252;gt. Durch intensive Forschungsarbeiten ihrer Institute und wissenschaftliche Publikationen festigte Friedensau seinen Ruf unter den Hochschulen in Sachsen-Anhalt. Seit dem Bestehen als Hochschule haben mehr als 500 Studenten ihren Dienst in den Gemeinden als Pastoren aufgenommen und &#252;ber 600 Studenten sind in den sozialen Dienst im In- und Ausland getreten. Viel Neues ist geworden. Die Lebens- und Studienbedingungen haben sich entscheidend verbessert. Die Hochschule Friedensau ist Mitglied in der Landesrektorenkonferenz Sachsen-Anhalt, war die erste Hochschule im Land mit akkreditierten Studieng&#228;ngen um im Rahmen des Bologna-Prozesses europaweit vergleichbare Masterstudieng&#228;nge zu haben, und greift die Perspektiven f&#252;r die Zukunft auf. Zwei Masterstudieng&#228;nge werden in englischer Sprache durchgef&#252;hrt. Im n&#228;chsten Jahr beginnt ein Studiengang f&#252;r Pflege- und Gesundheitswissenschaften in Kooperation mit dem Berliner Krankenhaus &#8220;Waldfriede&#8221;. Ein Gesundheitszentrum ist in Planung. Friedensau hat mit seiner staatlichen Anerkennung durch Kooperationen mit den adventistischen theologischen Ausbildungsst&#228;tten in Collonges/Frankreich und Sazawa/Tschechien auch diesen Seminaren die Anerkennung ihrer Abschl&#252;sse erm&#246;glicht und unterh&#228;lt Beziehungen zu anderen internationalen adventistischen und nicht-adventistischen Universit&#228;ten.</p>
<p>Dr. Manfred B&#246;ttcher</p>
<p><em>(Hinweis der Redaktion: Dr. h. c. Manfred B&#246;ttcher war von 1969 bis 1982 Pr&#228;sident der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR und von 1982 bis 1991 Rektor der sp&#228;teren Theologischen Hochschule Friedensau.)<br />
</em>_____________________________________________________________________________<br />
Der Text kann kostenlos genutzt werden. Ver&#246;ffentlichung nur mit Quellenangabe &#8220;APD&#8221; gestattet!</p>
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		<title>110 Jahre theologische Ausbildungsst&#228;tte der Adventisten in Friedensau &#8211; Teil 1</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Nov 2009 18:30:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Zentralredaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Zeitgeschehen]]></category>

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		<description><![CDATA[Friedensau bei Magdeburg, die &#228;lteste Institution der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, kann auf 110 Jahre einer wechselvollen Geschichte zur&#252;ckblicken. Die verschiedenen Regierungsformen, die in dieser Zeit &#252;ber Deutschland hinweggingen, blieben auch f&#252;r die Existenz der Bildungseinrichtung und den Ort Friedensau selber nicht ohne Auswirkungen. Ma&#223;geblich geh&#246;rt dazu der Fall der Berliner Mauer vor zwanzig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Friedensau bei Magdeburg, die &#228;lteste Institution der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Europa, kann auf 110 Jahre einer wechselvollen Geschichte zur&#252;ckblicken. Die verschiedenen Regierungsformen, die in dieser Zeit &#252;ber Deutschland hinweggingen, blieben auch f&#252;r die Existenz der Bildungseinrichtung und den Ort Friedensau selber nicht ohne Auswirkungen. Ma&#223;geblich geh&#246;rt dazu der Fall der Berliner Mauer vor zwanzig Jahren. Sie hatte nicht nur Deutsche in Ost und West, sondern auch die beiden gro&#223;en Machtbl&#246;cke der Welt voneinander getrennt. Der Mauerfall &#246;ffnete selbst f&#252;r Friedensau neue Perspektiven, an die niemand zuvor gedacht hatte. Er f&#252;hrte bald darauf im September 1990 zur staatlichen Anerkennung des bisherigen Theologischen Seminars durch das DDR-Ministerium f&#252;r Hochschulwesen in Berlin als Theologische Hochschule in freier Tr&#228;gerschaft. Von den anderen kirchlichen Ausbildungsst&#228;tten, die gleichfalls anerkannt wurden, existieren in den neuen Bundesl&#228;ndern neben Friedensau nur noch die Evangelische Hochschule f&#252;r Kirchenmusik in Halle.</p>
