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Hochwasserkatastrophe: Hilfe von ADRA, AWW und Adventisten vernetzt sich mit anderen Helfern

Hilfsgüter wurden gesammelt, sortiert, verpackt und von ADRA zum Zentrallager in der Heerstraße in Bad Neuenahr-Ahrweiler transportiert. Von dort erfolgt die Verteilung und Koordination zu den Abgabepunkten im gesamten Stadtgebiet. Auch liefert ADRA am Wochenende eine Wasseraufbereitungsanlage nach Ahrweiler. Geplant ist die Unterstützung des Wiederaufbaus vor allem durch Gebäudetrocknung und Instandsetzung.

Freiwillige Helfer (Gruppen und Einzelpersonen), die sich jetzt oder im Laufe der kommenden Monate bei ADRA für Einsätze zur Verfügung stellen wollen, sind eingeladen, sich über die Website https://adra.de/flut-kontaktformular/ zu registrieren.

ADRA in Belgien ebenfalls im Einsatz

Die Unwetter von Mitte Juli wüteten nicht nur in Deutschland. Vom 14. bis 16. Juli wurden 120 Gemeinden in der Provinz Lüttich, im südlichen Wallonien, dem französischsprachigen Teil Belgiens, von Starkregenfällen betroffen. Mehr als 10.000 Haushalte in den Provinzen Lüttich und Wallonisch-Brabant sind ohne Strom. Am 20. Juli, einen Tag vor dem Nationalfeiertag am 21. Juli, wurden die 31 Toten der Unwetter in Belgien durch einen Staatstrauertag gewürdigt. ADRA Belgien half mit Freiwilligen in Verviers, die Sachschäden und Trümmer zu beseitigen und Häuser zu evakuieren.

Dank freiwilligen Helfern und Helferinnen aus mehreren adventistischen Kirchengemeinden in Belgien hat ADRA den Opfern in den am stärksten von der Katastrophe betroffenen Gebieten geholfen die Trümmer zu entsorgen und die überfluteten Gebäude zu reinigen.

Aufgrund von Sicherheitsbedenken waren die am stärksten betroffenen Gebiete zunächst nur für Anwohner und Notfalldienste zugänglich. Am 18. Juli konnten sich ADRA-Freiwillige in Abstimmung mit den Behörden direkt nach Ensival, einer Teilgemeinde von Verviers, begeben, um den genauen Bedarf zu ermitteln. Neben der Beseitigung von Trümmern, Aufräumarbeiten und der Evakuierung von Häusern, die einzustürzen drohen, boten die ADRA-Freiwilligen den Opfern dieser Katastrophe auch Trost und menschliche Begleitung an.

ADRA Deutschland e.V.

ADRA Deutschland e.V. ist eine weltweit tätige Hilfsorganisation, die Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe durchführt. Die unabhängige Nichtregierungsorganisation wurde 1987 gegründet und steht der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. ADRA ist Mitglied des Bündnisses „Aktion Deutschland Hilft“. Das Bündnis schließt sich im Falle Katastrophen zusammen, koordiniert und bündelt die vorhandenen Kräfte, um schnelle und effektive Hilfe leisten zu können.

Nähere Informationen zum Spenden unter dem Stichwort „Hochwasser“ gibt es unter www.adra.de/Spenden




Adventisten in Deutschland wählen neue Leitung der Abteilung Frauen

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland besteht aus den überregionalen Kirchenleitungen in Nord- und Ostdeutschland (Norddeutscher Verband/NDV) mit Sitz in Hannover sowie in Süddeutschland (Süddeutscher Verband/SDV), mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart. Gemeinsam betreuen sie knapp 35.000 Adventisten in 547 Kirchengemeinden und 35 Gruppen (Statistical Annual Report 2020). Der SDV hatte bereits am vergangenen Sonntag (18.04.) mehrheitlich beschlossen, „Daniela Canedo für die Nachfolge des Amtes der Abteilungsleiterin für die Abteilung Frauen, vorbehaltlich der Wahl ihrer Person durch den NDV, für beide Verbände in Deutschland zu wählen. Das Leitungsgremium des NDV entschied sich am 25.04. ebenfalls für diesen Vorschlag. Somit kann Daniela Canedo im Sommer die Nachfolge in der Leitung der Abteilung Frauen antreten, vorbehaltlich der Freigabe ihres derzeitigen Arbeitgebers, eine Dienststelle innerhalb der Freikirche.

