APD


AWW - Advent-Wohlfahrtswerk

Die Arbeit des Advent-Wohlfahrtswerkes e.V. (AWW) als Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten reicht bis in das Jahr 1897 zurück. Sie hat das Ziel, wirksame Hilfe im Alltag zu leisten. Im letzten Jahr betreuten die Ortsgruppen des AWW in Deutschland über 40 000 bedürftige Menschen. Seit 1928 ist das AWW Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (DPWV).

Anschrift: Advent-Wohlfahrtswerk e.V., Postfach 42 60, 73745 Ostfildern, Telefon (0711) 4 48 19-55/56, Telefax (0711) 4 48 19-60, E-Mail 102555.726@compuserve.com.


Neues Altenpflegeheim in Friedensau

Friedensau bei Magdeburg, 17.12.1997/APD Nach vierzehnmonatiger Bauzeit wurde das neue Altenpflegeheim des Advent-Wohlfahrtswerkes in Friedensau bei Magdeburg eingeweiht. Auf drei Etagen finden 120 pflegebedürftige Menschen in 96 Einbett- und 12 Zweibettzimmern in dem zweiflügeligen Bau Platz. Zu jedem Zimmer gehört eine gut ausgestattete Naßzelle. Das Mitbringen von Kleinmöbeln und lieb gewordenen Gegenständen ist möglich, um die persönliche Atmosphäre zu schaffen und das Einleben zu erleichtern. Auf jeder Station stehen zwei Bäder mit Hubbadewannen und Lifttechnik zur Verfügung. Im Dachgeschoß befinden sich zwölf Seniorenwohnungen zur freien Vermietung. Die Fenstergestaltung zum Thema "Von der Schöpfung bis zur neuen Erde" im Mehrzwecksaal, der auch für Andachten und Gottesdienste genutzt wird, übernahm die Stuttgarter Künstlerin Dagmar Binanzer-Kraus. Die Küche bietet schweinefleischfreie, Vollwertverpflegung, vegetarische sowie Schon- sowie Diabetikerkost. Das neue Altenpflegeheim löst ein 1907 in Friedensau errichtetes Seniorenheim ab, das als Studentenwohnheim umgebaut werden soll.

Suppenküche in Berlin-Spandau eröffnet

Berlin, 17.12.1997/APD Eine Suppenküche für Obdachlose und sozial Schwache hat das Advent-Wohlfahrtswerk im Zentrum der Adventgemeinde Berlin-Spandau, Tiefwerderweg 5-7, eingerichtet. Sie ist jeden Donnerstag von 12 bis 14 Uhr geöffnet. Eine Kleiderkammer versorgt die Bedürftigen mit warmen Wintersachen.

Arbeitsloseninitiative in Kempten

Kempten, 17.12.1997/APD Eine Arbeitsloseninitiative hat die Ortsgruppe Kempten des Advent-Wohlfahrtswerkes (AWW) eingerichtet. Damit soll ein Forum zum Erfahrungsaustausch und zur gegenseitigen Unterstützung geschaffen werden. Bei regelmäßigen Gesprächsabenden würden die Probleme von Arbeitslosen thematisiert und Lösungsmöglichkeiten besprochen. Themen könnten beispielsweise sein: "Wie komme ich mit weniger Geld zurecht?", "Was tun mit der vielen Zeit?" "Beziehungsprobleme als Folge der Arbeitslosigkeit" oder "Der Frust mit den Absagen bei Bewerbungen". Die Gruppe entscheidet selbst, was sie ansprechen möchte. Zu speziellen Fragen sollen Fachreferenten eingeladen werden.

"Umgang mit sexuellem Mißbrauch"

Freiberg/Sachsen, 17.12.1997/APD Eine Fachtagung für 40 ehrenamtliche Helfer zum Thema "Umgang mit sexuellem Mißbrauch" führte das Advent-Wohlfahrtswerk in Freiberg/Sachsen durch.

1,3 Millionen Menschen betreut

Silver Spring, Maryland/USA, 17.12.1997/APD 11 800 ehrenamtliche Helfer des Advent-Wohlfahrtswerkes (Adventist Community Services) betreuten im letzten Jahr fast 1,3 Millionen Menschen in den USA. Die Bedürftigen erhielten 10,5 Millionen Mark Bargeldunterstützung und Sachleistungen in Höhe von 16 Millionen Mark .