<p><strong>Von der Gr&#252;ndung bis zur NS-Zeit</strong></p>
<p>Die damalige Entscheidung zur staatlichen Anerkennung als Theologische Hochschule wurde unter anderem ma&#223;geblich von der Entwicklung beeinflusst, welche die Friedensauer Bildungseinrichtung w&#228;hrend der zur&#252;ckliegenden Zeit in der Ausbildung von Pastoren und Missionaren genommen hatte.</p>
<p>Vor 110 Jahren begann am 19. November 1899 nach dem Kauf der &#8220;Klapperm&#252;hle&#8221;, einem M&#252;hlengrundst&#252;ck von 34 Hektar, unter &#228;u&#223;erst bescheidenen Bedingungen der Unterricht an der ersten adventistischen Predigerausbildungsst&#228;tte in Europa. Die Schulkonzeption gr&#252;ndete sich auf eine ganzheitliche Erziehung. Von Jahr zu Jahr wuchs die Zahl der jungen Leute, die in Friedensau ihre Ausbildung erhielten. Bereits 1910 waren es mehr als 240 Studierende. Von Anfang an &#252;bernahm Friedensau durch Mission und Entwicklungsarbeit soziale Verantwortung. Bis zu Schlie&#223;ung des Seminars im Ersten Weltkrieg erhielten mehr als 2.400 junge Leute in Friedensau eine Ausbildung. Dazu geh&#246;rte seit 1902 auch eine Krankenpflegeschule, die ab 1922 am Krankenhaus &#8220;Waldfriede&#8221; in Berlin weitergef&#252;hrt wurde.</p>
<p>Unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen wurde in der Zeit der Weimarer Republik 1919 die Lehrt&#228;tigkeit erneut aufgenommen. Bald kamen neue Studien- und Ausbildungsm&#246;glichkeiten hinzu, sodass wieder um die 200 Studierende am Seminar eingeschrieben waren. In dieser Zeit erhielt der Ort Friedensau die kommunale Selbst&#228;ndigkeit. Nach nur 14 Jahren kam Hitler an die Macht, und damit waren Einschr&#228;nkungen und Behinderungen f&#252;r die Freikirche und das Seminar die Folge. Mehrfach wurde von den NS-Machthabern versucht, Friedensau zu enteignen. Der Zweite Weltkrieg brachte die zweite Unterbrechung der Lehrt&#228;tigkeit in Friedensau. Ein Lazarett wurde f&#252;r die Wehrmacht eingerichtet. Von der Wiederer&#246;ffnung im Jahre 1919 bis zur Schlie&#223;ung des Seminars im Zweiten Weltkrieg gab es ann&#228;hernd 3.300 Studierende in Friedensau.</p>
<p><strong>Sowjetische Besatzung und DDR-Zeit</strong></p>
<p>Nach dem Einmarsch sowjetischer Truppen am 5. Mai 1945 wurden die Friedensauer Geb&#228;ude bis auf einige wenige Ausnahmen f&#252;r Lazarettzwecke beschlagnahmt und mit einem Stacheldrahtzaun abgetrennt. Nach Aufl&#246;sung des Lazaretts lie&#223; die Rote Armee nach ihrem Abzug im Mai 1947 die Geb&#228;ude in einem katastrophalen Zustand unter Verlust des gesamten Inventars zur&#252;ck.</p>
<p>Nach wiederholten Antr&#228;gen erteilte im Juni 1947 der Leiter der Kulturabteilung bei der Sowjetischen Milit&#228;radministration die Genehmigung zur Wiederer&#246;ffnung der Schule. Wie sich sp&#228;ter aus ver&#246;ffentlichen Geheimdokumenten der Milit&#228;rregierung in Berlin-Karlshort herausstellte, stand diese Entscheidung im Gegensatz zu den Direktiven die Moskau vorgegeben hatte. So geschah es, dass in der sowjetischen Besatzungszone das Friedensauer Seminar als erste kirchliche Ausbildungsst&#228;tte wieder mit der Arbeit beginnen durfte – und das noch vor der Wiederer&#246;ffnung der adventistischen Seminare Neandertal und Marienh&#246;he im Westen Deutschlands.</p>
<p>Unter d&#252;rftigsten &#228;u&#223;eren Umst&#228;nden wurde der Lehrbetrieb am 1. Juli 1947 mit vier Lehrkr&#228;ften und achtzehn jungen Leuten erneut aufgenommen. Sie kamen fast alle aus dem Kriegsgeschehen. Nur wenige sp&#228;rlich eingerichtete R&#228;ume standen anfangs zu Studier- und Wohnzwecken zur Verf&#252;gung. So begann der dritte Abschnitt in der Geschichte des Friedensauer Seminars. Walter Eberhardt, Schulleiter von 1947 bis 1954, sah sich mit seinen Mitarbeitern von Anfang an fast un&#252;berwindlichen Schwierigkeiten bei der Wiederaufnahme des Lehrbetriebes gegen&#252;ber. Eine Unterst&#252;tzung von au&#223;en war unm&#246;glich, und es fehlte buchst&#228;blich an allem.</p>