Daniela Canedo
Mit Daniela Canedo übernimmt eine Frau die deutschlandweite Abteilungsleitung, die schon viele Jahre die innerkirchlichen Strukturen der Freikirche durch ihren Dienst in verschiedenen Bereichen kennengelernt hat. Die in Siegen geborene und im Westerwald als Bankkauffrau ausgebildete Canedo arbeitet seit 2012 als Assistentin des Vorstands der Adventisten in der Region Mittelrhein mit Sitz in Darmstadt. Seit 2019 ist sie außerdem die Datenschutzbeauftragte der Freikirche in den drei Landeskörperschaften Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Seit einem Jahr leitet sie in derselben Region die Abteilung Frauen ihrer Kirche. Canedo ist ledig und beherrscht neben ihrer deutschen Muttersprache Englisch, Französisch und Spanisch, was ihr für die Vernetzung mit den Abteilungsleiterinnen in den anderen europäischen Ländern nützlich sein wird.

Sie selbst freue sich „auf die spannenden Begegnungen mit den Frauen und möchte die gute Arbeit ihrer Vorgängerin fortführen und dabei neue Nischen entdecken und sie füllen.“ Sie möchte „Frauen miteinander vernetzen, Unaussprechliches besprechbar machen und die jüngere Generation erreichen, z.B. mit einem Podcast.“  Es sei ihr Anliegen, so Canedo gegenüber dem APD, „Frauen zu unterstützen, ihre Stimme zu finden und ihren Glauben überall dort weiterzugeben, wo Gott uns gebrauchen möchte.“

Angelika Pfaller
Im Juli 2012 wurde Angelika Pfaller in die Leitung der Abteilung Frauen des SDV berufen. Sie übernahm einige Zeit später auch die Leitung der Abteilung im NDV und ist somit die erste gesamtdeutsche Leiterin in dieser Funktion für einen Anteil von ca. 65 Prozent Frauen in ihrer Kirche. Davor war sie seit Herbst 2009 in der regionalen adventistischen Kirchenleitung von Bayern in gleicher Weise tätig. Sie sagt, dass der „Dienst mit und für Frauen für sie eine sehr bereichernde und segensreiche Zeit“ gewesen sei.  Während dieser Zeit seien Weiterbildungsseminare, Frauenwochenenden und Kongresse entwickelt und angeboten worden. Besonders die Stärkung und Begleitung von Mädchen und jungen Frauen (Girls4Christ) sei eine besondere Aufgabe in diesen vergangenen Jahren gewesen. Die Verkündigung des Wortes Gottes habe dabei immer im Mittelpunkt gestanden.

Pfaller gehört auch zum fünfköpfigen Beirat „Sexueller Gewalt begegnen“, der 2010 von der Freikirche als unabhängiges Fachgremium eingesetzt wurde. Er kümmert sich einerseits um die Erstellung von Materialien und bearbeitet andererseits konkrete Fälle, auf die er angesprochen wird, entsprechend seiner ihm übertragenen Kompetenz. Angelika Pfaller ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Sie freut sich im Ruhestand auf die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann Max, die in den letzten 12 Jahren etwas zu kurz gekommen ist.

Zur Webseite adventistischer Frauen in Deutschland – www.sta-frauen.de.




Einheitliches Design dreier deutschsprachiger Verlage bei Ellen White Literatur

Drei Verlage – ein einheitliches Design – überarbeitete Übersetzungen
Die neue Ellen G. White-Linie soll auch inhaltlich ein klares Profil erhalten. Übersetzungen sollen möglichst nahe am Originaltext sein und bekannte Qualitätsmängel ebenfalls behoben werden. Die ersten Bücher der neuen Linie seien bereits erhältlich: Briefe an junge Liebende (TOP LIFE Wegweiser-Verlag), Gemeinschaft mit Gott (Advent-Verlag Schweiz) und Erziehung (Advent-Verlag Lüneburg).