DVG - Deutscher Verein für Gesundheitspflege


Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e.V. (DVG) wurde 1899 von der Freikirche der Sieben-ten-Tags-Adventisten in Friedensau bei Magdeburg gegründet und hat nun seine Zentral-stelle in Ostfildern bei Stuttgart. In allen Bundesländern ist der DVG durch Landesstellen vertreten, die sich wieder in Regional-gruppen aufgliedern. Der DVG ist Mitglied der Bundesvereinigung für Gesundheit e. V., der Arbeits-gemeinschaft der deutschen Abstinenzverbände (AGAV), des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes (DPWV) und der International Commission for the Prevention of Alcoholism (ICPA), einer bei der UNO assoziierten Organisa-tion. Der DVG sieht den Menschen als Ganzheit und will zu seiner körperlichen, geistig-seelischen und sozialen Gesundheit beitragen.

Jede der zur Zeit 59 Regionalgruppen in Deutschland wird durch einen eigenen Vorstand geführt, der für die Basisarbeit verantwortlich ist und mit der Landes- sowie Zentralstelle zu-sammenarbeitet. Anschrift: Deutscher Verein für Gesundheits-pflege e.V., Zentralstelle, Senefelderstraße 15, 73760 Ostfildern-Ruit, Telefon (0711) 41 30 75, Telefax (0711) 41 50 04.


DVG für Tabakwerbeverbot der EU

Ostfildern, 17.12.1997/APD Begrüßt hat der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) das von den Gesundheitsministern der Europäischen Union (EU) beschlossene Tabakwerbeverbot. Für widersinnig hält DVG-Geschäftsführer Bernd Wöhner (Ostfildern) allerdings, daß die EU den Tabakanbau subventioniert und nun die Werbung für den Absatz des Produkts untersagt. Konsequenterweise wären daher auch die Subventionen zu streichen. Einen Verstoß gegen das Prinzip der freien Marktwirtschaft sowie der Informations- und Meinungsfreiheit sieht Wöhner durch das Werbeverbot nicht. Rauchen sei erwiesenermassen gesundheitsschädlich, und kein Staat könne es sich leisten, diesen Schaden zu ignorieren. Bei anderen Suchtmitteln zeige sich der Gesetzgeber wesentlich strenger und verbiete sogar den Besitz dieser Drogen.

Es mag durchaus zutreffen, so Wöhner, daß die deutsche Werbewirtschaft durch das Verbot 660 Millionen Mark pro Jahr verliere und dadurch Arbeitsplätze gefährdet seien. Doch müsse berücksichtigt werden, daß das Rauchen in Deutschland jedes Jahr einen volkswirtschaftlichen Schaden von schätzungsweise 80 Milliarden Mark verursache. Der DVG-Geschäftsführer sieht durchaus als Domino-Effekt, daß die Europäische Union auch gegen die Alkoholwerbung vorgeht, denn die alkoholbedingten Krankheiten seien künftig kaum noch finanzierbar. Zwar brächten die Tabak- und Alkoholsteuer Einnahmen in Milliardenhöhe, doch flössen diese in die Staatskasse und stünden nicht den Krankenkassen und Rentenversicherungsträgern zur Verfügung, die für die Kosten der Gesundheitsschäden aufkommen müssen. Die Formel-1 mit ihren Rennwagen befürchtet durch die Entscheidung der EU-Gesundheitsminister einen Verlust von einer Milliarde Mark und erwägt deshalb den Abzug des Grand-Prix-Zirkus aus Europa. Es müsse jedoch gefragt werden, ob derartige Veranstaltungen allein schon aus Umweltschutzgründen noch zeitgemäß seien. Wöhner erwartet, daß auch das Europäische Parlament das Verbot der Tabakwerbung verabschiedet.

Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) führt seit 1966 Raucherentwöhnungsseminare durch. In dieser Zeit wurden rund 81 000 Kursteilnehmer zu Nichtrauchern. Das Raucher-Entwöhnungsprogramm "Endlich frei!" besteht aus neun Veranstaltungen von je eineinhalb bis zwei Stunden Dauer über einen Zeitraum von vier Wochen. Bei dem Seminar geht es nicht nur um das "Weg vom Glimmstengel", sondern auch um die Einübung eines neuen Lebensstiles.



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© APD Geändert am: 17.12.1997

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