<p>Die Genehmigung durch die sowjetische Milit&#228;rverwaltung erwies sich in den folgenden vierzig Jahren f&#252;r Friedensau &#228;u&#223;erst vorteilhaft. Durch diesen Tatbestand lie&#223;en sich weitgehend Versuche der Einflussnahme durch die DDR-Regierung auf den Lehrbetrieb abwehren. Infolge der Teilung Deutschlands konnte das Seminar nur junge ostdeutsche Adventisten aufnehmen.</p>
<p>Der Gedankenaustausch mit anderen adventistischen theologischen Ausbildungseinrichtungen, war bedingt durch die Abgrenzungspolitik der DDR, f&#252;r Jahrzehnte unm&#246;glich. Der Friedensauer Lehrk&#246;rper bem&#252;hte sich jedoch, die Ausbildung so gr&#252;ndlich, gegenwartsnah und praktisch, wie nur irgend m&#246;glich, angesichts der besonderen Situation in der DDR zu gestalten. Dazu z&#228;hlte ab 1964 auch die Einf&#252;hrung eines Gemeindepraktikums f&#252;r Theologiestudenten.</p>
<p>Durch Kontakte zu den theologischen Fakult&#228;ten der Universit&#228;ten sowie zu theologischen Ausbildungsst&#228;tten anderer Konfessionen sah die Seminarleitung die Notwendigkeit weiterer Profilierung des Studiums. Der erste Schritt war die Umwandlung des Predigerseminars in ein Theologisches Seminar, wobei Friedensau von den DDR-Beh&#246;rden als &#8220;Theologische Fakult&#228;t&#8221; bezeichnet wurde. Um M&#246;glichkeiten f&#252;r die Fortbildung der Lehrkr&#228;fte zu schaffen, wurden jeweils ein bis zwei von ihnen f&#252;r ein Trimester vom Lehrbetrieb f&#252;r postgraduale Studien freigestellt. Das geschah an der Universit&#228;t in Halle, am Newbold-College in England und an der Andrews Universit&#228;t in den USA. Im Zuge einer Studienreform im Jahr 1983 wurde unter Wahrung der adventistischen Identit&#228;t eine Angleichung an das Niveau des allgemein anerkannten Theologiestudiums der Universit&#228;ten angestrebt.</p>
<p>Bereits 1971 hatte der Generalkonferenzpr&#228;sident (Weltkirchenleiter) der Adventisten, Robert H. Pierson, bei seinem ersten Besuch in der DDR vorgeschlagen, Studenten aus Staaten der Dritten Welt in Friedensau aufzunehmen. Er begr&#252;ndete es damit, dass es in L&#228;ndern unter kommunistischen Einfluss in der Regel keine Ausbildungsm&#246;glichkeiten f&#252;r Pastoren gebe und Friedensau M&#246;glichkeiten dazu b&#246;te.</p>
<p>Zu jener Zeit studierten an Fachschulen und Universit&#228;ten der DDR zunehmend Angeh&#246;rige osteurop&#228;ischer Staaten sowie aus L&#228;ndern der Dritten Welt, soweit die DDR diplomatische Beziehungen zu ihnen unterhielt und sie von ihrem Heimatstaat delegiert wurden. Das nahm die adventistische Leitung in der DDR zum Ansto&#223;, bei den Beh&#246;rden auszuloten, ob man nicht auch jungen Adventisten aus dem Ausland ein Theologiestudium in Friedensau erm&#246;glichen k&#246;nne. Nach Verhandlungen, die sich fast &#252;ber ein Jahrzehnt hinzogen, wurden schlie&#223;lich 1981 die ersten Einreisevisa f&#252;r Studienzwecken in Friedensau erteilt. Im letzten Jahrzehnt der DDR konnten j&#228;hrlich 15 bis 20 Studenten ein Vollstudium in Friedensau absolvieren. Das war etwas Au&#223;ergew&#246;hnliches in der DDR. Einige der damaligen Studenten haben heute in Osteuropa und Afrika Leitungsfunktionen in der Freikirche inne, einer geh&#246;rt als Mitglied dem Pr&#228;sidium der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) an.</p>
<p>Dr. Manfred B&#246;ttcher</p>
<p><em>(Hinweis der Redaktion: Dr. h. c. Manfred B&#246;ttcher war von 1969 bis 1982 Pr&#228;sident der Siebenten-Tags-Adventisten in der DDR und von 1982 bis 1991 Rektor der sp&#228;teren Theologischen Hochschule Friedensau.)</em><br />
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Der Text kann kostenlos genutzt werden. Ver&#246;ffentlichung nur mit Quellenangabe &#8220;APD&#8221; gestattet!</p>
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