Ein gemeinsames Zukunftsprojekt

„Da Ellen G. Whites Literatur zu den zeitlosen adventistischen Klassikern gehört, erschien es uns allen sinnvoll, unsere Synergien im deutschsprachigen Raum zu nutzen und unseren Lesern die Bücher in einem einheitlichen und optisch ansprechenden Design anzubieten“, so Jessica Schultka, Verlagsleiterin Advent-Verlag Lüneburg. Für die kommenden Jahre sei deshalb ein Konzept entwickelt worden, das bereits alle Einbandentwürfe für die geplanten Neuauflagen von Ellen G. Whites Büchern in Deutschland, Österreich und der Schweiz enthalte, ergänzt Dominik Maurer Verlagsleiter Advent-Verlag Schweiz. Der TOP LIFE Wegweiser-Verlag, der Advent-Verlag Schweiz und der Advent-Verlag Lüneburg würden somit auch in Zukunft in Abstimmung miteinander an der Herausgabe von Ellen White Literatur im deutschsprachigen Raum arbeiten.

Advent-Verlag Schweiz

Der Advent-Verlag Schweiz gehört zur Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der deutschsprachigen Schweiz. Die Ursprünge gehen auf das Jahr 1876 zurück. In Basel wurde der Verlag „Imprimerie Polygotte“ mit eigener Setzerei und Druckerei gegründet. Der Verlag publizierte Bücher und Zeitschriften in französischer Sprache und später auch in verschiedenen europäischen Sprachen. 1929 wurde der „Advent-Verlag Zürich“ als deutschsprachiger Verlag gegründet. Im Jahr 1930 erschien die Zeitschrift „Leben und Gesundheit“ als Magazin für ganzheitliche Gesundheit, die bis heute im Angebot ist. 2019 wurde der Hauptsitz des Advent-Verlags nach Krattigen (BE) verlegt und der Firmenname in „Advent-Verlag Schweiz“ geändert. Zu den bekanntesten Produkten des Advent-Verlags Schweiz gehören Kinderbücher, darunter auch verschiedene Kinderbibeln, und seit 1929 die Zeitschrift „Leben und Gesundheit“, als Magazin für ganzheitliche Gesundheit.

Der Verlag möchte mit seinen Produkten Impulse für ein gelingendes Leben geben sowie zur Entwicklung einer persönlichen Spiritualität beitragen. Heute ist der Advent-Verlag Schweiz sowohl Verlag als auch Buchhändler und beschäftigt 15 Buchberater und Buchberaterinnen, die Haushalte in der deutschsprachigen Schweiz besuchen. Mehr zum Advent-Verlag Schweiz: www.advent-verlag.ch.

TOP LIFE Wegweiser-Verlag GmbH

Der TOP LIFE Wegweiser-Verlag ist der Verlag der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich und befindet sich in Wien. Das christliche Verlagshaus, das 1948 gegründet wurde, hat sich von Anfang an zum Ziel gesetzt, Literatur und diverse andere Medien zu den Themen Gesundheit, Familie und Glauben herauszugeben. Mit dem umfangreichen Sortiment soll auf die ganzheitlichen Bedürfnisse der Menschen eingegangen und mit vielen praktischen Ratgebern geholfen werden. Hinter Top Life steht ein wegweisendes Konzept zu einem gesunden und glücklichen Leben. Weitere Informationen: www.toplife-center.com.

Advent-Verlag GmbH

Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit seinen Publikationen bietet er den Lesern Orientierung in Sinn- und Lebensfragen und spricht sie ganzheitlich und generationsübergreifend an. Der Verlag will dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben, indem er ihn nachhaltig fördert, vertieft und begleitet. Das Motto des Verlags: Wir schaffen Worte, die bleiben. Zur Verlagswebseite: www.advent-verlag.de.




Australien: Erweiterte Regelungen zum Schutz der Kinder

Regelungen zum Schutz der Kinder in Australien
Eine der Empfehlungen ist die Einführung von meldepflichtigen Verhaltensweisen, ähnlich wie sie seit 2000 in Bundesstaat New South Wales (NSW) bestehen. Die Bundesländer Victoria und das Gebiet um die Hauptstadt Canberra (Australian Capital Territory) haben diese Regeln nun ebenfalls eingeführt. Darüber hinaus hat NSW seine Anforderungen auf religiöse Körperschaften und damit auch auf die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ausgeweitet.

Kirchengemeinden reagieren zum Schutz vor Missbrauch
Diese meldepflichtigen Verhaltensregelungen verlangten nun von den Kirchen in den genannten Bundesländern, dass sie auf Vorwürfe bezüglich des Verhaltens der von ihnen angestellten Personen reagierten. Diese Reaktion umfasse die Benachrichtigung einer externen Aufsichtsbehörde über die Vorwürfe, die Untersuchung der Vorwürfe, die Abgabe von Erkenntnissen und Empfehlungen sowie die Ergreifung geeigneter Maßnahmen. Nach Abschluss der Untersuchungen sei die Kirche dann verpflichtet, die Aufsichtsbehörde über das Ergebnis zu unterrichten.

Adsafe – eine Einrichtung der Adventisten im Südpazifik

Die Leiter der transnationalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten für Australien, Neuseeland und den südpazifischen Raum (South Pacific Division/SPD) wurden sich des Problems des sexuellen Missbrauchs, der Mitte bis Ende der 1990er Jahre innerhalb der Kirche verübt wurde, zunehmend bewusst und gründeten daraufhin einen besonderen Dienst mit dem Namen Adsafe. Im Februar 2000 nahm Adsafe seine Arbeit auf. Zur Aufgabe von Adsafe gehöre es, eine sichere, missbrauchsfreie Umgebung zu schaffen, in der jeder kommen und die Liebe Gottes erfahren kann.

„Wir müssen darauf achten, dass das vermutete Verhalten neueren oder historischen Ursprungs sein kann und Kinder in jedem Kontext, nicht nur im Umfeld der Kirchengemeinde, betreffen kann“, meint Adsafe-Projektleiter Murray Chapman.

Murray erinnert daran, dass es trotz der neueren Anpassungen seit etlichen Jahren zur Politik der Freikirche gehöre, dass unangemessenes Kind bezogenes Verhalten von Angestellten und Freiwilligen generell in der Freikirche untersucht werde.

Zu den weiteren Anpassungen gehöre, dass Angestellte in eine Liste der Pflichtberichterstatter eingetragen werden. Dazu gehörten kirchliche Amtsträger ebenso wie Freiwillige, die mit Kindern arbeiten, wie Älteste, Diakone und Leiter von Bibelkreisen. Pflichtmelder seien gesetzlich verpflichtet, mutmaßlichen Kindesmissbrauch den Regierungsbehörden zu melden.

Fachbeirat „Sexueller Gewalt begegnen“ der Adventisten in Deutschland

In Deutschland hat die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten seit Dezember 2009 Richtlinien und einen „Verhaltenskodex“ für alle ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter/-innen beschlossen. Im Juni 2010 wurde durch die Freikirche ein unabhängiger Fachbeirat berufen, der sich einerseits um die Erstellung von Materialien kümmert und andererseits in konkreten Fällen angesprochen wird, Fälle entsprechend seiner ihm im Dezember 2010 übertragenen Kompetenz aufzuarbeiten.

Nach Auskunft des Fachbeirats geben etwa 10% der adventistischen Frauen und 3% der adventistischen Männer in Deutschland an, in ihrem Leben schon einmal sexuelle Gewalt erfahren zu haben. In vielen der Fälle seien auch Täter und/oder Angehörige Teil der Kirchengemeinde. Mit dem Verhaltenskodex, der Broschüre „Sexueller Gewalt begegnen“ und einer Kinderbroschüre zur Thematik stellt der Fachbeirat Materialien zur kostenfreien Nutzung zur Verfügung.

Weitere Infos: http://sexueller-gewalt-begegnen.de/.




Krankenhaus Waldfriede in Berlin unter den Besten in Deutschland

Waldfriede unter den Besten in Deutschland
Erneut wird das Krankenhaus Waldfriede zu den Besten gezählt. Gestern wurden die Ergebnisse einer Studie in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) veröffentlicht, bei der Daten von über 2.200 Krankenhäuser in Deutschland herangezogen wurden. In der Kategorie „Krankenhäuser mit 150 bis unter 300 Betten“ ist das Krankenhaus Waldfriede mit 78,9 von 100 Punkten zu den besten gezählt worden. Die Studie war im Auftrag des F.A.Z.-Instituts durch das IMWF Institut für Management und Wirtschaftsforschung mit wissenschaftlicher Begleitung der International School of Management (ISM) realisiert worden.

Die Methodik der Studie, die zum dritten Mal stattfand, wurde dabei zum Vorjahr erneut verfeinert und ausgeweitet. So wurden zusätzlich zur Auswertung der gesamten Krankenhäuser die Abteilungen ausgewertet. Die Methodik ist hierbei analog. Hierzu wurde mit Hilfe der Qualitätsberichte des Gemeinsamen Bundesausschuss der Öffentlichkeit und ergänzenden Daten aus Bewertungs- und Befragungsportalen eine Rangliste derjenigen deutschen Krankenhäuser erstellt, die aus emotionaler und sachlicher Sicht mit ihrem Gesamtangebot glänzen können. Das Ergebnis, so die FAZ, sei ein einzigartiger Überblick über „Deutschlands beste Krankenhäuser“, dessen Resultat dabei helfe, die Vielzahl der Informationsangebote überschaubar zu machen.

Krankenhauseigenes Gesundheitsnetzwerk
Laut eigenen Berichten ist das Krankenhaus Waldfriede im krankenhauseigenen Gesundheitsnetzwerk eingebunden, das mittlerweile zum vielfältigsten Medizin- und Pflegeanbieter im Bezirk Steglitz-Zehlendorf geworden ist. Neben dem Krankenhaus Waldfriede, der Sozialstation und dem Gesundheitszentrum PrimaVita mit zugehörigem Schwimmbad gehörten auch die Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege, die Privatklinik Nikolassee, die Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede, das Desert-Flower-Center, das Seniorenhaus Waldfriede, eine ambulante Tagesklinik und künftig ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) zur besseren ambulanten Versorgung zum Netzwerk. Damit gehöre das „Netzwerk Waldfriede“ auch zu den größten Arbeitgebern im Bezirk. Der Träger sei die weltweite evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. In diesem Jahr besteht das Krankenhaus 100 Jahre.

Desert Flower Center Waldfriede (DFC)
Insbesondere das beim Krankenhaus ansässige Desert Flower Center Waldfriede (DFC) machte diese Woche erneut Schlagzeilen. So sei nach einer Pressemeldung der Berliner Koordinierungsstelle gegen FGM_C (weibliche Genitalverstümmelung) das DFC eine der drei Anlaufstellen in Berlin und garantiere „einen niederschwelligen Erstkontakt und individuelle Begleitung ihrer Klient_innen“. Mit der Bewilligung der Finanzierung der Koordinierungsstelle durch den Berliner Senat können die Angebote zu FGM_C interdisziplinär gebündelt und weiterentwickelt werden, Fachkompetenzen gestärkt und die Öffentlichkeit für das Thema sensibilisiert werden.

Das Desert Flower Center Waldfriede ist das weltweit erste ganzheitliche Betreuungszentrum für Opfer von weiblicher Genitalverstümmelung und wurde 2013 von anerkannten Spezialisten im Bereich Darm- und Beckenbodenchirurgie in Anwesenheit der Menschenrechtsaktivistin und Gründerin der Desert Flower Stiftung, Waries Dirie, gegründet. Weitere DFC’s gibt es in Stockholm, Paris und Amsterdam. Weitere DFC’s gibt es in Stockholm, Paris und Amsterdam.

Weitere Informationen zur Krankenhausstudie: https://www.faz.net/asv/beste-krankenhaeuser/




Erneuter Mitgliederrückgang bei evangelischer und katholischer Kirche in Deutschland

EKD: 270.000 Austritte
Der Bevölkerungsanteil der EKD betrage noch 25 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl ihrer Mitglieder um rund zwei Prozent gesunken. 2018 betrug der Rückgang noch 1,8 Prozent. Langfristig wäre davon auszugehen, dass sich die Mitgliederzahlen der beiden großen Kirchen halbieren werden. Das belege eine Studie des Forschungszentrums Generationenverträge (FZG) der Albert-Ludwig-Universität Freiburg zur langfristigen Entwicklung der Kirchenmitglieder und des Kirchensteueraufkommens bis 2060.

Ursächlich für den Rückgang sei auch im Jahr 2019 die hohe Zahl an Austritten. Nach den aktuellen Berechnungen aus den Gliedkirchen auf Basis der gemeldeten vorläufigen Zahlen wären im Jahr 2019 mit etwa 270.000 Menschen rund 22 Prozent mehr aus der evangelischen Landeskirche ausgetreten als noch 2018. Die Zahl der evangelisch Verstorbenen lag 2019 mit rund 340.000 in vergleichbarer Größenordnung wie im Jahr davor. Auch die Zahl der Taufen und Aufnahmen hätten im Jahr 2019 mit rund 160.000 Taufen und 25.000 Aufnahmen etwa dem Niveau von 2018 entsprochen.

Katholiken ebenfalls mit rückläufigen Zahlen
Die Katholiken machen in Deutschland 27,2 Prozent der Gesamtbevölkerung aus. Die Zahl der Kirchenaustritte sei 2019 erneut angestiegen: 272.771 Menschen hätten die römisch-katholische Kirche verlassen (2018: 216.078). Auch andere Zahlen waren laut DBK rückläufig: Der Gottesdienstbesuch lag 2019 bei 9,1 Prozent (2018: 9,3 Prozent), die Zahl der kirchlichen Trauungen bei 38.537 (2018: 42.789), die Zahl der Taufen bei 159.043 (2018: 167.787), die Zahl der Erstkommunionen bei 166.481 (2018: 171.336) und die Zahl der Bestattungen bei 233.937 (2018: 243.705). Auch im Jahr 2019 musste die katholische Kirche bei den Eintritten und Wiederaufnahmen einen Verlust verzeichnen. So lag die Zahl der Eintritte bei 2.330 (2018: 2.442) und die Zahl der Wiederaufnahmen bei 5.339 (2018: 6.303).




34.735 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Krankenhäuser, Schulen und Medien
Durch ihren Jugendverband betreute die Freikirche in Deutschland im vergangenen Jahr Pfadfinder, Kinder, Teenager und Jugendliche, alle in altersgerechten Gruppen in lokalen Kirchengemeinden organisiert. Zum Verbund adventistischer Schulen in Deutschland (VaSiD) gehörten 20 Schulen in der Trägerschaft der Freikirche an 12 Standorten. Davon sind 12 Grundschulen, fünf Realschulen, ein Gymnasium, eine Oberschule, eine Gemeinschaftsschule und ein Internat. Insgesamt wurden in dem Schuljahr 1.212 Schülerinnen und Schüler betreut.

Die Freikirche ist in jedem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat sieben regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen), die zum Nord- und Süddeutschen Verband als überregionale Zusammenschlüsse gehören. Sie unterhält weiter die Berliner Krankenhäuser und Tageskliniken „Waldfriede“ und „Nikolassee“, die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg und das Medienzentrum „Hope Media Europe“ in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, mit dem 24/7 Fernsehsender „HopeTV“, der „Hope-Hörbücherei“ und dem „Hope Bibelstudien-Institut“. Wie der Advent-Verlag, Lüneburg, stehen alle genannten Institutionen unter adventistischer Leitung.

Weitere Sozialeinrichtungen

Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) ist ein gemeinnütziger Verein und bildet mit einer Reihe von sozialen Einrichtungen und verschiedenen Tochter-Gesellschaften das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Dazu zählen vor allem fünf Kindertagesstätten (Berlin, Fürth, München, Penzberg, Bad Aibling), eine Heilpädagogische Tagesstätte (Neuburg/Donau), ein Familienzentrum (Penzberg/Bayern), eine Suchtberatungs- und Behandlungsstelle (Chemnitz), ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen (Leipzig), die Kontakt- und Beratungsstelle „Schutzhütte“ (Schwedt/Oder), eine Oberschule mit Grundschulteil (Oranienburg), vier Seniorenheime (Friedensau bei Magdeburg, Berlin-Steglitz, Uelzen, Neandertal bei Mettmann), zwei Einrichtungen „Betreutes Wohnen“, zwei Hospize (Lauchhammer/Brandenburg, Uelzen), zwei ambulante Hospizdienste (Berlin, Uelzen) sowie ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Groß-Umstadt. Deutschlandweit sind etwa 100 AWW-Helferkreise ehrenamtlich aktiv.

Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) setzt sich mit seinen Regionalgruppen, Vereinen, Clubs und knapp 600 Mitgliedern bundesweit für Gesundheitsförderung ein. Darunter fallen die 3-stufige Gesundheitsberater-Ausbildung mit Aufbaukursen und Online-Kurse zur Stärkung des Immunsystems und Entfaltung eines gesunden Lebensstils. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland führt humanitäre Maßnahmen in verschiedenen Ländern durch.

Zwischenkirchliche Beziehungen
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist Gastmitglied in der Arbeits-gemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland und in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) sowie Mitglied in der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG).




Symposium: Adventistische Interpretationen biblischer Apokalyptik

Diese Hoffnung, die Jesus vor fast zweitausend Jahren verkündet hat, erfülle noch immer die Herzen vieler Gläubiger, während zahlreiche andere sie längst aufgegeben hätten. „Ist es immer noch vernünftig, über die „selige Hoffnung“ zu predigen und zu lehren?“, fragt Prof. Rolf J. Pöhler, ThD, Direktor von „International Adventist Studies“ (IAS), in der Einladung zum Symposium.

Diese Frage sei für Siebenten-Tags-Adventisten besonders heikel, da ihre Geschichte geprägt sei von fast zwei Jahrhunderten der Predigt, dass die Wiederkunft Christi „nahe ist, sogar vor der Tür stehe!“

Das bevorstehende Symposium wird sich mit diesen und anderen damit verbundenen Fragen befassen. „Neben der Lehre vom Sabbat hat kein anderer Glaube den Adventismus stärker geprägt als die Überzeugung, dass das Ende der Welt bevorsteht. Kann der Adventismus ohne ihn überleben und sogar gedeihen? Muss unser Verständnis der apokalyptischen Teile der Bibel revidiert werden? Oder haben wir immer noch gute Gründe, unseren Glauben an die rasche Erfüllung und endgültige Vollendung der Verkündigung Christi aufrechtzuerhalten?“, fragt Pöhler.

Programm und online-Anmeldung zum Symposium:
https://www.thh-friedensau.de/en/research/institute/school-of-theology/institute-for-adventist-studies/




Evangelische Friedensarbeit: 80 Jahre nach Beginn des zweiten Weltkrieges Frieden wieder in Gefahr

Der Frieden wieder in Gefahr
„80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkriegs ist der Frieden wieder in Gefahr“, mahnt Renke Brahms, der Friedensbeauftragte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Derzeit gebe es zahlreiche gewaltsam ausgetragene Konflikte und Kriege. Menschen würden aus Furcht vor Gewalt und Verfolgung ihre Heimat verlassen und Rüstungsexporte dazu beitragen, dass Konflikte nicht friedlich gelöst werden könnten, kritisiert auch Lutz Krügener, einer der Sprecher der EAK und Friedensbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. „Deutschland ist eine der größten Rüstungsexportnationen und hat an dieser Entwicklung einen wesentlichen Anteil“, so Krügener.

Mehr finanzielle Mittel für zivile Konfliktbearbeitung
Eine deutsche Verantwortung für den Frieden in der Welt sollte nach Ansicht der Evangelischen Friedensarbeit aber eher darin bestehen, sich für Versöhnung und Gerechtigkeit einzusetzen, betont Renke Brahms. „Dazu gehört, dass finanzielle Mittel für eine zivile Konfliktbearbeitung auszubauen und die Friedens- und Freiwilligendienste national wie international stärker zu unterstützen sind.“ Ebenso gelte es, den Klimaschutz massiv auszubauen, um eine weitere Ursache für Krieg und Flucht einzugrenzen.

Eine atomwaffenfreie Welt
Die Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg verlange auch die Forderung nach einer atomwaffenfreien Welt, betont die Evangelische Friedensarbeit. „Der Zweite Weltkrieg endete durch den Abwurf zweier Atombomben auf Japan, die Hundertausenden den Tod brachten, mit Folgen bis heute für die Opfer. 80 Jahre später wollen die Atommächte ihre Arsenale modernisieren und aufrüsten, gleichzeitig werden Abrüstungsverträge gekündigt. Damit steigt die Gefahr eines nuklearen Konflikts. Dem muss sich entgegengestellt werden“, so der EKD-Friedensbeauftragte.

„Die Opfer des Zweiten Weltkriegs sind auch 80 Jahre nach dessen Beginn eine laute und andauernde Mahnung für den Frieden“, stellte Renke Brahms fest. Direkt nach dem Krieg hätten die Kirchen der Welt betont, dass Krieg nach Gottes Willen nicht sein solle. „Dem sind Christinnen und Christen bis heute verpflichtet.“

Der Wortlaut des EAK-Aufrufs findet sich bei: https://static.evangelisch.de/get/?daid=y82zK2PrZ9qUs9ypa_mCjbHI00237231&dfid=download

EAK
Die Evangelische Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK) ist innerhalb der „Konferenz für Friedensarbeit im Raum der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)“ der Dachverband für diejenigen, die in den evangelischen Landeskirchen und Freikirchen für Fragen der Kriegsdienstverweigerung und Friedensarbeit zuständig sind. Sprecher im Bundesvorstand der EAK sind Wolfgang Buff, Friedensbeauftragter der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sowie der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW), und Lutz Krügener, Friedensbeauftragter der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannover. Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) wird im EAK-Vorstand und in der Mitgliederversammlung von Dr. Horst Sebastian vertreten, Leiter des Referats Kriegsdienstverweigerung und Frieden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Weitere Informationen: www.eak-online.de




Erstmals eine Frau zur Generalsekretärin von „Religions for Peace“ gewählt

Prof. Dr. Azza Karam
Laut einer Medienmitteilung von Religions for Peace wurde Azza Karam 1968 in Kairo/Ägypten geboren. Die Muslimin ist Staatsbürgerin der Niederlande und Professorin für Religion und Entwicklung an der Vrije Universität in Amsterdam. Zudem arbeitet sie aktuell für die Vereinten Nationen zu Fragen rund um Religion, Entwicklung und Demokratie. Die gebürtige Ägypterin arbeitete unter anderem als leitende Beraterin (Senior Advisor) für Kultur beim Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) und als Koordinatorin einer interdisziplinären Arbeitsgruppe für Religion und Entwicklung der Vereinten Nationen, wo sie ein interreligiöses Netzwerk für Bevölkerung und Entwicklung mit über 600 religiösen Organisationen aus aller Welt koordinierte. Seit den 1990er Jahren hat sie in verschiedenen Funktionen für eine Reihe von internationalen Organisationen gearbeitet.

Margot Kässmann ins Leitungsgremium von „Religions for Peace“ gewählt
Auch die deutsche Theologin Margot Kässmann, ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017 wurde in das Leitungsgremium von „Religions for Peace“ gewählt. In einem Interview mit domradio.de meinte sie nach ihrer Wahl: „Die Friedensfrage ist mir seit vielen Jahrzehnten ein Herzensanliegen. Ich denke, dass Religionen jetzt dringend zum Frieden beitragen müssen, weil sie doch allzu oft benutzt werden und sich benutzen lassen, um bewaffnete Konflikte zu verschärfen.“




Zum Schulanfang beste Wünsche von ADRA

Bildung ist der Schlüssel
„Wir wüschen den eingeschulten Kindern einen tollen Start in ihre Schullaufbahn. Den älteren Schülerinnen und Schülern wünschen wir ebenfalls viel Erfolg in der Schule“, so Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland e.V.. Das Bildungssystem in Deutschland gehöre zu den besten auf der ganzen Welt. ADRA denke auch an diejenigen, die keinen oder eingeschränkten Zugang zu Bildung haben. Gerade Bildung sei der Schlüssel zu nachhaltiger Entwicklung. Deshalb fördere ADRA Deutschland in den Projekten Kinder und Erwachsene, die keine Schulbildung erhalten hätten. So würde ADRA beispielsweise Lehrpläne entwickeln und Schulen in Somalia bauen oder die Alphabetisierung von Frauen in Burundi fördern.

Bildung ist ein Menschenrecht
Derzeit wird das Recht auf Bildung weltweit über 262 Millionen Kindern verwehrt. Ohne Bildung sind Kinder gefangen in einem Teufelskreis, geben die Armut an die nächste Generation weiter. Kinder von bildungsfernen Eltern leiden häufiger an Unterernährung und sterben vor der Vollendung des fünften Lebensjahres. Dazu kommt, dass ein Kind, das nicht zur Schule geht, anfälliger ist für Menschenhandel, schneller als Kindersoldat missbraucht wird und ein erhöhtes Risiko für frühe Heirat, Teenager-Schwangerschaft und Kinderarbeit hat.

Initiative „Every Child. Everywhere. In School.“
Um auf die Bedeutung der Bildung in der Entwicklungszusammenarbeit hinzuweisen hat ADRA im Februar die weltweite Kampagne „Every Child. Everywhere. In School.“ ins Leben gerufen. Teil dieser Initiative ist eine Petition mit dem Ziel, eine Million Unterschriften zu sammeln, damit sich die Vereinten Nationen mit dem Anliegen beschäftigen. Dazu wird ein Team von ADRA in den nächsten vier Wochen jeweils mittwochs im hessischen Darmstadt mit einem Informationsstand vertreten sein. Dort können die Bürger und Bürgerinnen mehr über die Kampagne erfahren und auch direkt die Petition unterstützen.